Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kosteneffiziente Fertigung im Gasinnendruck-Verfahren

02.08.2007
Kühlwasserrohr aus Zytel® widersteht Hitze, Druck und Frostschutzmitteln

Kühlwasserrohre sind hohen Temperaturen und aggressiven Medien ausgesetzt. Zugleich müssen sie trotz Innendrücken von fast 2 bar eine langzeitig hohe Leckagesicherheit bieten. Deshalb wurden sie traditionell aus Metall gefertigt.


Foto: DuPont
Das Kühlwasser der 1,6-Liter-Benzinmotoren des Volkswagenkonzerns fließt durch Rohre aus hitze- und hydrolysestabilisiertem Zytel® Polyamid von DuPont. Hutchinson stellt diese als Spritzgussteile im Gasinnendruck-Verfahren her. Diese Technologie ermöglicht deutliche Gewichts- sowie Kosteneinsparungen gegenüber den bisher üblichen Metallausführungen, und dies ohne Kompromisse in punkto Leistung und Beständigkeit der Formteile.

Als Alternative dazu hat Hutchinson, Mannheim, in enger Zusammenarbeit mit Volkswagen ein im Gasinnendruck-Spritzgießverfahren hergestelltes Kunststoffrohr aus einem hitze- und hydrolysestabilisierten Zytel® Polyamid von DuPont entwickelt. Bei den 1,6-Liter-Benzinmotoren des Volkswagenkonzerns fügt es sich passgenau in den vorhandenen Bauraum ein und lässt das Kühlmedium ungehindert strömen. Ohne Einschränkungen bei der Zuverlässigkeit erfordert das Rohr aus Zytel® deutlich weniger Fertigungsaufwand als die frühere Metall-Ausführung. Dank seiner hohen Passgenauigkeit, seiner Elastizität sowie der – anstelle zusätzlicher Einzelteile – in das Formteil integrierten Fixierlaschen und Abzweigungen verringert es den Fertigungsaufwand erheblich, und es ist dabei um 50 % leichter als sein Vorgänger.

Dazu Olivier Nicolas, Leiter Kunststofftechnik bei Hutchinson: „Wir haben nach einem Kunststoff gesucht, der Metall in dieser Anwendung uneingeschränkt substituieren kann. Dazu haben wir eine Vielzahl von Polyamiden verglichen, denn diese Werkstoffgruppe bewährt sich seit vielen Jahren für Medien führende Leitungen im Motorraum. Letztendlich zeigten die in unseren Labors durchgeführten Versuche, dass Zytel® EFE7392 von DuPont alle von uns und Volkswagen gesetzten Vorgaben erfüllt. Es kombiniert beispielsweise eine hohe Glykolbeständigkeit mit guter Alterungsbeständigkeit, hoher Berstfestigkeit auch bei Temperaturen bis 135 °C und hoher Kriechfestigkeit. Mit diesem Material erreichen wir kurze Zykluszeiten bei der Fertigung des – gestreckt – 650 mm langen Rohres und zudem eine sehr reproduzierbare Wanddicke.“

... mehr zu:
»Fertigung »Polyamid »Zytel

Und Laurent Zielezinski, Mitglied des europäischen Marktentwicklungsteams Automotive von DuPont, ergänzt: „Zytel® EFE7392 ist ein mit 30 Gew.-% Glasfasern verstärktes Polyamid 66 mit hoher Steifigkeit, Dimensionsstabilität und Hydrolysebeständigkeit. Das Material ist nicht nur anwendungsspezifisch optimiert, sondern auch speziell für das Gasinnendruck-Spritzgießen entwickelt worden. Während sich PA-66-Standardtypen nicht für dieses Verarbeitungsverfahren eignen, unterstützt diese Spezialität die Ausbildung besonders glatter innerer Oberflächen und konstanter Wanddickenverteilungen als Voraussetzung für druckverlustarme Strömungen.“

Volkswagen setzt das Kühlwasserrohr konzernweit ein und rüstet damit neben Modellen wie Golf, Jetta und New Beetle auch Fahrzeuge von Audi, Seat und Skoda aus. Nicolas abschließend: „Wir haben bei der Systementwicklung sowohl hinsichtlich der Prozessoptimierung als auch der Werkstoff-Validierung eng mit DuPont zusammen gearbeitet und machen seit dem Serienanlauf sehr positive Erfahrungen mit der Gasinnendruck-Spritzgießtechnik und dem dafür optimierten Zytel® EFE7392. Darum war es für Hutchinson eine klare Sache, auch bei den derzeit laufenden Entwicklungen auf diese Zeit, Gewicht und Kosten sparende Verfahrens-Werkstoff-Kombination zu setzen.“

Hutchinson ist eine Tochter der Total Gruppe mit Niederlassungen in Europa, Amerika und Asien und einer der weltweit bedeutendsten Zulieferer der Automobilindustrie. Das Produktspektrum umfasst Komponenten für die Schwingungstechnik, Antriebssysteme, Dichtmassen & Kleber, Medienführende Hoch- und Niederdrucksysteme, Karosserieteile und -dichtsysteme sowie Präzisions-Dichtungen und -Formteile. Die deutsche Niederlassung in Mannheim ist ein Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Komponenten für den Transfer von Medien (Kühlmittel, Ladeluft, Kraftstoff und Öl).

DuPont Engineering Polymers produziert und vertreibt Crastin® PBT und Rynite® PET thermoplastische Polyester, Delrin® Polyacetale, Hytrel® thermoplastische Polyesterelastomere, DuPont™ ETPV technische thermoplastische Vulkanisate, Minlon® mineralgefüllte Polyamide, Thermx® PCT Polycyclohexylen-Dimethylterephthalat, Tynex® Filamente, Vespel® Teile und Profile, Zenite® LCP flüssigkristalline Kunststoffe, Zytel® Polyamide und Zytel® HTN Hochleistungspolyamide. Diese Produkte werden weltweit in der Luft- und Raumfahrt, im Gerätebau, in der Automobil- sowie der Elektrik- und Elektronik-Industrie, Gesundheitswesen, für Verbrauchsgüter, in der allgemeinen Industrie sowie für Sportartikel und viele andere Anwendungen eingesetzt.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Produktions- und Dienstleistungs-Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen sowie Transport.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für DuPont oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Horst Ulrich Reimer | DuPont Presseclub
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Berichte zu: Fertigung Polyamid Zytel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Informatiker der Saar-Uni verhindern Auto-Fernsteuerung durch Hacker
03.11.2016 | Universität des Saarlandes

nachricht Gewichtseinsparung durch lasergestützte Materialbearbeitung im Automobilbau
07.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie