Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Navigation in neuer Dimension - Dreidimensionale Kartendarstellung in Fotoqualität

08.12.2005


Siemens VDO bringt die automobile Navigation in eine neue Dimension. Um dem Autofahrer die Orientierung noch weiter zu erleichtern, entwickelt das Unternehmen deshalb eine dreidimensionale Kartendarstellung in Fotoqualität. Mit einem detailgetreuen Abbild der Wirklichkeit, hunderten von digital integrierten Orientierungspunkten und der realistischen Simulation ganzer Stadtviertel sollen Autofahrer selbst an komplizierten Kreuzungen und in fremden Metropolen künftig noch einfacher und vor allem sicherer zum Ziel finden. Die Entwicklung dieser State-of-the-art-Navigation basiert auf der offenen und frei skalierbaren System-Plattform TLA (Top Level Architecture). Die Serienfertigung ist ab Ende 2007 vorgesehen.


Dreidimensionale Kartendarstellung in Fotoqualität von Siemens VDO.



Für die dreidimensionale Darstellung in einer bislang nicht erreichten Bildqualität setzt Siemens VDO das digitale Abbild der Wirklichkeit erstmals aus gleich drei Landkarten zusammen. Die Basis bildet ein so genanntes "Digital Terrain Modell" (DTM), mit dem die Erdoberfläche in kleine Quader zerlegt wird. Anhand dieser Cluster lässt sich der Geländeverlauf mit Höhen und Tiefen sehr detailliert nachzeichnen. Über dieses Gitternetz legen die Entwickler digitalisierte Satelliten- oder Überflugaufnahmen. Als dritte Lage wird dann die digitale Straßenkarte in die Abbildung integriert, so dass der Fahrer stets einen aktuellen und umfassenden Blick auf die Streckenführung bekommt.



Highlight der 3D-Navigation von Siemens VDO ist die fotorealistische Darstellung urbaner Szenarien. Zur besseren Orientierung in Großstädten hat das Unternehmen deshalb zahlreiche berühmte Bauwerke digitalisiert und mit einem sehr präzisen Abbild der Realität in der Datenbank integriert. Zudem werden viele Gebäude anhand ihrer Grundrisse vom Rechner konstruiert. So entstehen auf dem Monitor wirklichkeitsgetreue Abbildungen ganzer Straßenzüge, die der Autofahrer ohne jede Verzerrung wie durch das Zoom einer Videokamera aus jeder gewünschten Perspektive betrachten kann.

Im Gegensatz zu anderen Navigationssystemen stehen die Orientierungspunkte bei Siemens VDO nicht isoliert in der Karte, sondern sind vollständig mit dem gesamten System und den Datenbanken weiterer verfügbarer Informationsanbieter verlinkt. Auf Tastendruck können deshalb zu jedem wichtigen Bauwerk touristische Hinweise, Öffnungszeiten oder Adressdaten abgefragt, Telefonverbindungen oder Zielverknüpfungen hergestellt werden. Bis zum geplanten Serienanlauf des Systems zum Ende des Jahres 2007 wird Siemens VDO mit den Datenbankherstellern auf diese Weise bereits die 100 bedeutendsten Städte in Europa abdecken.

Mit der dreidimensionalen Navigation verbessert Siemens VDO aber nicht nur die Darstellung. Der Technologieführer ermöglicht eine Reihe neuer Funktionen, die das Fahren auch in schwierigen Situationen einfacher und entspannter machen. So öffnet das System künftig vor komplizierten Verkehrskreuzungen automatisch ein neues Kartenfenster mit einer dreidimensionalen Zoom-Darstellung der entsprechenden Kreuzung. Gerade bei Hochstraßen, Brückenauffahrten und Autobahnkreuzen kann die neue Navigation von Siemens VDO zuverlässig zwischen verschiedenen Ebenen und Fahrspuren unterscheiden. Zudem eröffnet die 3D-Navigation dank ihrer detaillierten Landschaftsprofile auch neue Möglichkeiten für die Fahrer von Geländewagen, so dass Off-Road-Strecken künftig geplant werden können.

Bei der Wahl der Kartendarstellung lässt Siemens VDO dem Autofahrer freie Hand. Egal ob Monitor oder Head-Up-Display - auf Knopfdruck wird der Kunde zwischen einer konventionellen Landkarte, der Vogelperspektive oder einer dreidimensionalen Abbildung wechseln können. Im Splitscreen können verschiedene Darstellungen in unterschiedlichen Maßstäben parallel betrachtet werden.

In einem nächsten Entwicklungsschritt wird Autofahren mit der 3D-Navigation noch entspannter: So werden Kreuzungssituationen noch übersichtlicher, weil der Bordrechner automatisch und binnen weniger Sekundenbruchteile das gesamte Szenario samt Fahrbahnmarkierungen und Beschilderung fotorealistisches nachbildet und die geplante Wegstrecke in die dreidimensionale Grafik legt. Zusammen mit einer Kamera könnte die Navigation zudem sogar Ampeln und Verkehrsschilder erkennen und diese in die Grafik integrieren.

Möglich werden solche Funktionen und Applikation erst mit der Top-Level- Architektur (TLA) von Siemens VDO. Diese offene und frei skalierbare Plattform bietet mit ihren standardisierten Schnittstellen die nötige Flexibilität, um neue Trends, Entwicklungen und Technologien schnell und effizient in ein Fahrzeug integrieren zu können.

Über Siemens VDO

Siemens VDO Automotive ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik. Als Entwicklungspartner der Automobilindustrie fertigt das Unternehmen Produkte rund um Antriebsstrang, Motorsteuerelektronik und Einspritztechnik, die die Motorleistung verbessern und Emissionen reduzieren. Für gesteigerten Fahrkomfort und Bedienerfreundlichkeit sorgen Informations- und Car-Communication-Systeme mit Instrumentierung, Audio- und Navigationsgeräten, Telematik- und Multimedia-Anwendungen bis hin zu kompletten Cockpits. Einen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten Siemens VDO-Produkte für Chassis und Karosserie, wie Airbag-, ABS- oder Zugangskontrollsysteme. Eine eigene Handelssparte vertreibt Produkte für die Nachausrüstung von Pkw und Nutzfahrzeugen, mit den Schwerpunkten Flottenmanagement und Audio- und Navigationssysteme. Siemens VDO Automotive erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2005 (30.9.2005) einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.

Informationsnummer: SV 200512.001d
Eva Appold
Sodener Straße 9, D-65824 Schwalbach/Ts.
Tel.: +49 6196 87-4344; Fax: -4194
E-mail: eva.appold@siemens.com

Eva Appold | Siemens VDO
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.com

Weitere Berichte zu: 3D-Navigation Fotoqualität Kartendarstellung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten