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Flugsimulatoren steuern die Automobilsimulatoren-Technologie

12.10.2004


Wenn von Transportsimulatoren die Rede ist, denkt jeder sofort an Flugsimulatoren. Die einzigen anderen Transportsimulatoren, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind, werden neben der sorgfältigen Sicherheitsüberwachung in der Videospielautomatenindustrie eingesetzt.


Die durch den ersten Flug in einem Motorflugzeug berühmt gewordenen Wright Brothers spielten auch eine wichtige Rolle beim Bau des weltweit ersten Flugsimulators. Heute, mehr als 100 Jahre später, ist die Technik so weit fortgeschritten, dass fast jeder Zugang zu einem Simulator hat, sei es ein Simulator für Berufspiloten oder die Spielkonsole zu Hause.

Das Problem bei Spielkonsolen und selbst bei moderneren Arcade Games liegt darin, dass diese Simulatoren in einer geschlossenen Umgebung keine geschlossenen Geräusche und Vibrationen sowie Grafiken erzeugen können. Deshalb werden Wirkung und Vergnügen durch den Mangel an Realismus, Bewegungsempfinden und Transmissionsgefühl gedämpft.


Gelingt es, diesen realistischen Eindruck zu erzeugen, wird Adrenalin ausgeschüttet, ebenso Gefühle wie Furcht, Vorfreude und Besorgnis so wird das Erlebnis weitaus realistischer. Um diesen Anforderungen jedoch gerecht werden zu können, braucht man moderne Technologien, gepaart mit einer beträchtlichen Portion innovativen Denkens, Erfindungsgabe sowie wirtschaftlichen Visionen - und all das zu einem erschwinglichen Preis.

Ein solcher Simulator wurde für die Unterhaltungsindustrie entwickelt und seine technischen Ergebnisse gelten als bemerkenswert. Dies ist kaum überraschend, insbesondere da er einen bewegungsabhängigen Algorithmus aus Flugsimulatoren implementiert, durch den die typischen speziellen Merkmale und Eigenheiten von Bodenfahrzeugen nachempfunden werden können.

Durch den innovativen Einsatz eines eigens dafür entwickelten computergestützten Bilddarstellungssystems in einem einfachen Videospielmotor kann die Nutzung großer Rechensysteme und komplexer kommerzieller Software vermieden werden. Deshalb hat sich das Gerät zu einem dynamischen Fahrsimulator entwickelt, der in Echtzeit funktioniert und darüber hinaus die neuesten Theorien zum Bodenkontakt von Reifen integriert. Das Anschauungsmodell kann an der Universität von Zaragoza, Spanien, besichtigt werden.

Mario Maza | ctm
Weitere Informationen:
http://www.unizar.es

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