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Nächster Schritt zum Automotive Center Südwestfalen

14.07.2010
Unternehmer, Politiker, Vertreter der Universität Siegen und der Fachhochschule Südwestfalen tauschen sich aus.

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Wie sieht das Auto der Zukunft aus? Welche Visionen lassen sich umsetzen? Was wünscht sich der Kunde von morgen? Das geplante Automotive Center Südwestfalen vereint Forschung, Entwicklung und Dienstleistung.


Es zeigt zudem Anwendungstechnologien mit dem Schwerpunkt im wirtschaftlichen Leichtbau für Karosserie und Fahrwerk auf. Die heimische Industrie soll mit der Universität Siegen sowie der Fachhochschule Südwestfalen eng kooperieren. Der Repräsentant des Automobilclusters NRW Arndt G. Kirchhoff stellt sich eine „leuchtende Einrichtung mit universitärem Anspruch vor“.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, das denkbare Geschäftsmodell sowie das mögliche Leistungsangebot wurden am Montagnachmittag den Vertretern der Zulieferindustrie Südwestfalens in der Stadthalle Olpe vorgestellt. Mehr als 100 Unternehmer informierten sich über das geplante Automotive Center. Die konkreten Beteiligungsstrukturen werden nun abgewogen.

„Das Automotive Center Südwestfalen bietet die einmalige Chance, die Region weiterzuentwickeln, zu vernetzen und Projekte für die Zukunft durchzuführen“, sagte Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe. Auch der Rektor der Universität Siegen, Prof. Dr. Holger Burckhart, freut sich, „wenn ein Projekt umgesetzt wird, das die Region insgesamt nach vorne bringt.“ Prof. Dr. Erwin Schwab, Vizepräsident der FH Südwestfalen, lobte die „hervorragende Zusammenarbeit mit der Universität Siegen. Nun brauchen wir die Unterstützung der Firmen aus der Zulieferindustrie“. Dies ist zum einen als Mitglied im Förderverein möglich, zum anderen aber auch als Gesellschafter. Die Vorteile für die Unternehmen sind beispielsweise die Beschleunigung der technischen Entwicklung, Qualifizierung und Rekrutierung von Personal über das ACS sowie die Teilnahme an geförderten Forschungsprojekten.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Zulieferer ihre Kompetenzen steigern, neue Entwicklungsaufgaben übernehmen und dynamischer als bisher mit unterschiedlichen Marktteilnehmern fallweise kooperieren. Das Automotive Center soll visionäre Konzepte liefern, die den Anspruch erfüllen, schnell in die Praxis umsetzbar zu sein. Dies bedeutet dabei nicht, seine eigene Forschung den Konkurrenten zur Verfügung zu stellen, sondern gemeinsam an Projekten zu arbeiten, zu einer Gesamtleistung zu kommen. Unternehmen und Hochschulen gründen eine Plattform, mit deren Hilfe vorhandene Kompetenzen zusammengeführt und weiterentwickelt, sowie neue Entwicklungen realisiert werden können.

Der Schwerpunkt „Wirtschaftlicher Leichtbau für Karosserie und Fahrwerk“ beinhaltet zahlreiche Projekte, darunter:

• Konstruktion, Berechnung, Tests und Simulation
• Materialentwicklung und –erprobung: Metall, Kunststoffe, Hybride und Komposite
• Beratung und Studien, Trends, Markt, Technologie.

Beantwortet werden sollen die Fragen, wo Leichtbauteile beispielsweise in Verkleidungen, Querstreben, Rahmenteilen oder Stabilisatoren eingesetzt werden können und wie diese zur Serienreife gebracht werden.

Im Kompetenzzentrum sollen Promotionen angedockt werden und Angebote für betriebliche Weiterbildung aufgestellt werden. „Wir wollen einen nach außen sichtbaren Marktplatz bilden“, erklärt der Rektor der Universität Siegen. Die Forschung laufe interdisziplinär.

Kontakt:
Universität Siegen
Prof. Michael Weyrich
Institut für Fertigungstechnik
Telefon: 0271-740-2269
michael.weyrich@uni-siegen.de

Kordula Lindner-Jarchow | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-siegen.de

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