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Der japanische Autohersteller Nissan hat ein System vorgestellt, das Autofahrer warnen soll, wenn sie zu schnell auf Kurven zusteuern. Reagiert der Lenker nicht auf die Warnung, wird die Elektronik aktiv und erschwert dem Fahrer das Gasgeben.
"Unser Ziel ist es, ein unfallfreies Fahrzeug herzustellen", so Kazuhiro Doi, Manager in Nissans Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Auch eine Technik, die ruhigere Fahreigenschaften in Kurven verspricht, ist Teil des "Safety Shield Concept" genannten Sicherheitssystems. Die neue Technik soll erstmals im neuen Fuga eingesetzt werden, der in Japan noch dieses Jahr auf den Markt kommt.
Das "Navigation-Cooperative Intelligent Pedal", wie man die Technologie bei Nissan nennt, greift auf aktuelle Geschwindigkeitsdaten und die GPS-Daten des Navigationssystems zu. Nähert sich das Fahrzeug einer Kurve, berechnet das System eine sichere Geschwindigkeit, in der die Kurve passiert werden kann. Ist der Fahrer zu schnell unterwegs, wird er zunächst gewarnt. Verringert er die Geschwindigkeit trotzdem nicht, greift das System aktiv ins Fahrgeschehen ein.
Es hebt das Gaspedal an, um dem Fahrer zu zeigen, dass er die Geschwindigkeit reduzieren sollte. Nimmt der Lenker dann seinen Fuß vom Pedal, bremst das Auto automatisch auf die für die Kurve optimale Geschwindigkeit ab. Der Autofahrer kann natürlich trotzdem weiterhin Gas geben, ihm wird allerdings durch höheren Widerstand am Gaspedal signalisiert, dass er zu schnell ist.
"Aktive Fahrsicherheitssysteme sind jedenfalls zu begrüßen, solange der Fahrer die volle Kontrolle über das Auto behält", so Max Lang, Cheftechniker des Autofahrerklubs ÖAMTC http://www.oeamtc.at im Gespräch mit pressetext. Solche elektronischen Fahrhilfen, so der Experte, sollen in Zukunft immer häufiger eingesetzt werden, die Sicherheit der Autofahrer erhöhen und gleichzeitig deren Geldbörse entlasten. "Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es bald ein ähnliches System geben wird, das den Fahrer über höheren Widerstand am Gaspedal auf Geschwindigkeitsbeschränkungen hinweist", sagt Lang.
Zusätzlich zum Intelligent-Pedal hat Nissan auch noch eine Technologie namens "Active Stability Assist" vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein System, das die Fahreigenschaften in Kurven verbessern soll, indem es Bremskraft und Drehzahl richtig auf die Räder verteilt, wodurch das Feedback des Fahrzeugs weicher wird und der Fahrer mehr Kontrolle über das Fahrzeug gewinnt. Beim Bremsen dosiert das System die auf die einzelnen Räder wirkende Bremskraft so, dass das für den jeweiligen Kurvenradius errechnete Optimum erreicht wird. Beide Neuerungen wurden bereits auf dem Nissan-Testgelände nahe Tokio getestet, und sollen fehlerfrei funktionieren.
Dominik Erlinger | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.nissan.de
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