Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Power für die Batterieforschung

19.08.2009
Leistungsfähige Speichermedien für Strom sind sowohl für den Ausbau erneuerbarer Energien als auch für Elektrofahrzeuge entscheidend.

Um schnelle Durchbrüche zu erreichen, verstärkt die Helmholtz-Gemeinschaft die Forschung und bindet dabei Partner aus Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen ein.

Der Kompetenzverbund Süd wird dabei vom Forschungszentrum Karlsruhe koordiniert und mit 20 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Der Kompetenzverbund Nord steht unter Federführung des Forschungszentrums Jülich und erhält heute 11 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.

"Elektrische Speichermedien wie Batterien sind Schlüsselkomponenten für eine umweltfreundlichere Mobilität und für die Speicherung von Überschüssen von Windkraftanlagen.

Wir müssen jedoch die Leistungsdichte mindestens verfünffachen und die Ladezeiten stark verringern, damit wir Batterien dafür nutzen können. Das erfordert auch Grundlagenforschung, die wir in den beiden Kompetenzverbünden nun systematisch ausbauen", sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Bisher fährt ein Elektrofahrzeug mit einer modernen Lithium-Ionen-Batterie von 100 Kilogramm Gewicht nur etwa 100 Kilometer und es kommt regelmäßig vor, dass Strom aus Windkraft nicht ins Netz eingespeist werden kann und für den Verbrauch verloren geht. Mit Fördermaßnahmen aus dem Konjunkturpaket II unterstützt die Bundesregierung jetzt die die Einrichtung zweier Kompetenzzentren im Norden und Süden Deutschlands, deren Koordination bei den Helmholtz-Zentren in Karlsruhe und Jülich liegt. Die Investitionen aus dem Konjunkturpaket II fließen zunächst in die Ausstattung der Partner mit Geräten zur Herstellung und Charakterisierung von Materialien.

Der Kompetenzverbund Süd setzt sich aus zehn süddeutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. Dies sind neben dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität Karlsruhe, die im KIT fusionieren, auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das ebenfalls zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, die TU Bergakademie Freiberg, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die TU Darmstadt und die Universität Ulm sowie das IFW Dresden, das MPI für Festkörperforschung in Stuttgart und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg in Ulm.

Im Kompetenzverbund Nord sollen die Lithium-Technologie verbessert sowie alternative Batteriekonzepte mit höchster Energiedichte geschaffen werden. Dafür arbeitet das Forschungszentrum Jülich mit den Universitäten in Münster und Hannover sowie der Ruhr-Universität Bochum, der RWTH Aachen und dem MPI Düsseldorf eng zusammen.

Hinweis an die Medien: Die Pressestellen am KIT und am Forschungszentrum Jülich vermitteln gern den Kontakt zu beteiligten Wissenschaftlern.

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de
Pressestelle Forschungszentrum Jülich
Kosta Schinarakis
Tel.: 02461 61 4771
k.schinarakis@fz-juelich.de
Pressestelle KIT
Monika Landgraf
Tel.: 0721 608-8126
Monika.Landgraf@kit.edu

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Informatiker der Saar-Uni verhindern Auto-Fernsteuerung durch Hacker
03.11.2016 | Universität des Saarlandes

nachricht Gewichtseinsparung durch lasergestützte Materialbearbeitung im Automobilbau
07.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie