Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Insassenschutz durch neue Technologien

25.10.2005



Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, präsentiert auf der diesjährigen IAA neue Konzepte zum Insassenschutz: zwei neue Varianten einer aktiven Kopfstütze und eine aktive Anti-Submarining-Rampe. Die neuen Lösungen sollen nicht nur das Risiko des Schleudertraumas, sondern auch die Verletzungsgefahr für Becken und Beine der Passagiere reduzieren. Im Gegensatz zu konventionellen Lösungen wurde sowohl bei der aktiven Kopfstütze als auch bei der aktiven Anti-Submarining-Rampe die Funktionalität durch neue Technologien optimiert. Dadurch können sie zuverlässiger und schneller reagieren, um den Insassenschutz zu erhöhen. Zusätzlich lassen sich die Produkte einfach in bestehende Sitzsysteme integrieren.

... mehr zu:
»Insassenschutz »Lehnenbereich

Technologische Fortschritte haben das Autofahren während der vergangenen Jahre deutlich sicherer gemacht. Dennoch nehmen unter den Unfallverletzungen mit langfristigen Folgen Nackenverletzungen eine Spitzenstellung ein. Die aktive Kopfstütze von Johnson Controls trägt dazu bei, das Verletzungsrisiko für die Fahrzeugpassagiere zu mindern: Im Fall eines Heckaufpralls verringert die Kopfstütze die Überstreckung der Halswirbelsäule. Somit kann sie das Risiko für ein Schleudertrauma reduzieren oder im optimalen Fall sogar ausschließen.

Bei der Integration der aktiven Kopfstütze kann der Automobilhersteller zwischen zwei Varianten wählen. Die eine ist körpergetrieben und wird im Fall eines Crashs mechanisch durch das Körpergewicht des Insassen aktiviert. Die andere wird elektronisch über eine Sensorik, die auch die Airbags informiert, ausgelöst.


Optimiertes Auslösen bei mechanischen Systemen

Neu ist bei der körperaktivierten Kopfstütze von Johnson Controls, dass der Auslösemechanismus im unteren Lehnenbereich integriert wurde. Im Fall eines Heckaufpralls wird er vom Becken des Passagiers aktiviert. Die Integration ist dort vorteilhafter weil der Körper dort maximalen Kontakt mit der Lehne hat. Bei beinahe allen konventionellen Systemen ist eine Aktuierung im oberen Lehnenbereich üblich. Das kann eine Aktivierung der Kopfstütze – beispielsweise bei kleinen oder zierlichen Personen – nicht immer gewährleisten.

Besonders vorteilhaft ist, dass sich die körpergetriebene Technik noch relativ spät bei der Sitzmontage integrieren lässt. Dabei kann der gleiche Lehnenrahmen wie im Standardsitz verwendet werden. Erster Serieneinsatz erfolgt Ende 2006.

Anbindung an die Airbagelektronik mit besonders schneller Auslösung

Die sensorgesteuerte aktive Kopfstütze von Johnson Controls verzichtet auf die Mechanik im unteren Lehnenbereich. Stattdessen nutzt das System die Informationen von Sensoren, wie sie auch beispielsweise für die Airbagsteuerung verwendet werden, und wertet sie nach bestimmten Algorithmen aus. Ungefähr 20 Millisekunden nach Signaleingang befindet sich die Kopfstütze bereits in ihrer Endposition. Zu ihrer Auslösung kommen kleine pyrotechnische Einheiten oder auch elektromechanische Entriegelungen zum Einsatz.

Unterstützung für den Beckengurt

Neben Verletzungen des Nackens spielen auch solche der Beine und des Beckens in den Unfallstatistiken eine wichtige Rolle. Probleme treten in diesen Bereichen bei einem Frontalaufprall auf, wenn die Knie auf die Instrumententafel treffen. Sie treten umso häufiger auf, wenn der Beckengurt nicht straff anliegt, so dass der Körper unter dem Gurtband durchgleiten kann. Um diesen auch Submarining genannten Effekt zu reduzieren, entwickelte Johnson Controls eine neue, aktive Rampe, die im Bereich der Sitzwanne integriert wird. Im Falle eines Frontalaufpralls schnellt sie nach oben.

Durch die Wirkung des Bügels im vorderen Sitzbereich wird die Vorverlagerung des Beckens reduziert. Im Vergleich zu Doppelgurtstraffern verringert sich die Beckenvorverlagerung um circa ein Drittel. Bei korrekter Sitzposition kann so ein Kontakt mit der Instrumententafel vermieden werden. Gleichzeitig reduzieren sich die auf den Körper wirkenden Gurtkräfte.

Die neu präsentierte Oberschenkelrampe kann im Gegensatz zu doppelten Gurtstraffern bei drei- und fünftürigen Automobilmodellen gleichermaßen eingesetzt werden. Diese zum Patent angemeldete Technik ist für das Modelljahr 2007 verfügbar.

Yaniv Oren, Director Product and Business Development Seating bei Johnson Controls: „Mit unseren Lösungen für den Insassenschutz möchten wir unsere Kunden aus der Automobilindustrie dabei unterstützen, den Straßenverkehr in Zukunft noch sicherer zu gestalten."

Weitere Informationen erteilen:

Johnson Controls GmbH
Automotive Group
Astrid Schafmeister
Industriestraße 20–30
51399 Burscheid
Tel.: +49 2174 65-3189
Fax: +49 2174 65-3219
E-Mail: astrid.schafmeister@jci.com

Johnson Controls GmbH
Automotive Group
Ina Longwitz
Industriestraße 20–30
51399 Burscheid
Tel.: +49 2174 65-4343
Fax: +49 2174 65-3219
E-Mail: ina.longwitz@jci.com

Astrid Schafmeister | Johnson Controls GmbH
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

Weitere Berichte zu: Insassenschutz Lehnenbereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mehr Flexibilität in der Produktion durch selbstfahrende Transportfahrzeuge
27.11.2017 | Technologie Lizenz-Büro (TLB) der Baden-Württembergischen Hochschulen GmbH

nachricht Leichtbauteile für die Automobilindustrie schnell und günstig fertigen
16.11.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten