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Kamera im Fahrzeug erkennt Verkehrszeichen automatisch

16.10.2006
Eine automatische Erkennung von Geschwindigkeitsangaben auf Verkehrszeichen macht Autofahren künftig komfortabler.

Zudem verhindert das System von Siemens unangenehme Überraschungen durch Strafzettel. Es funktioniert mit einer Kamera im Auto, die die Umgebung nach vorne auf Verkehrszeichen absucht, und verarbeitet die Informationen im Bordcomputer. Mit dem Tempomaten kann das Auto dann so eingestellt werden, dass es die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreitet. Vor allem in unbekannter Umgebung oder an Baustellen besteht für Autofahrer ansonsten die Gefahr, dass sie unbeabsichtigt zu schnell fahren.


Die Verkehrszeichenerkennung ist Teil von pro.pilot, einem Netzwerk von Fahrerassistenzsystemen des Automobilzulieferers Siemens VDO, und wird in etwa zwei Jahren in Serie gehen. Die Experten haben das System mit weiteren Hilfen wie einer Spurerkennung, einem Nachsichtsystem oder einem Einparkassistenten in eine Oberklasselimousine eingebaut. Zahlreiche Autohersteller haben dieses Testfahrzeug bereits Probe gefahren und großes Interesse an dem System gezeigt.

Für die Erfassung von Verkehrszeichen scannt eine in der Nähe des Rückspiegels angebrachte CMOS-Kamera ständig die Straße ab. Das System vergleicht die Bilder mit abgespeicherten Mustern von Geschwindigkeitshinweisen. Erkennt die Software eine Beschränkung, zeigt sie dem Fahrer den Wert im Tacho oder einem Head-up-Display an. Ist der Tempomat zugeschaltet, bremst das Auto von selbst auf die erlaubte Geschwindigkeit herunter. Hinzugezogen werden zudem Informationen aus dem Navigationssystem, die Aufschluss darüber geben, ob sich das Auto auf einer Autobahn oder innerhalb einer Ortschaft befindet.

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Da im Navigationssystem auch Hinweise auf besondere Verkehrsschilder gespeichert sind, wie etwa eine Geschwindigkeitsbeschränkung nur zu bestimmten Tageszeiten, kann das System hier entsprechend reagieren. Es ist vorerst nur für Neufahrzeuge vorgesehen. Bei älteren Autos ist die Nachrüstung wegen der komplexen Vernetzung mit zahlreichen Komponenten heute noch zu aufwändig. (IN 2006.10.4)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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