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Globales Software Engineering – Durchblick im Cockpit

24.10.2007
Warf man einen Blick auf die geplanten Workshops für die ICGSE-Konferenz 2007, so wurde eines deutlich: Was unter dem Begriff „Globales Software Engineering“ als Vision begann, ist längst in der industriellen Praxis angekommen.

Nach dem anfänglichen Boom von Outsourcing und global verteilter Softwareentwicklung beginnen nun die wirklichen Herausforderungen ins Bewusstsein der Protagonisten zu dringen: Wie behält man den Überblick über immer größere verteilte Entwicklungsprojekte? Wie kann man solche Projekte effizient managen?

Zentrale Projektleitstände, in denen wie im Cockpit eines Flugzeugs sämtliche relevanten Projektdaten zusammenlaufen, sind ein viel versprechender und aktuell besonders intensiv verfolgter Ansatz. Hierbei werden die heterogenen Informationen aus den mitunter weltweit verteilten Projektzellen zusammengetragen, aggregiert und analysiert. Im Gegenzug erhalten alle Stakeholders die für sie relevanten Daten im jeweils passenden Detaillierungsgrad. Damit die lokal entwickelten Softwaremodule später problemlos in ein Gesamtsystem integriert werden können, müssen sie regelmäßig ein zentrales Quality Gate passieren.

Eine von vielen Fragen bei der Implementierung solcher Projektmanagement-„Cockpits“ ist, ob und in welchem Umfang Informationen auch an Partner außerhalb der eigentlichen Entwicklungsorganisation zurückfließen dürfen. Hier sind belastbare Security- und Rechtekonzepte gefragt, um die nötige Balance zwischen Vertraulichkeit und Informationsfluss zu gewährleisten. Vielen erfahrenen Praktikern, die schon in OEM-Zulieferer-Kontexten gearbeitet haben, dürften diese Anforderungen bekannt vorkommen. Das Fraunhofer IESE ist in der wissenschaftlichen Community des globalen Software Engineering bestens etabliert und arbeitet derzeit mit Industriepartnern an praktikablen und skalierbaren „Cockpits“, die sich dynamisch an die jeweiligen Bedürfnisse der Softwareentwickler anpassen lassen.

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In jedem Fall bleibt Outsourcing ein wichtiger Trend, für den wir in unserem Geschäftsfeld »Information Systems« bereits bewährte Lösungen anbieten. Die Entscheidungskriterien, ob eine Entwicklungsleistung unterbeauftragt werden sollte oder nicht, sind von der Entwicklung rund um Projektleitstände weitgehend unberührt. Das Motto lautet hier also nach wie vor: Nutze die Möglichkeiten, aber nicht um jeden Preis!

Ralf Kalmar | IESE aktuell
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

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