Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mächtig gewaltig, "eGon"!

21.04.2011
Der neue Elektrorennwagen des WHZ Racing Teams wurde präsentiert

Er ist klein, weiß und beschleunigt in nur 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h: der FP511e, von seinen Geburtshelfern liebevoll „eGon“ genannt. Neun Monate haben die Studenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau an ihrem neuen Auto gebaut. Am Dienstag (19.4.2011)Punkt 21 Uhr war es dann soweit: „eGon“ erblickte das Licht der Welt.


Der FP511e. Er hört auf den Namen "eGon".

Man sieht es den Studenten nicht an, doch die letzten Tage und Wochen vor „eGons“ Rollout - dem ersten „Ausflug“ aus seiner Garage heraus - waren extrem anstrengend. Drei Stunden Schlaf pro Nacht mussten reichen, ansonsten wurde quasi rund um die Uhr geschraubt, damit der Rennwagen pünktlich enthüllt werden konnte. 300 Gäste waren am 19. April in die Aula auf dem Campus Scheffelberg gekommen, darunter Zwickaus Oberbürgermeisterin, Dr. Pia Findeiß.

260 Kilogramm wiegt „eGon“, er bringt eine Gesamtleistung von 78 Kilowatt - das entspricht mehr als 100 PS - und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometern. Sein Können wird dieses zweite Elektrofahrzeug aus der Zwickauer Schmiede erstmals Anfang Juli im britischen Silverstone unter Beweis stellen, wo es gegen alle anderen Teams der „Formula Student“ antritt.

Insgesamt 477 studentische Mannschaften beteiligen sich an diesem internationalen Konstruktionswettbewerb, und jedes Jahr muss ein neuer Flitzer gebaut werden, so sieht es das Reglement vor. Das Racing Team aus Zwickau ist das derzeit beste Fachhochschul-Team und steht insgesamt auf Platz 10 der Weltrangliste. Doch Torsten Rilka, wirtschaftlicher Projektleiter, peilt neue Ziele an: „Wir wollen es in die Top 5 schaffen.“

Das WHZ Racing Team ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Mögen die Studenten, die vor fünf Jahren die Idee hatten, an der „Formula Student“ teilzunehmen, anfangs noch für Spinner gehalten worden sein, so hat sich das Racing Team inzwischen nicht nur zu einem Vorzeigeprojekt der WHZ gemausert, sondern auch zu einem ernstzunehmenden Partner der Industrie. Die Studenten machen zwar alles selbst: sie entwerfen, planen und bauen das Auto, verwalten ihre Finanzen, die sie selbst eintreiben. Ohne die zahlreichen Sponsoren, die sie mit ihrer Leidenschaft angesteckt haben, hätten sie jedoch nicht ein einziges Auto bauen können. Im Lauf der Zeit kam es so zu vielen Industriekooperationen, die für die praxisorientierte Westsächsische Hochschule so typisch wie notwendig sind.

Und so ist es auch kein Wunder, dass Prof. Gunter Krautheim, Rektor der WHZ, das Racing Team seit Jahren unterstützt: „Das ist keine Einbahnstraße, sondern ein Gewinn für beide Seiten“, so der Rektor stolz. Der Mut der Studenten, sich dem Wettbewerb zu stellen, sei richtungsweisend für die Hochschule.

Doch nicht nur das gelungene Rollout sorgte am Dienstagabend für leuchtende Augen auf dem Scheffelberg. Das Racing Team ist glücklich, dass die Teilnahme am ersten Übersee-Event der Mannschaft gesichert ist: Während der Bühnenshow kam das entscheidende „OK“ des letzten Sponsors: Logistik-Spezialist UPS wird den FP410, genannt „Olaf“ – das ist der „Verbrenner“ von 2010 - kostenlos über den Atlantik transportieren. Dort wartet eine weitere Herausforderungen dieser Saison 2011 auf die Studenten: Mitte Mai wird das Team am größten Formula-Student-Vergleich der Welt auf dem Michigan International Speedway teilnehmen, als eines von nur fünf deutschen Teams und einziges aus den Neuen Bundesländern.

Die entscheidende Überzeugungsarbeit, um UPS zu gewinnen, leistete übrigens das Fernsehteam der MDR-Sendung „Mach dich ran“ um Moderator Mario D. Richardt, der die frohe Kunde persönlich überbrachte. Die TV-Sendung, in der die große Freude des Racing Teams noch einmal zu erleben ist, wird am Montag, dem 9. Mai, um 19.50 Uhr im MDR ausgestrahlt.

Zahlen und Fakten:
Das WHZ Racing Team ist das weltbeste FH-Team. Auf der Weltrangliste aller insgesamt 477 Teams der „Formula Student“ steht es derzeit auf Platz 10. Das Team, in dem rund 60 Studenten der verschiedensten Fachrichtungen mitarbeiten, gibt es seit Juni 2006. „eGon“ ist das sechste Auto der Zwickauer Studenten und der zweite Elektrorennwagen.

Franka Platz | idw
Weitere Informationen:
http://www.whz-racingteam.de
http://www.fh-zwickau.de

Weitere Berichte zu: Elektrorennwagen Racing Rollout UPS WHZ Weltrangliste Zwickauer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Wichtige Schritte auf dem Weg zum automatisierten Fahren
29.03.2018 | Universität Bremen

nachricht Es wird noch heller: Innovative Leuchten in der Automobilindustrie
28.03.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Latest News

Magnetic nano-imaging on a table top

20.04.2018 | Physics and Astronomy

Start of work for the world's largest electric truck

20.04.2018 | Interdisciplinary Research

Atoms may hum a tune from grand cosmic symphony

20.04.2018 | Physics and Astronomy

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics