Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

e-Mobility: Strategische Partnerschaft mit China

03.11.2010
TU Berlin und Shanghai Jiao Tong Universität planen gemeinsame Forschungsprojekte

Die TU Berlin plant gemeinsame Forschungsprojekte mit der Shanghai Jiao Tong Universität (SJTU) im Bereich der „e-Mobility“. Während eines Besuchs des TU-Präsidenten Professor Dr.-Ing. Jörg Steinbach in China im September dieses Jahres unterzeichneten er und SJTU-Vizepräsident Professor Dr. ZHANG WenJun dazu eine erste Absichtserklärung.

Schwerpunkte der Kooperation sollen Forschung zu und Entwicklung von entscheidenden Technologien und Produkten zur Umsetzung von Elektromobilität sein. Dazu gehören insbesondere die Entwicklung neuartiger leichter Materialien für Elektrofahrzeuge, die Weiterentwicklung der alternativen Antriebs- und Batteriesysteme sowie der nötigen Infrastruktur zur Massenproduktion. Geplant ist außerdem, Prototypen zu entwerfen und herzustellen, die in beiden Ländern als Vorführmodelle genutzt werden können. „Wir fördern ganz bewusst Forschungsaktivitäten für dieses wichtige Zukunftsfeld in unserer Universität. Damit empfehlen wir uns internationalen Partnern und stärken gleichzeitig den Wissenschaftsstandort Berlin“, so TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach.

Die Aktivitäten reihen sich ein in die Planungen zum Aufbau eines deutsch-chinesischen Forschungsnetzwerkes im Bereich Elektromobilität, das zwischen fünf chinesischen TOP-Universitäten und dem deutschen TU9-Verbund im Juni 2010 initiiert wurde. Im Beisein von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan, ihrem chinesischen Amtskollegen Prof. Wan Gang und der mitgereisten TU9-Repräsentanten, darunter Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, wurde ein Memorandum of Understanding über die geplante Forschungszusammenarbeit im Bereich der Elektromobilität unterzeichnet.

In beiden Ländern ist das Thema hochaktuell. Der bereits im August 2009 vom Bundeskabinett verabschiedete nationale Entwicklungsplan Elektromobilität bildet den Rahmen für die künftige Weiterentwicklung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Deutschland. Darüber hinaus wurde die Region Berlin/Potsdam zum Testzentrum für Elektromobilität in Deutschland ernannt.

Die chinesische Regierung fördert die Entwicklung und Einführung alternativer Antriebe über verschiedene Programme; auch werden verstärkt internationale Kooperationen gebildet. Im Rahmen des Programms „10 Städte, 1000 alternative Antriebe“ sollen ausgewählte Städte bis zum Jahr 2012 Flotten von je 1000 alternativ angetriebenen Fahrzeugen aufbauen. Shanghai hat zur „Expo 2010“ Busse, Dienstwagen und Taxis mit Hybrid- oder Elektroantrieben eingesetzt. Bis zum Jahr 2011 sollen 5 Prozent der landesweit verkauften Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ausgerüstet sein.

Jörg Steinbach würdigte die nun geplanten Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität als ein Zeichen für die weitere Festigung der strategischen Partnerschaft und ein Bekenntnis zur langfristigen Zusammenarbeit beider Universitäten. Die TU Berlin pflegt bereits seit mehr als 25 Jahren enge Beziehungen zur Shanghai Jiao Tong Universität, die zu den Top Ten-Universitäten in China gehört. Neben Doppeldiplomabkommen in den Fächern Informatik und Prozesswissenschaften bestehen auch ein reger Studierendenaustausch im Bereich Elektrotechnik und weitere Kooperationsverträge in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften sowie der Technikgeschichte. Darüber hinaus wurde im Jahr 2005 ein gemeinsames Forschungszentrum für Informations- und Kommunikationstechnologie eingerichtet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin, Tel.: 030/314-23820, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de

Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter: Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter: http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE