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Langzeittest Partikelfilter / Wirksame Waffe gegen Dieselruß

28.08.2001


Der Partikelfilter wie er im Peugeot 607 gegen den Dieselruß eingesetzt wird, bei der Aufarbeitung. Nachdem der Ruß mit heißer Luft abgebrannt wurde, werden Wasser und Luft unter hohem Druck gegen die Abgasrichtung durch den Filter geblasen. Anschließend ist der Filter wieder wie neu. (Foto: ADAC)


Der Partikelfilter aus dem ADAC-Testfahrzeug (Peugeot 607): links nach 80.000 Kilometern, rechts im Neuzustand. (Foto: ADAC)


ADAC fordert steuerliche Anreize für Autofahrer

Die Partikelfilter-Technologie, wie sie im Peugeot 607 eingesetzt wird, ist derzeit die beste technische Lösung um Dieselruß zu vermeiden. Und zwar nicht nur beim Neufahrzeug, sondern auch im harten Dauerbetrieb. Dies hat jetzt ein Langzeittest über 80 000 Kilometer bewiesen, den der ADAC zusammen mit dem Umweltbundesamt durchgeführt hat. Dabei wurden alle 20 000 Kilometer Kontrollmessungen durchgeführt, mit dem Ergebnis: Die Partikelemission blieb ständig auf gleichem Niveau, das Filtersystem hat sich während der gesamten Laufzeit kaum verschlechtert.

Wie umweltfreundlich der Partikelfilter ist, zeigen die Messergebnisse. Der HDi-Motor stößt mit gemittelten 0,001 g/km praktisch keine Partikel mehr aus. Er liegt damit schon heute weit unter dem in Europa ab dem Jahr 2005 geltenden Grenzwert von 0,025 g/km. Auch die Anzahl der ultrafeinen Partikel ist kaum noch meßbar. Im Durchschnitt bläst der Peugeot 10 000-mal weniger Rußpartikel in die Umwelt als ein moderner Common-Rail-Diesel ohne Partikelfilter.

Für den Autofahrer ist der Einsatz eines Partikelfilters mit keinerlei Einschränkungen verbunden. Der Filter regeneriert sich etwa alle 500 Kilometer von selbst, wenn die Rußpartikel völlig unmerklich verbrannt werden. Dem Besitzer eines Peugeot 607 entstehen auch keine zusätzlichen Inspektionskosten: Nach 80 000 Kilometern wird der Filter gewaschen und ist anschließend wieder einsetzbar.

Ob künftig jedes neue Diesel-Fahrzeug mit einem Partikelfilter ausgestattet sein wird, oder ob andere geeignete Techniken zum gleichen Ergebnis führen können, ist letztlich egal. Keinesfalls darf der technische Fortschritt auf eine Marke, oder nur auf wenige Modelle beschränkt bleiben. Der ADAC fordert deshalb die Automobilindustrie auf, ihre Dieselflotte schnellstmöglich so weiterzuentwickeln, dass die Partikelemission beim Diesel-Pkw bald kein Thema mehr ist. Damit möglichst viele Autofahrer möglichst schnell auf eine saubere Dieseltechnologie umsteigen, ist auch der Gesetzgeber gefordert. Bereits in den 80-er Jahren hat sich beim Katalysator gezeigt, dass die Autofahrer um so eher bereit sind, beim Kauf eines Neufahrzeuges auf umweltfreundliche Lösungen zu setzen, wenn dies entsprechend honoriert wird. Der ADAC fordert deshalb, Fahrzeuge mit Partikelfilter oder mit anderen Technologien, die den Dieselruß ausschalten, zeitlich begrenzt steuerlich zu fördern, etwa nach dem Vorbild der Drei-Liter-Autos.

Maximilian Maurer | ots

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