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Hybridantrieb im Baukastensystem für das Auto der Zukunft

28.01.2005


Einer der Trends auf der diesjährigen Detroit Motor Show waren Autos mit Hybridantrieb. Siemens beteiligt sich intensiv an der Weiterentwicklung dieser Technik, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. In den USA sollen laut Prognosen bereits in drei Jahren 1,8 Millionen Hybrid-Autos unterwegs sein – zehnmal so viele wie heute. Ein Hybridantrieb ist eine ausgeklügelte Kombination aus einem Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb. Diese Antriebe verbessern die Dynamik und den Fahrkomfort des Autos und senken gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch sowie die Kohlendioxid-Emissionen.



Die Automobiltechnikspezialisten von Siemens VDO arbeiten an einem Baukastensystem für Hybridantriebe, das ein breites Leistungsspektrum von fünf bis 75 Kilowatt bieten wird. Zu den Komponenten zählen Elek-tromaschinen für bestimmte Start-Stop-Systeme sowie integrierte Startergeneratoren inklusive der entsprechenden Kontrollmodule und Hochleistungselektronik. Mit leistungsstarken elektrischen Antrieben und entsprechenden Energiespeichern können Fahrzeuge auch größere Strecken ohne Verbrennungsmotor zurücklegen, was die Abgase reduziert.



Als ersten Schritt in Richtung Hybridtechnik hat Siemens bereits 2002 einen Integrierten Starter-Generator (ISG) zur Serienreife entwickelt. Im Allgemeinen werden elektrische Antriebe entweder anstelle der Lichtmaschine in den Riemenantrieb des Motors integriert oder direkt mit der Kurbelwelle gekoppelt. Diese auch als „Micro- bzw. Mild-Hybrid“ bezeichnete Lösung verbindet den Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor, der je nach Auslegung eine Start-Stopp-Funktion, Energierückgewinnung beim Bremsen sowie ein zusätzliches Drehmoment bei der Beschleunigung bereitstellt. Siemens bietet neben diesen „milden“ Hybridantriebe bereits heute solche mit bis zu 10 Kilowatt zusätzlicher elektrischer Leistung an. Ab etwa 2008 wird ein Baukastensystem für Hybridantriebe zur Verfügung stehen, das eine kurzfristige Markteinführung dieser Antriebssysteme ermöglicht.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.de

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