Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieeffiziente und Klima schonende Antriebskonzepte für Off-Road-Nutzfahrzeuge

24.06.2010
Im Forschungsprojekt "LiB-OFF-Road" entwickelt die Fachhochschule Köln gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern energieeffiziente und Klima schonende Antriebskonzepte für Off-Road-Nutzfahrzeuge.

Auch Off-Road-Nutzfahrzeuge der Land- und Baumaschinenindustrie haben einen nicht unerheblichen Anteil am globalen Schadstoffausstoß. Im Gegensatz zum Automobilbereich gibt es für Nutzfahrzeuge wie Baumaschinen, Landmaschinen und Forstmaschinen bislang keine serienmäßigen Hybrid- oder vollelektronische Fahrzeuge.

Bei der Hybridisierung oder Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen müssen die Entwickler neben dem Fahrantrieb auch den Antrieb der Arbeitswerkzeuge berücksichtigen, die zudem sehr viel Energie verbrauchen. Und dieser hohe Energiebedarf ist auch ein großes Problem für die Hybridtechnik, weil sie einen entsprechend großen Energiespeicher benötigt. Um eine serienmäßige Nutzung von Lithium-Ionen-Batterien in landwirtschaftlichen und anderen Nutzfahrzeugen zu ermöglichen, werden jetzt in dem Forschungsprojekt »LIB-OFF-ROAD« (Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien in Off-Road-Nutzfahrzeugen zur Effektivitäts- und Autarkiesteigerung), die Energiespeicher technologisch weiterentwickelt.

Projektpartner sind das Kölner Labor für Baumaschinen (KLB) im Institut für Landmaschinentechnik und Regenerative Energien der Fachhochschule Köln unter Leitung von Prof. Dr. Alfred Ulrich, die Technische Universität München (Institut für Verbrennungskraftmaschinen), das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung in Ulm sowie Industriepartner der Branche für mobile Arbeitsmaschinen. Das Forschungsprojekt wird für die Dauer von drei Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern werden im Projekt LiB-OFF-Road Modelle für eine Lithium-Ionen Batterie, einen Dieselmotor sowie für verschiedene Antriebsstränge entwickelt und bei bestimmten Lastzyklen analysiert. Ziele sind die Entwicklung eines effizienten Energiemanagementkonzepts sowie der Aufbau und Test eines Prototyps mit hybriden Antrieb, um u. a. den Zusammenhang zwischen Abgasemission und Hybridisierung untersuchen zu können.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.000 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehören neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Das Kölner Labor für Baumaschinen (KLB) im Institut für Landmaschinentechnik und Regenerative Energien der Fakultät 09 der Fachhochschule Köln ist ein gefragter Forschungspartner, der den kompletten Produktentwicklungsprozess von der Entwicklung der Produktidee bis zur Markteinführung begleitet. Leiter ist Prof. Dr. Alfred Ulrich. In die Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden Projekt- und Masterarbeiten sowie kooperative Promotionen eingebunden. Zu den Kooperationsprojekten zählen u. a. die Entwicklung eines hydraulischen Andocksystems (Variolock), die Entwicklung einer modellbasierten Regelung für die Fahrzeugquerdynamik bei mobilen Arbeitsmaschinen (MoBa Control) und die Entwicklung eines Verfahrens für den Einbau von zwei Asphaltschichten – heiß auf heiß – in einem Arbeitsgang (Kompaktasphalt).

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln
Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme
Institut für Landmaschinentechnik
Kölner Labor für Baumaschinen
Dipl.-Ing. Jörg Lommatsch
Tel.: 0221/82 75 -24 18;
Fax: 0221/82 75 -724 18;
E-Mail: joerg.lommatsch@fh-koeln.de
Prof. Dr. Alfred Ulrich
E-Mail: alfred.ulrich@fh-koeln.de
Kontakt für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/82 75-31 19;
Fax: 0221/82 75-33 94
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise