Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Montanuni sucht nach umweltfreundlichen Klimaanlagen

15.06.2005


Sorptions-Anlagen im Auto vermindern Treibstoffkosten und Chemikalien



Wissenschafter der Montanuniversität Leoben suchen nach neuen Technologien für Klimaanlagen in Autos. Herkömmliche Systeme verbrauchen nicht nur viel Energie, sondern sie tragen durch die eingesetzten Kältemittel und dem erhöhten Treibstoffverbrauch von fünf bis zehn Prozent zum Treibhauseffekt bei. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie fördert das Projekt im Rahmen des Programms "Austrian Advanced Automotive Technology" mit mehr als 140.000 Euro.



Die Leobener Forscher arbeiten nun an der Weiterentwicklung von so genannten Sorptions-Klimaanlagen, die zahlreiche Vorteile gegenüber derzeit gängigen Systemen haben: Sie sind in Bezug auf den Energieverbrauch um das Vierfache effektiver, nützen nur Sekundärenergie wie Motorabwärme, arbeiten aufgrund des Verzichtes von Kältemitteln umweltschonender und tragen zur Verbesserung der Luftqualität im Auto-Innenraum bei. Sorptions-Klimaanlagen arbeiten nach dem Prinzip der Lufttrocknung mit Hilfe einer speziellen Flüssigkeit. Die trockene Luft wird dann durch einfaches Eindüsen von Wasser abgekühlt, entfeuchtet und in das Wageninnere eingeblasen.

Das bekannte Prinzip dieser Art von Klimaanlagen soll um den Einsatz von neuartigen ionischen Flüssigkeiten ergänzt werden. Die Eigenschaften dieser Flüssigkeiten können weitgehend beeinflusst werden. Sie stellen eine neuartige Klasse niederschmelzender, organischer Salze dar und besitzen den Vorteil, dass sie nicht verdampfen, berichtet die Montanuni. Die Umwelttechniker arbeiten an der Entwicklung einer speziell für Sorptions-Kälteanlagen optimierten Flüssigkeit.

Als Zusatznutzen verspricht sich das Forscherteam, das aus Experten vom Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik, dem Institut für Verfahrenstechnik des Industriellen Umweltschutzes, dem Institut für Hygiene der Medizinischen Uni Graz sowie dem Leobener Unternehmen "pro ionic" besteht, auch eine Verbesserung der Luftqualität durch die Aufnahme von Luftverunreinigungen. Außerdem sind die Wissenschaftler davon überzeugt, dass sich ionische Sorptionsflüssigkeiten aus harmlosen Naturstoffen herstellen lassen und damit ökologisch völlig unbedenklich sind.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mu-leoben.at
http://www.bmvit.gv.at

Weitere Berichte zu: Luftqualität Montanuni Sorptions-Klimaanlagen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mehr Flexibilität in der Produktion durch selbstfahrende Transportfahrzeuge
27.11.2017 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Leichtbauteile für die Automobilindustrie schnell und günstig fertigen
16.11.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik