Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-Forscher entwickeln an der Universität zu Köln das "MP3" für Crash-Simulationsergebnisse

05.09.2007
Mit neuen Themen und neuen Räumen zeigt Europas führende Organisation für angewandte Forschung Präsenz in der Domstadt

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI in Sankt Augustin, geleitet von Professor Dr. Ulrich Trottenberg, lagert eine seiner Forschungsabteilungen an die Universität zu Köln aus. Die Abteilung "Numerische Software" bezieht neue Räume in der Gyrhofstraße 8b. Damit ist die Fraunhofer-Gesellschaft, Europas führende Organisation für angewandte Forschung, erstmals auch in Köln vertreten.

Zur Eröffnung der Außenstelle am Freitag, dem 7. September von 11 bis 13 Uhr erwarten die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft unter anderem Grußworte von Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln, Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, sowie von Professor Dr. Ulrich Buller, dem Vorstand für Forschungsplanung der Fraunhofer-Gesellschaft in München.

In kurzen Fachvorträgen geben die Wissenschaftler der Außenstelle Einblicke in ihre künftigen Kölner Forschungsaktivitäten: Schnelle Lösungsverfahren für Gleichungssysteme mit 100 Millionen Unbekannten, Numerische Simulation im Chip Design sowie die Entwicklung eines "MP3" für Wetterdaten. Hinter der letztgenannten Aktivität verbirgt sich ein Kompressionsverfahren, mit dessen Hilfe sich Simulationsdaten aus der Wettervorhersage oder aus Crash-Versuchen in der Automobilindustrie auf bis zu ein Zehntel ihrer Originalgröße reduzieren lassen. Da in vielen Bereichen der Industrie täglich mehrere Gigabyte große Datensätze anfallen, deren Speicherung und Versand überaus aufwändig ist, besteht eine große Nachfrage nach solchen Kompressionsverfahren. "Unsere Kunden sparen Kosten für Speicherplatz und können die Auslastung ihrer Netzwerke drastisch senken," sagt Clemens-August Thole, Leiter der Außenstelle.

... mehr zu:
»Algorithmus »Trottenberg

Die Initiative zur verstärkten Fraunhofer-Präsenz an der Universität zu Köln geht auf Professor Dr. Ulrich Trottenberg zurück. Trottenberg ist Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen an der Universität und leitet zugleich das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI in Sankt Augustin. Gute Verbindungen hat Trottenberg auch zum Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz. Dort leitet er die Organisationseinheit "Simulations- und Softwaretechnik" (SISTEC).

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI ist Partner der Wirtschaft für Computersimulationen in der Produkt- und Verfahrensentwicklung und für Optimierungsfragen in Produktion, Logistik und Planung. Das Institut beschäftigt rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in interdisziplinären Teams der Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Ingenieurwissenschaften, Physik, Biologie und Chemie. Hinzu kommen rund 50 Diplom- und Master-Studierende sowie Doktoranden. Der Jahresetat des Fraunhofer SCAI beträgt rund acht Millionen Euro.

Ansprechpartner:
Dipl.-Journ. Michael Krapp, Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI), Marketing und Kommunikation
Schloss Birlinghoven, 53754 Sankt Augustin
Telefon: 02241/14-2935, Fax: 02241/14-42935
E-Mail: michael.krapp@scai.fraunhofer.de

Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Algorithmus Trottenberg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Informatiker der Saar-Uni verhindern Auto-Fernsteuerung durch Hacker
03.11.2016 | Universität des Saarlandes

nachricht Gewichtseinsparung durch lasergestützte Materialbearbeitung im Automobilbau
07.10.2016 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie