Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Futuristischer Seitenaufprallschutz

05.04.2006
Aktive Materialien treten bei Gefahr in Aktion

Auf der SafetyExpo vom 5. bis 7. April in Aschaffenburg präsentieren Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF einen neu entwickelten Seitenaufprallschutz für PKWs. Kamera und Radarsensor übermitteln das Geschehen in der Fahrzeugumgebung via Pre-Crash-Sensoren ununterbrochen an ein Kontrollsystem. Dieses System beurteilt die Informationen bezüglich eines potenziellen Unfalls und entscheidet sofort, welche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Scheint ein Seitenaufprall nahe, treten aktive Materialien (Formgedächtnislegierungen) in Aktion. Sie setzen einen Verrieglungsmechanismus in Kraft, der die Fahrzeugseiten verstärkt und den Fahrer schützt.


EU-Projekt APROSYS soll passive Sicherheit erhöhen

Grundlage für die Forschungen bildet das EU-Projekt APROSYS (Advanced Protective Systems), das die Entwicklung kritischer Technologien zur Optimierung der passiven Sicherheit im europäischen Straßenverkehr fördert. Im Rahmen dieses Projektes muss das Verrieglungssystem von LBF nachweisen, dass die aktiven Materialien zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können, erklärt Björn Seipel, Wissenschaftler im Kompetenzcenter Mechatronik/Adaptronik des Fraunhofer Instituts, gegenüber pressetext.

"Das Besondere an diesem System ist, dass die aktiven Materialien beim Ausbleiben des Aufpralls in ihre ursprüngliche Form zurückkehren und für den erneuten Einsatz bereit sind. Man braucht das System also nicht zu ersetzen, wie das zum Beispiel bei Airbags der Fall ist", so Seipel.

Neben dem Aufprallschutzbereich kann der Mechanismus in jedem Bereich, in dem schnell etwas verriegelt werden muss, angewendet werden, so Seipel. Auch in der Sicherheitstechnik und im Schiffbau könnte das Verrieglungssystem sehr von Nutzen sein. Verschiedene Industrien haben schon konkretes Interesse gezeigt. Bis wann das System angewendet werden kann, ist derzeit noch schwer zu sagen, meint Seipel.

Reanne Leuning | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fraunhofer.de
http://www.aprosys.com

Weitere Berichte zu: Seitenaufprallschutz Verrieglungssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten