Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer Projekt SuperLightCar (SLC)

26.02.2010
ZDF dreht beim Fraunhofer LBF in Darmstadt: Heute-Journal berichtet über Projekt SuperLightCar (SLC)

Das gleißende Scheinwerferlicht spiegelt sich an der silberfarbenen Karosserie des SuperLightCar (SLC); schnell wird noch einmal die Position der Kameras geprüft. Die Regie gibt letzte Anweisungen, dann kann es losgehen. Klappe - Film ab: Das SLC kommt voraussichtlich am 26. Februar um 22.00 Uhr ins "heute-Journal" des ZDF.


SuperLightCar besteht aus einem intelligenten Materialien-Mix. Foto: Fraunhofer LBF

Eigens für das Filmteam des ZDF wurde die SLC-Karosse, ein Demonstrationsobjekt in Golfgröße, von VW in Wolfsburg nach Darmstadt gebracht und im Foyer des Fraunhofer LBF aufgebaut. Knapp hat es durch die Tür des Instituts gepasst, nur selten verirrt sich ein Fahrzeug in den Eingangsbereich des Forschungszentrums.

Im Mittelpunkt des Beitrags, der in den kommenden Tagen ausgestrahlt werden soll, stehen die Themen Leichtbau, neue Werkstoffe und Fügeverfahren.

Dr. Thomas Bruder, Kompetenzcenterleiter CAx Technologien des Fraunhofer LBF, erläutert "Die Gewichtsreduzierung trägt wesentlich zur Verbrauchs- und damit Emissions-Reduzierung bei, aber auch die Fahreigenschaften und die Fahrleistungen können verbessert werden. Allerdings muss die Gewichtsreduzierung immer im Einklang mit anderen Entwicklungszielen stehen. Rechnerische Simulation unterstützt hierbei einen schlanken Entwicklungsprozess." Für die derzeit viel diskutierten Elektrofahrzeuge, sagt Dr. Bruder, stellen sich zusätzliche Anforderungen an die Fahrzeugstruktur.

Dr. Martin Goede, Leiter Fahrzeugleichtbau der Volkswagen Konzernforschung, Wolfsburg, und SLC-Gesamtprojektleiter zeigt die im Prototyp umgesetzten Forschungsergebnisse konkret an der ausgestellten SLC-Karosserie auf. Als ausgewiesener Experte in Sachen Leichtbau ist seine Meinung gefragt, wenn es darum geht, leichte und sparsame Autos zu bauen. "Erstmals wurden zukunftsweisende Mischbauweisen - ein "intelligenter" Material-Mix - für ein Großserienfahrzeug der Kompaktklasse dargestellt."

38 Partner aus Industrie und Forschung arbeiteten im Rahmen des SLC-Förderprojekts der Europäischen Union zusammen, um das Auto zukunftstauglich zu machen. Neue Werkstoffe und eine innovative Leichtbauweise sollen mehr als 30 Prozent Gewicht einsparen und damit den Kraftstoffverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen vermindern. Die Anforderungen an die Technik sind hoch, vor allem um gleichzeitig die Sicherheit der Fahrzeuge zu erhöhen.

Das Fraunhofer LBF beteiligte sich am Projekt SLC mit experimentellen und numerischen Untersuchungen von gefügten Leichtbauwerkstoffen und - exemplarisch - von Karosseriezusammenbauten. Letztere bestanden aus einer Seite des Vorderwagens und beinhalteten das Radhaus, die Federbeinaufnahme und die Längsträger. Das Fraunhofer LBF führte an diesem Karosseriebereich Betriebsfestigkeitsanalysen für zwei Varianten - dem SLC-Leichtbau-Prototyp sowie als Referenz dem herkömmlich aufgebauten VW Golf - durch. Zudem untersuchten die Darmstädter Forscher die Schwingfestigkeit von unterschiedlichen Werkstoffkombinationen und Fügeverbindungen, und leiteten aus diesen grundlegenden Untersuchungen Kennwerte für die rechnerische Simulation ab.

Das Ergebnis des SLC Projektes - eine durch intelligente Mischbauweise aus Stahl, Leichtmetallen und strukturverstärkten Kunststoffen um 100kg gewichtsreduzierte Rohkarosserie - gibt wichtige Impulse für den Karosseriebau von morgen.

Anke Zeidler-Finsel | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.lbf.fhg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht 3D-Scans für die Automobil-Industrie
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Jedem Fahrer das passende Fahrzeug
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie