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Neue Designideen für Elektrofahrzeuge

09.03.2012
Ein vom Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH koordiniertes Projekt liefert überzeugende Gestaltungsansätze für Elektrofahrzeuge
„Entwickeln Sie ein innovatives Design für ein elektrisch angetriebenes Stadtfahrzeug.“ Diese Aufgabe stand im Zentrum eines Designwettbewerbs, ausgelobt im Juli 2011 vom europäischen Verbundprojekt ELVA, das vom Institut für Kraftfahrzeuge (ika) koordiniert wird. Aus über 30 Teilnehmern wurde nun von einer Expertenjury der Gewinner ermittelt. Der Entwurf „worm-e“ des spanisches Automobildesigners Jorge Biosca erhält den ersten Platz. Der Entwurf „Kabuki“ des Italieners Enrico Gatto kam zusammen mit dem Konzept „Bugaboo“ des Ungarn László Fogarasi-Benkö auf Platz 2.

Elektrisch angetriebene Fahrzeuge erlauben neue Wege in Gestaltung und Design. Die Partner des Projekts ELVA beschäftigen sich seit Ende 2010 mit der Erforschung und Entwicklung innovativer Architekturen für kompakte Elektrofahrzeuge. Um den Autos auch ein attraktives Äußeres zu verleihen und somit ihre besonderen Eigenschaften deutlich zu machen, wurde im Juli 2011 ein Design-Wettbewerb ausgerufen. Designer, Design-Studenten, aber auch interessierte Privatpersonen konnten dabei ihre Ideen einreichen.

Der spanische Automobildesigner Jorge Biosca vor einer Studie des „worm-e“, mit der er beim Wettbewerb zur Entwicklung eines innovativen Designs für ein elektrisch angetriebenes Stadtfahrzeugs siegte.

Für die erste Phase, die bis Ende Oktober 2011 dauerte, waren nur wenige Vorgaben zu beachten: Das Fahrzeug sollte vier Räder besitzen, Platz für 4-5 Passagiere bieten und ein Volumen von 75-125 Liter für das Batteriesystem vorsehen. Über 30 meist qualitativ hochwertige Entwürfe wurden daraufhin eingereicht und von einer Expertenjury aus Designern und Ingenieuren bewertet.

Die sechs besten Gestaltungsvorschläge durften an der anschließenden zweiten Wettbewerbsphase teilnehmen. In dieser galt es nun, ein sogenanntes Package zu erstellen, das heißt die relevanten technischen Komponenten und Baugruppen in Einklang mit dem Design im Fahrzeugkonzept unterzubringen.

Diese anspruchsvolle Aufgabe wurde von allen Designern in der vorgegebenen Zeit hervorragend erfüllt, so dass es der Jury schwer fiel, die drei besten Vorschläge auszuwählen. Unter allen Teilnehmern der zweiten Phase wird zudem ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro aufgeteilt. Im weiteren Verlauf des Projekts erfolgt die virtuelle Entwicklung von drei Fahrzeugkonzepten. Jeder der drei beteiligten Fahrzeughersteller Fiat, Renault und Volkswagen verantwortet dabei ein Konzept und wird von den übrigen Projektpartnern unterstützt. Die Ergebnisse werden Mitte 2013 der Öffentlichkeit präsentiert.

ELVA wird von der Europäischen Kommission durch das 7. Forschungsrahmenprogramm unterstützt und stellt das erste europäische Verbundprojekt dar, das sich mit der Erforschung von Gesamtfahrzeugarchitekturen für Elektrofahrzeuge befasst. Eine Übersicht über die sechs finalen Designs kann unter www.elva-project.eu/winners.html abgerufen werden.

Pressekontakt:
RWTH Aachen University
ika - Institut für Kraftfahrzeuge
Kathrin Noreikat
Steinbachstraße 7
52074 Aachen
Telefon: +49 241 80 27536
Fax: +49 241 80 22147
E-Mail: noreikat@ika.rwth-aachen.de

Institutskontakt:
RWTH Aachen University
ika - Institut für Kraftfahrzeuge
Steinbachstraße 7
52074 Aachen
Telefon: +49 241 80 25600
Fax: +49 241 80 22147
E-Mail: office@ika.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.ika.rwth-aachen.de/

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