Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Get eReady gestartet: Fraunhofer ISI arbeitet mit Partnern an wirtschaftlichem Flottenmanagement

14.03.2013
Mit Hilfe des Projekts Get eReady soll bis 2015 eine Elektrofahrzeug-Flotte in der Region Stuttgart entstehen: 750 Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge sollen bis dahin neu zugelassen werden.

Das Projekt ist im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität Baden-Württemberg, dem "LivingLab BWe mobil", entstanden. Beteiligt sind das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, die Bosch Software Innovations GmbH, die Athlon Car Lease Germany GmbH Co. KG, die Heldele GmbH Elektro-Kommunikations-Technik und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit 4,7 Millionen Euro gefördert.

Im Projekt Get eReady werden zusammen mit Flottenbetreibern Erkenntnisse gesammelt, wie der Betrieb einer großen E-Mobilflotte in der Praxis wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Durch die hohe Fahrzeugdichte in der Region Stuttgart/Karlsruhe können belastbare Ergebnisse über Fahrprofile, Ladebedarf und erforderliche Platzierung der Versorgungsinfrastruktur gewonnen werden.

Das Fraunhofer ISI ist dabei für die Analyse der technischen und wirtschaftlichen Potenziale zuständig. Projektleiter Dr. Patrick Plötz erklärt: "Mobilität ist so vielfältig wie Personen und Unternehmen. Daher analysieren wir in Get eReady einzelne Fuhrparks und Fahrzeuge hinsichtlich ihrer Ersetzbarkeit durch Elektrofahrzeuge und ob sich daraus auch Einsparungen für die Fuhrparks ergeben. Zudem untersuchen wir die Entscheidungsabläufe in Organisationen und ihren Fuhrparks, um so eine passende Beratung anbieten zu können und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu unterstützen."

Get eReady wendet sich an gewerbliche, öffentliche und nichtkommerzielle Flottenbetreiber mit mindestens zehn Fahrzeugen. Da Fahrzeugflotten in Ballungsräumen häufig auf begrenzte Tagesfahrstrecken bei hoher Auslastung ausgelegt sind, ist die Reichweite der Elektroautos hier ausreichend. Teilnehmer des Projekts erhalten einen Zuschuss, dieser kann für die Anschaffung eines neuen Elektrofahrzeugs genutzt werden. Zudem profitieren sie von einer kostenlosen Ist-Analyse ihres Flottenbetriebs.

In Abstimmung mit den Projektteilnehmern errichten die Kooperationspartner von Get eReady eine breit angelegte Ladeinfrastruktur. Dieses Versorgungsnetz wird mit allen marktüblichen mobilen Endgeräten und kommunikationsfähigen Ladesäulen kompatibel sein. Ziel ist es, die Stromversorgung von E-Mobilen im öffentlich zugänglichen Raum wesentlich zu vereinfachen. Positioniert werden die Ladestationen an Orten, an denen sie auch von Dritten genutzt werden können. Die von Bosch Software Innovations entwickelte intelligente Vernetzung ermöglicht den Zugang zum Stromnetz und die individuelle Abrechnung mit den Betreibern.

Flottenbetreiber, die gern an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich per E-Mail (emobility@bosch-si.com) an James Wells von Bosch Software Innovations wenden.

Das Projekt "Get eReady" ist eines von rund 40 Projekten des baden-württembergischen Schaufensters "Living BWe mobil" und wird mit 4,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert. Die Bundesregierung hat im April 2012 vier Regionen in Deutschland als "Schaufenster Elektromobilität" ausgewählt und fördert hier auf Beschluss des Deutschen Bundestags die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. Insgesamt stellt der Bund für das Schaufensterprogramm Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt. Weitere Informationen unter http://www.schaufenster-elektromobilitaet.org.

Get eReady ist Teil des baden-württembergischen Schaufensters "LivingLab BWe mobil". Hier erforschen mehr als 100 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand Elektromobilität in der Praxis. Das Großforschungsprojekt wird durch das Land Baden-Württemberg unterstützt. Die Projekte konzentrieren sich mit ihren Aktivitäten auf die Region Stuttgart und die Stadt Karlsruhe und sorgen auch international für eine große Sichtbarkeit. Das "LivingLab BWe mobil" steht für einen systemischen Ansatz mit ineinandergreifenden Projekten, die Elektromobilität vom E-Bike über das E-Auto bis hin zum elektrischen Transporter und Plug-in-Linienbussen für jedermann erfahrbar machen. Die Projekte adressieren Fragestellungen zu Intermodalität, Flotten und gewerblichen Verkehren, Infrastruktur und Energie, Stadt- und Verkehrsplanung, Fahrzeugtechnologie, Kommunikation und Partizipation sowie Ausbildung und Qualifizierung. Koordiniert wird das "LivingLab BWe mobil" durch die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie e-mobil BW GmbH und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).

Kontakt:
Anne-Catherine Jung MA
Telefon: +49 721 6809-100
E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de
Twitter: @Fraunhofer_KA
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der breiten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.

Anne-Catherine Jung | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.schaufenster-elektromobilitaet.org/
http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/e/mitarbeiter/plp.php
http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/service/presseinfos/2013/pri13-06_projektstart_get-eready.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht RFID-Technologie: Digitalisierung in der Automobilproduktion
02.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

nachricht Wenn dein Auto weiß, wie du dich fühlst
20.12.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics