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Elektronik bremst Hydraulik aus

21.05.2007
DEKRA-Eistest zeigt überragende Überlegenheit der Elektronischen Keilbremse von Siemens VDO gegenüber aktuellen Hydraulikbremssystemen

Bereits im Prototypenstadium ist die Elektronische Keilbremse EWB (engl. für Electronic Wedge Brake) von Siemens VDO leistungsfähiger als aktuelle hydraulische Bremssysteme und erreicht auf Eis rund 15 Prozent kürzere Bremswege. Dies wurde im Rahmen eines DEKRA-Gutachtens über die Bremsleistung auf aufgerautem Eis im schwedischen Arjeplog bestätigt.

Moderne Autos werden heute mit hydraulischen Bremsen verzögert. Elektronik assistiert dabei, um Bremswege zu verkürzen oder ein Ausbrechen zu verhindern. Im Vergleich mit vier Mittelklassefahrzeugen erreichte ein mit der Elektronischen Keilbremse EWB ausgestattetes Versuchsfahrzeug ohne Hydraulik sichtbar bessere Bremsleistungen. Der Bremsweg aus 80 Stundenkilometern war unter DEKRA-Begutachtung auf aufgerautem Eis im Mittel knapp 15 Prozent kürzer als der mittlere Bremsweg der vier Vergleichsfahrzeuge. Benötigte das EWB-Versuchsfahrzeug im Schnitt 64,5 Meter, um zum Stillstand zu kommen, reichte die Spanne bei den hydraulisch gebremsten Fahrzeugen von 71,8 Metern bis zu 78,4 Metern. Das bedeutet, dass die klassisch hydraulisch gebremsten Serienfahrzeuge in einer Notbremssituation noch zwischen 27 und 34 Stundenkilometer schnell sein wären, während das EWB-Fahrzeug bereits zum Stehen gekommen ist.

"Die diesjährigen Eistests haben beweisen, dass der Prototyp der EWB schon heute die hydraulischen Bremsen in den Schatten stellt. Damit sind wir im Zeitplan und können im Jahr 2010 den Automobilherstellern mit der Elektronischen Keilbremse eine echte Alternative zur dann veralteten Hydraulikbremse zur Verfügung stellen", sagte Bernd Gombert, Technischer Geschäftsführer des Geschäftsbereiches Chassis&Safety von Siemens VDO und damit verantwortlich für die Entwicklung der EWB.

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Der zur Siemens AG gehörende Bereich Siemens VDO Automotive, Regensburg, ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik und ermöglicht mit seinen Produkten individuelle Mobilität sowie effizienten Güterverkehr auf der Straße. Als Entwicklungspartner der Automobilindustrie fertigt das Unternehmen Automobilelektronik und -mechatronik für weniger Emissionen, mehr Sicherheit und Fahrkomfort sowie eine bessere Information und Vernetzung des Fahrers mit der Außenwelt. Siemens VDO erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 (30.9.2006) einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro und erzielte auf Basis von US-GAAP ein Ergebnis von 669 Millionen Euro.

Enno Pflug | Siemens VDO Automotive
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.com

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