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Neue Dieselpartikelfilter-Technologie kommt aus Höhr-Grenzhausen

09.02.2006


Prof. Dr. Kriegesmann und sein Team von der FH Koblenz gewannen Erfinderpreis 2006 des Landes Rheinland-Pfalz



Findige Ideen werden immer gesucht und wenn sich damit knifflige Probleme lösen lassen, ist das eine besondere Auszeichnung wert. Mit ihrem Projekt zur Herstellung eines speziellen Dieselpartikelfilters wurde ein Team der Fachhochschule Koblenz jetzt mit dem rheinland-pfälzischen Erfinderpreis der Investitions- und Strukturbank (ISB) geehrt. Prof. Dr. Jochen Kriegesmann, Dipl.-Ing. (FH) Peter Strate, Dipl.-Ing. (FH) Bülent Ersen und Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Büchler vom Studiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik in Höhr-Grenzhausen überzeugten die Jury - bestehend aus Vertretern von Wirtschaft und Wissenschaft - mit ihrem Projekt "Flachmembranstapel und Verfahren zur Herstellung eines solchen".

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Im Erfinderforum der ISB werden alle zwei Jahre Innovationen ausgezeichnet, die technologischen Fortschritt und wirtschaftliche Umsetzbarkeit miteinander verbinden. Insgesamt 43 Unternehmen, Institute und Einzelpersonen hatten ihre Erfindung zur Begutachtung eingereicht. Zehn rheinland-pfälzische Erfindungen wurden mit einer Auszeichnung bedacht. Sieben Preisträger erhielten Prämien in Höhe von jeweils 2.500 Euro, drei weitere wurden jeweils mit 5.000 Euro ausgezeichnet. Zu den drei Hauptpreisen zählte auch die Idee aus Höhr-Grenzhausen.

Feinstaubpartikel aus Dieselmotoren sind extrem gefährlich und verursachen Krebs. Um diese wirksam zu filtern hat das Team um Prof. Dr. Jochen Kriegesmann, einen Dieselpartikelfilter aus rekristallisiertem Siliciumcarbid entwickelt, der über ein Foliengießverfahren hergestellt wird. Das Besondere an diesem Filter ist, dass er zwei unterschiedliche Porengefüge aufweist, wobei die groben Poren mit einer Edelmetallschicht beschichtet werden können, während die feinen Poren unbeschichtet bleiben. Die feinen Poren dienen zur Filtration und die groben zur Katalyse, so dass sich Dieselfilter und Katalysator quasi in einem Bauteil vereinigen. Auf diese Weise lässt sich im Abgasstrang eines Fahrzeugs deutlich Platz sparen. Muster und Prototypen wurden in einer Industriekooperation entwickelt und in Zusammenarbeit mit einem großen Autokonzern für ein europäisches Forschungsvorhaben angemeldet.

Petra Gras | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koblenz.de
http://www.rheinahrcampus.de

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