Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-Software FEMZIP sorgt für höhere Produktivität im Automobilbau

27.07.2009
Die neue Version der etablierten Software zur Kompression von Simulationsdaten ist in vielen Postprozessoren integriert, nutzt jetzt das Datenformat "HDF 5" als Standard und läuft durchgängig auf Mehrprozessorsystemen - VW unterstützte die Entwicklung.

Die vom Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI entwickelte Software FEMZIP komprimiert Simulationsdaten auf bis zu ein Zehntel ihrer Originalgröße - ohne relevanten Genauigkeitsverlust. Automobilhersteller aus Europa, den USA und Asien setzen FEMZIP zur Kompression der Ergebnisse aus Crash-Simulationen bereits standardmäßig ein.

"Auch Zulieferbetriebe und Ingenieurbüros erkennen in zunehmendem Maße die großen Einsparungspotenziale durch Datenkompression", sagt Prof. Dr. Ulrich Trottenberg, Institutsleiter des Fraunhofer SCAI. Clemens-August Thole, Leiter der SCAI-Abteilung Numerische Software, nennt die Vorteile: "Weniger Speicherplatz, geringere Netzwerkbelastung und vor allem höhere Produktivität der Ingenieure durch die deutlich reduzierten Einlesezeiten in Postprozessoren."

Mit Unterstützung der Volkswagen AG hat SCAI die neue Version 5 von FEMZIP in entscheidenden Punkten verbessert. Durch Integration in Postprozessoren, zum Beispiel in Animator 4 von GNS, wurde die Effizienz weiter gesteigert. "Die Einlesezeiten für eine komprimierte PAM-CRASH(TM)-Datei können mit unserem Postprozessor Animator 4 um über die Hälfte verkürzt werden", berichtet Stefan Hanson, Geschäftsführer der Gesellschaft für numerische Simulation (GNS) in Braunschweig.

Außerdem nutzt FEMZIP jetzt das Datenformat "HDF 5" als Standard und kann durchgängig auf Mehrprozessor-Rechnern ausgeführt werden.

Zusätzlich zu den Crash-Simulationsprogrammen PAM-CRASH und LS-DYNA können jetzt auch Nutzer der Software MSC Nastran Ergebnisse aus NVH (Noise, Vibration, Harshness)-Simulationen komprimieren.

FEMZIP wird durch die scapos AG, den Vertriebspartner des Fraunhofer SCAI, und renommierte Partner (wie DYNAmore, CDH, GNS, ARUP u. a.) weltweit vertrieben. Version 5 von FEMZIP ist ab sofort verfügbar.

Michael Krapp | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de/kompression
http://www.scapos.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Neue Akzente für das Ambiente im Automobil
19.09.2017 | Schott AG

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie