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Das gleißende Scheinwerferlicht spiegelt sich an der silberfarbenen Karosserie des SuperLightCar (SLC); schnell wird noch einmal die Position der Kameras geprüft. Die Regie gibt letzte Anweisungen, dann kann es losgehen. Klappe - Film ab: Das SLC kommt voraussichtlich am 26. Februar um 22.00 Uhr ins "heute-Journal" des ZDF.
Eigens für das Filmteam des ZDF wurde die SLC-Karosse, ein Demonstrationsobjekt in Golfgröße, von VW in Wolfsburg nach Darmstadt gebracht und im Foyer des Fraunhofer LBF aufgebaut. Knapp hat es durch die Tür des Instituts gepasst, nur selten verirrt sich ein Fahrzeug in den Eingangsbereich des Forschungszentrums.
Im Mittelpunkt des Beitrags, der in den kommenden Tagen ausgestrahlt werden soll, stehen die Themen Leichtbau, neue Werkstoffe und Fügeverfahren.
Dr. Thomas Bruder, Kompetenzcenterleiter CAx Technologien des Fraunhofer LBF, erläutert "Die Gewichtsreduzierung trägt wesentlich zur Verbrauchs- und damit Emissions-Reduzierung bei, aber auch die Fahreigenschaften und die Fahrleistungen können verbessert werden. Allerdings muss die Gewichtsreduzierung immer im Einklang mit anderen Entwicklungszielen stehen. Rechnerische Simulation unterstützt hierbei einen schlanken Entwicklungsprozess." Für die derzeit viel diskutierten Elektrofahrzeuge, sagt Dr. Bruder, stellen sich zusätzliche Anforderungen an die Fahrzeugstruktur.
Dr. Martin Goede, Leiter Fahrzeugleichtbau der Volkswagen Konzernforschung, Wolfsburg, und SLC-Gesamtprojektleiter zeigt die im Prototyp umgesetzten Forschungsergebnisse konkret an der ausgestellten SLC-Karosserie auf. Als ausgewiesener Experte in Sachen Leichtbau ist seine Meinung gefragt, wenn es darum geht, leichte und sparsame Autos zu bauen. "Erstmals wurden zukunftsweisende Mischbauweisen - ein "intelligenter" Material-Mix - für ein Großserienfahrzeug der Kompaktklasse dargestellt."
38 Partner aus Industrie und Forschung arbeiteten im Rahmen des SLC-Förderprojekts der Europäischen Union zusammen, um das Auto zukunftstauglich zu machen. Neue Werkstoffe und eine innovative Leichtbauweise sollen mehr als 30 Prozent Gewicht einsparen und damit den Kraftstoffverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen vermindern. Die Anforderungen an die Technik sind hoch, vor allem um gleichzeitig die Sicherheit der Fahrzeuge zu erhöhen.
Das Fraunhofer LBF beteiligte sich am Projekt SLC mit experimentellen und numerischen Untersuchungen von gefügten Leichtbauwerkstoffen und - exemplarisch - von Karosseriezusammenbauten. Letztere bestanden aus einer Seite des Vorderwagens und beinhalteten das Radhaus, die Federbeinaufnahme und die Längsträger. Das Fraunhofer LBF führte an diesem Karosseriebereich Betriebsfestigkeitsanalysen für zwei Varianten - dem SLC-Leichtbau-Prototyp sowie als Referenz dem herkömmlich aufgebauten VW Golf - durch. Zudem untersuchten die Darmstädter Forscher die Schwingfestigkeit von unterschiedlichen Werkstoffkombinationen und Fügeverbindungen, und leiteten aus diesen grundlegenden Untersuchungen Kennwerte für die rechnerische Simulation ab.
Das Ergebnis des SLC Projektes - eine durch intelligente Mischbauweise aus Stahl, Leichtmetallen und strukturverstärkten Kunststoffen um 100kg gewichtsreduzierte Rohkarosserie - gibt wichtige Impulse für den Karosseriebau von morgen.
Anke Zeidler-Finsel | Quelle: Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen: www.lbf.fhg.de/
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