Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltigere Lösungen für mobile Klimaanlagen

10.04.2007
DuPont und Honeywell entwickeln gemeinsam Kältemittel

DuPont und Honeywell (NYSE: HON) haben vereinbart, in Zukunft gemeinsam an der Entwicklung und Vermarktung der nächsten Generation umweltschonender Kältemittel für mobile Klimaanlagen zu arbeiten.

Mit den neuen Kältemitteln können Fahrzeughersteller die neuen europäischen Richtlinien erfüllen, die - mit einer Übergangsfrist bis 2017 - im Jahr 2011 für alle neuen Serienmodelle gelten. Diese sehen vor, dass in mobilen Klimaanlagen nur noch Kältemittel verwendet werden können, die geringe Auswirkungen auf die globale Erwärmung (Low-GWP) haben. Bei Klimaanlagen in Autos wird zurzeit Fluorkohlenwasserstoff (HFC) -134a eingesetzt.

Nach der Vereinbarung wollen DuPont und Honeywell gemeinsam neue, Low-GWP-Kältemittel entwickeln, testen und einführen, die kostengünstigere Alternativen zu anderen von der Autoindustrie betrachteten Technologien darstellen. Zurzeit testen Fahrzeughersteller mobile Klimaanlagen mit solchen Low-GWP-Technologien. Dabei suchen sie, im Idealfall, nach einer kommerziell einsetzbaren Fluorgas-Kältemittel -Lösung, die mit der herkömmlichen HFC-134a Klimaanlagentechnologie kompatibel ist und die eine kosteneffizientere Lösung im Vergleich zu alternativen CO2-Technologien bietet.

... mehr zu:
»Klimaanlage »Kältemittel

“Honeywell hat eine Reihe von Kältemitteln entwickelt, die die Anforderungen der Industrie und seiner Kunden erfüllen“, erklärt Terrence Hahn, Vice President und General Manager des Geschäftsbereichs Fluorprodukte von Honeywell. “Wir wollen ein Ersatzprodukt liefern, das der Autoindustrie eine teure Neukonstruktion erspart. Der Verbraucher erhält eine umweltfreundlichere Lösung, ohne auf Komfort oder Zuverlässigkeit verzichten zu müssen.“

“Wissenschaft und Innovation von DuPont haben der Industrie und der Gesellschaft den Übergang von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen zu alternativen Produkten erleichtert. Jetzt geht es darum, zügig auf das Anliegen der Autoindustrie zu reagieren und ein neues Low-GWP-Kühlmittel zu entwickeln, das ausgewogene Vorteile in Hinblick auf Sicherheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit bietet“, so Cynthia C. Green, Vice President und General Manager von DuPont Fluoroproducts. “Indem wir die Ressourcen von DuPont und Honeywell wirksam einsetzen, können wir die Qualifizierung und Kommerzialisierung des Produktes beschleunigen und rechtzeitig eine neue globale Lösung anbieten, die die neuen Richtlinien erfüllt und aktiv zur Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen beiträgt.“

Entsprechend der Vereinbarung wollen DuPont und Honeywell Ressourcen, Investitionen und Technologien gemeinsam nutzen. Beide Unternehmen werden eng mit der Automobilindustrie zusammenarbeiten, um bis Mitte 2007 eine Low-GWP-Alternative qualifizieren zu können.

Laut Schätzungen der Industrie gibt es weltweit über 400 Millionen Fahrzeuge mit einer Klimaanlage, die jeweils mit einem halben bis ganzen Liter Kältemittel gefüllt sind. Klimaanlagen mit fluorbasierten Kältemitteln, wie sie von Honeywell und DuPont entwickelt werden, sind insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen energieeffizienter als CO2-basierte Systeme.

DuPont hat Berechnungen an mobilen Klimaanlagen durchgeführt, bei dem das Low-GWP-Ersatzkältemittel von DuPont mit der CO2-Technologie verglichen wurde. Diese ergaben, dass der verbreitete Einsatz des neuen Kältemittels in 2017 weltweit zu Benzineinsparungen von rd. 870 Mill. Litern pro Jahr führen könnte.

Honeywell International ist ein $31Mrd. starkes Unternehmen, das weltweit Produkte und Dienstleistungen für die Luftfahrt, Steuerungstechnologie für Gebäude, Häuser und die Industrie, Automobilprodukte, Turbolader und Spezialmaterialien vertreibt. Honeywells Hauptsitz ist in Morris Township, New Jersey. Die Aktien des Unternehmens werden an den Börsen in New York, London und Chicago gehandelt. Honeywell findet sich außerdem im Dow Jones Industrial Average und im Standard & Poor 500 wieder. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.honeywell.com.

Honeywell Specialty Materials hat seinen Hauptsitz ebenfalls in Morristown, New Jersey, und ist mit $4,6Mrd einer der weltweit führenden Anbieter von Hochleistungs- und Spezialmaterialien. Hierzu zählen u.a. Fluorprodukte, Spezialfolien und Additive, Hightechfasern und Verbundmaterialien, Spezialchemikalien und Elektronik, sowie Technologien und Materialien zur Ölraffinierung.

DuPont ist ein führender Anbieter von Kältemitteln. Das Unternehmen nutzt seine Wissenschaft, Technologie, Marktkenntnis und weltweite Reichweite, um nachhaltige Materialien und Produktlösungen anzubieten, die den Komfort steigern, die Lebensmittelkonservierung ermöglichen, industrielle Verfahren verbessern und dabei die Umweltbelastung reduzieren.

DuPont - eines der ersten Unternehmen, das sich bereits vor 16 Jahren öffentlich Umweltschutzziele setzte - hat sein Engagement für Nachhaltigkeit mit marktorientierten Zielen zum Umsatz und für Investitionen bei Forschung und Entwicklung über die Verringerung der eigenen Umweltbelastungen hinaus erweitert. Die Ziele sind direkt mit Wachstum verknüpft, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung von sicheren und umweltverträglichen Produkten für die weltweiten Schlüsselmärkte.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Horst Ulrich Reimer | Du Pont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com
http://www.honeywell.com

Weitere Berichte zu: Klimaanlage Kältemittel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Hochschule Bochum und thyssenkrupp präsentieren Solar-Sportcoupé
06.07.2017 | Hochschule Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie