Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Sichtbarkeit und Langstreckenmobilität

02.04.2012
Leitthemen des bayerisch-sächsischen Schaufensters Elektromobilität

Das Schaufenster Bayern-Sachsen mit dem Leitmotto „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“ fokussiert auf fünf für ein solches Schaufenster besonderes relevante Bereiche. Ein wichtiges Themengebiet konzentriert sich auf die Internationale Sichtbarkeit des Projektes sowie auf Langstreckenmobilität u.a. mit Österreich als Teil des Schaufensters.

Städte und Regionen mit besonderer touristischer Anziehungskraft, internationale Normen und Standards für Elektromobilität, die Langstreckenmobilität zwischen Leipzig – München – Wien sowie der Erfahrungsaustausch auch über den Atlantik hinweg mit beispielsweise Québec/Kanada werden Gegenstand der Projekte sein.

Elektromobilität als Zukunftsthema ist nicht auf Deutschland begrenzt, sondern erfährt auch international eine steigende Bedeutung. Deshalb adressiert das Schaufenster Bayern-Sachsen bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine Schwerpunktsetzung mit Wirkung über Ländergrenzen hinweg. So sind mit Dresden, Leipzig, München und Nürnberg vier Städte und Metropolregionen mit ausgewiesener touristischer Anziehungskraft Treiber der internationalen Breitenwirkung durch ihre Aktivitäten und Projekte im Bereich der Elektromobilität.

Die internationalen Flughäfen sowohl in Dresden und Leipzig/Halle als auch der Franz-Josef-Strauß-Flughafen in München und der Flughafen Nürnberg sind Knotenpunkte im Personenverkehr und tragen mit der öffentlichkeitswirksamen Darstellung sowie dem weiteren Ausbau der Elektrofahrzeugflotten zudem zur Sichtbarkeit elektromobiler Lösungen bei. Mit den MINI E Projekten unter der Federführung von BMW in Garmisch-Partenkirchen sowie im Bayerischen Wald wird außerdem in ländlichen Tourismusregionen des beantragten Schaufensters Bayern- Sachsen für die Sichtbarkeit von Anwendung findenden Elektromobilitätskonzepten gesorgt.

Die übernationale Zusammenarbeit bezieht sich zum einen auf gemeinsam zu realisierende Projekte mit dem Nachbarland Österreich. Aufgrund der inhaltlichen Anknüpfungspunkte und der Nutzung entsprechender Synergien mit Österreich werden hier gemeinsame Aktionen mit deutlicher Signalwirkung für den europäischen Binnenmarkt Umsetzung finden. Dies bezieht sich auf die Elektrifizierung des grenzüberschreitenden Pendelverkehrs mit Orten wie Garmisch- Partenkirchen und Salzburg oder auch auf die explizite Schaffung von Anschlussmöglichkeiten des Individualverkehrs an den grenzüberschreitenden öffentlichen Personen- und Güterverkehr. Auch hier liegt ein Fokus auf dem starken Tourismus in den beteiligten Regionen.

Des weiteren ist die Langstreckenmobilität mit dem Einrichten von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge an wichtigen Verkehrsachsen wie Leipzig – München – Wien ein zukunftsträchtiges Themenfeld im Schaufenster. Bei Verlängerung der E-Mobilitätsstrecke (A9) bis nach Berlin, unter Einbeziehung weiterer Partner, könnten erstmals zwei europäische Hauptstädte elektromobil miteinander verbunden werden.

Weiterhin ist der grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch mit Québec/Kanada Teil des beantragten Schaufensters. Bayern und Sachsen pflegen mit Québec privilegierte Partnerschaften. Die gemeinsame Schaufensterbewerbung soll die Kooperation zwischen Québec, Bayern und Sachsen weiter intensivieren. Hier wird vor allem auf den Transfer von Erfahrungen und Erkenntnissen aus bereits realisierten, aber auch auf das während der Projektlaufzeit gewonnene Wissen abgezielt. Der gegenseitige Einblick in die relevanten Märkte und Trends in Kanada, Nordamerika und Deutschland schafft einen weiteren Zusatznutzen durch das Projekt „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“.

Québec zeigt ein starkes Interesse an der Elektromobilität und hat 2011 den Aktionsplan Elektrofahrzeuge 2011-2020 veröffentlicht. Ziel dieses Aktionsplanes ist es, die Entwicklung innovativer Produkte anzukurbeln und einen Sektor von internationaler Bedeutung zu schaffen. Durch die Teilnahme am Schaufenster sollen Netzwerke zwischen Zuliefern und Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen entstehen. Wie Bayern und Sachsen hat sich auch die Regierung von Québec zum Ziel gesetzt, dass 2020 die Elektrofahrzeuge einen bedeutenden Platz einnehmen und strebt den Verkauf von 118 000 Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 an.

Am 16. Januar 2012 haben in München führende Unternehmen aus Bayern und Sachsen unter Beteiligung führender Vertreter der beiden Freistaaten ihre gemeinsame Bewerbung für ein „Schaufenster Elektromobilität“ des Bundes eingereicht. Ziel des Bundes ist, in drei bis fünf Regionen Deutschlands die unterschiedlichen Anforderungen der Elektromobilität zu erproben. Damit sollen die Schaufenster einen Beitrag zur Entwicklung der Elektromobilitäts- Leitanbieterschaft und des Elektromobilitäts-Leitmarktes Deutschland leisten. Im Schaufenster Bayern-Sachsen mit dem Leitmotto „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“ sind insgesamt rund 80 Projekte vorgesehen, die ein Projektvolumen von rund 200 Millionen Euro umfassen.

Die Projekte sind an den Schnittstellen von Elektrofahrzeug, Energiesystem und Verkehrssystem ausgerichtet und lassen sich in fünf exemplarische Bereiche unterteilen:

1. Langstreckenmobilität entlang der Achse München-Leipzig

2. Urbane Mobilität – Elektromobilität in verdichteten Siedlungsgebieten

3. Ländliche Mobilität – Abdeckung der Mobilitätsbedürfnisse in ländlichen Regionen

4. Internationale Verbindungen – Internationale Sichtbarkeit und Langstreckenmobilität in Zusammenarbeit mit Österreich

5. Aus- und Weiterbildung – Fundament für eine zukunftsorientierte Ausrollung der Elektromobilität in Bayern-Sachsen

Elektromobilität ist mehr als reine Antriebstechnologie. Sie ist ein ganzheitliches, nachhaltiges und zukunftsfähiges Mobilitätskonzept für unterschiedlichste Nutzergruppen und Verkehrssituationen. Elektromobilität trägt zu Klima- und Umweltschutz bei und hat essenzielle Bedeutung für die deutsche Wirtschaft.

Erfahren Sie mehr unter www.elektromobilitaet-verbindet.de oder unter der kostenfreien Rufnummer 0800 400 40 71.

Bayern Innovativ GmbH

Die 1995 vom Freistaat Bayern gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft als Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer gegründete Bayern Innovativ GmbH ist einer der größten Knotenpunkte für Innovation und Kooperation in Europa. Durch den Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und den Transfer von Ergebnissen aus wissenschaftlichen Instituten in die Wirtschaft stößt Bayern Innovativ regelmäßig neue Entwicklungen an. Seit ihrer Gründung hat die Bayern Innovativ GmbH über themenspezifische Kongresse, Kooperationsforen und Gemeinschaftsstände auf Hightech-Messen in zehn Technologien und Branchen international ausgerichtete Netzwerke aufgebaut. Sie umfassen aktuell 55.000 Firmen und 500 Institute in 50 Ländern. Die Netzwerkarbeit wird durch einen professionellen, multimedialen Informations- und Wissenstransfer unterstützt.

Seit 2006 managt die Bayern Innovativ GmbH Cluster der bayerischen Cluster- Offensive; ab 2012 sind dies die Cluster Automotive, Energietechnik und Neue Werkstoffe. Ziel der Cluster-Offensive ist der weitere Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, um zusätzliche Wertschöpfung in Bayern zu generieren. Bayern Innovativ ist zudem einer von vier Partnern im „Haus der Forschung“, einem Kooperationsverbund für die Beratung und Navigation zu Forschungsförderprogrammen für Firmen und Institute.

Christoph Kirsch | Bayern Innovativ
Weitere Informationen:
http://www.bayern-innovativ.de
http://www.elektromobilitaet-verbindet.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht RFID-Technologie: Digitalisierung in der Automobilproduktion
02.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Wenn dein Auto weiß, wie du dich fühlst
20.12.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie