Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entformungsproblem gelöst, Kontaminationen vermieden

07.07.2006
Lasergeschweißtes Öl-Saugrohr aus Zytel® in Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen
Im zukunftsweisenden Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen leitet ein Saugrohr aus heißölbeständigem Zytel® Polyamid von DuPont das Öl vom Filter zum Steuergerät, das die Funktionen dieses direktschaltenden Sechsgang-Automatikgetriebes kontrolliert. Bei der Herstellung dieses komplex geformten Rohres kombiniert der Automobilzulieferer IBS Filtran, Morsbach, das Spritzgießverfahren mit dem Laser-Durchstrahlschweißen. Diese Lösung ermöglicht den kosteneffizienten Einsatz leicht entformbarer Einzelteile. Die Lasertechnologie bewährt sich dabei als Material schonendes Fügeverfahren, bei dem keine losen Partikel entstehen, die das Öl verunreinigen könnten. Ein Ring aus hitze- und ölbeständigem Vamac® Ethylen-Acrylat-Kautschuk von DuPont dichtet das Saugrohr gegen das Getriebegehäuse ab.

Dazu Geschäftsführer Markus Beer: „Das Öl-Saugrohr passt sich präzise in den engen Bauraum ein, unabhängig davon, ob die Öltemperatur bei –40 °C oder bei +140 °C liegt. Das von uns gewählte Zytel® 70G30 HSLR mit 30 Gew.-% Glasfasern ermöglicht geringe Wanddicken und damit ein niedriges Bauteilgewicht bei zugleich sehr hoher Festigkeit. Selbst wenn die Temperatur und der Unterdruck im System Spitzenwerte annehmen und zugleich Schläge und Vibrationen hohe Beschleunigungskräfte bewirken, sind die Deformationen minimal. Dadurch arbeitet der vorgeschaltete Saugfilter stets optimal, und Kollisionen mit den dicht benachbarten, bewegten Getriebeteilen sind ausgeschlossen.“

Die für die Fertigung von Hohlkörpern nahe liegende Möglichkeit des Blasformens verwarf IBS Filtran, was Konstruktionsleiter Michael Jacob so begründet: „Mit diesem Verfahren ließ sich weder die hohe Anforderung an die Gleichmäßigkeit der Strömungsquerschnitte und Wanddicken erfüllen, noch war sicher auszuschließen, dass sich Glasfaserpartikel von der Innenfläche lösen und das empfindliche Ventilsystem hinter dem Öl-Saugrohr stören würden. Wir entschieden uns deshalb für das Spritzgießen, mussten dazu aber den Hohlkörper teilen, um das Entformen zu erleichtern. Wir konnten dabei aber nicht einfach zwei Halbschalen herstellen und diese anschließend mit einem herkömmlichen Schweißverfahren verbinden, denn die dafür erforderlichen Fügeflächen wären zu breit gewesen, und zudem hätten sich Partikel aus dem Schweißaustrieb lösen können, was unbedingt zu vermeiden war.“

IBS Filtran löste dieses Problem letztendlich in Form eines Rohres mit versetzt gegenüber angeordneten, offenen Bereichen. Jacob weiter: „Dieses Teil aus einer Laser absorbierendem Variante von Zytel® 70G30 HSLR lässt sich in einem Werkzeug mit einer einzigen Trennebene fertigen. Auf die offenen Bereiche schweißen wir dann mit dem Laserstrahl zwei ebenfalls spritzgegossene Deckel aus dem gleichen, hier aber lasertransparenten Zytel® Grundtyp. Die Schweißnaht ist auf einen sehr engen Bereich begrenzt und dabei zuverlässig luft- und öldicht. Weil die im Ölkontakt stehenden Einzelteil-Oberflächen unbeeinflusst bleiben, besteht keine Gefahr, dass sich Kunststoffpartikel ablösen und in den gefilterten Ölstrom gelangen. Letztendlich verbindet das Laserdurchstrahlschweißen für uns eine optimale Kombination aus Kosteneffizienz und Sicherheit.“

DuPont bietet seine Kunden umfangreiche Hilfestellung bei der Entwicklung von lasergeschweißten Bauteilen. Diese beginnt bei der Auswahl geeigneter Thermoplaste und reicht bis zur Fertigungsoptimierung in Zusammenarbeit mit erfahrenen Herstellern von Laserschweißanlagen. Dabei umfasst das Portfolio der laserschweißbaren technischen Kunststoffe Zytel® PA-6- und -66-Typen, Crastin® PBT, Rynite® PET und Delrin® Polyacetal sowie auch die hoch wärmebeständigen Zytel® HTN Hochleistungspolyamide. Speziell bei den Zytel® PA-Standardtypen sind nicht nur naturfarbene und damit lasertransparente sowie schwarze, Laser absorbierenden Typen verfügbar, sondern für beide Funktionen sind auch andere Einfärbungen und damit unterschiedliche Farbkombinationen möglich.

IBS Filtran, ein Joint-Venture der SPX Filtran und der Familie Fritz Brocke, ist ein in Europa führender Entwickler und Hersteller von Filtersystemen für Automatikgetriebe und Motoren. Zum Produktprogramm des in Morsbach im Bergischen Land ansässigen Kfz- Zulieferers gehören Saug- und Druckölfilter, Vollkunststoff-Ölwannen, Filtermedien, Kunststoffteile sowie Rundum-Service bei Entwicklung, Konstruktion, Test und Produktion.

DuPont Engineering Polymers produziert und vertreibt Crastin® PBT und Rynite® PET thermoplastische Polyester, Delrin® Polyacetale, Hytrel® thermoplastische Polyesterelastomere, DuPont™ ETPV technische thermoplastische Vulkanisate, Minlon® mineralgefüllte Polyamide, Thermx® PCT Polycyclohexylen-Dimethylterephthalat, Tynex® Filamente, Vespel® Teile und Profile, Zenite® LCP flüssigkristalline Kunststoffe, Zytel® Polyamide und Zytel® HTN Hochleistungspolyamide. Diese Produkte werden weltweit in der Luftund Raumfahrt, im Gerätebau, in der Automobil- sowie der Elektrik- und Elektronik- Industrie, Gesundheitswesen, für Verbrauchsgüter, in der allgemeinen Industrie sowie für Sportartikel und viele andere Anwendungen eingesetzt.

DuPont ist ein wissenschaftlich orientiertes Unternehmen. 1802 gegründet, setzt DuPont die Wissenschaften für nachhaltige Problemlösungen ein, die für Menschen allerorts das Leben besser, sicherer und gesünder machen. DuPont ist in über 70 Ländern aktiv und bietet eine breite Palette innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Elektronik, Kommunikation, Sicherheit und Schutz, Bauen und Wohnen, Transport und Bekleidung.

Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und Produktnamen mit der Kennzeichnung ® sind markenrechtlich geschützt für DuPont oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

Horst Ulrich Reimer | Du Pont de Nemours (Deutschland)
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Berichte zu: IBS Polyamid Zytel Öl-Saugrohr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Neue Akzente für das Ambiente im Automobil
19.09.2017 | Schott AG

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise