Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die deutsche Automobilindustrie bleibt in Dieseltechnik weiter vorn

06.02.2003


Die deutsche Automobilindustrie konnte Kraftstoffverbrauch und Emissionen weiter absenken. Nach ersten vorläufigen Berechnungen ist der Kraftstoffverbrauch der bis 2002 neu zugelassenen Pkw seit 1990 um 20 Prozent abgesenkt worden. Nach Angaben des VDA liegt damit die Automobilindustrie mit ihrer freiwilligen CO2-Zusage exakt auf Kurs. An diesen Erfolgen hat der auf 38 Prozent angestiegene Dieselabsatz (im Vorjahr 34,6 Prozent) besonderen Anteil. Denn der sparsame und CO2-freundliche Dieselmotor benötigt weniger Kraftstoff.


Seit vielen Jahren hat sich die deutsche Automobilindustrie auch die Reduzierung der Schadstoffe zum Ziel gesetzt - mit Erfolg. Durch intelligente motortechnische Maßnahmen ist es den Ingenieuren gelungen, innerhalb von zehn Jahren die spezifische Emission von Dieselpartikeln um 93 Prozent zu senken. Die derzeit gültigen Grenzwerte werden von allen deutschen Herstellern eingehalten. Mehr noch: Bereits heute erfüllen 56 Prozent der neu zugelassenen deutschen Pkw mit Ottomotor die anspruchsvolle Emissionsnorm EURO IV, die der Gesetzgeber erst ab 2005 allgemein verbindlich vorschreibt. Diese frühe Erfüllung der gesetzlichen Normen entlastet die Umwelt und den Geldbeutel des Kunden: Wer EURO IV vorzeitig erfüllt, spart Kraftfahrzeugsteuer.

Die deutsche Automobilindustrie arbeitet hart daran, die Emissionen weiter erheblich zu senken. Anspruchsvollste Motorentechnik bewirkt, dass kleinere Dieselmotoren bereits heute die Grenzwerte EURO IV ohne weitergehende Abgasbehandlung einhalten. Wo notwendig, entwickelt die deutsche Automobilindustrie anspruchsvolle Partikelfiltertechnologie. Für die schwereren Diesel-Pkw laufen die Entwicklungsarbeiten am Filter auf Hochtouren. Auch hier sind die Ziele ehrgeizig. Die derzeit im Markt angebotenen Fahrzeuge mit Partikelfilter erfüllen bei den Stickoxiden die EURO IV-Norm noch nicht.


Entscheidend ist, dass es unterschiedliche Lösungen gibt, auf welchem Wege EURO IV erreicht werden kann. Deshalb setzt die deutsche Automobilindustrie auf unterschiedliche Technologien zur Erfüllung dieser Norm: sowohl auf innermotorische Lösungen als auch, wo notwendig, auf Partikelfilter. In beiden Fällen ist primär die Absenkung der Rohemissionen entscheidend. An die Adresse der Politik ist die Forderung zu richten, Grenzwerte vorzuschreiben, wie beispielsweise EURO IV, und nicht Bauvorschriften für Ingenieure.

Die Deutschen haben einen Wettbewerbsvorsprung in der Dieseltechnologie. Dies ist um so wichtiger, als der Diesel das Aggregat ist, das besonders vorteilhaft bei der Reduzierung der CO2-Emission ist. Bei der Filtertechnologie arbeiten die deutschen Hersteller an Lösungen, die dem Ziel der Senkung des Kraftstoffverbrauchs nicht entgegen stehen.

Zu den Äußerungen des ADAC hinsichtlich der Einführung von Partikelfiltern in bestimmten Fahrzeugmarken kann der VDA keine Aussagen machen. Diese Entscheidung liegt bei den Unternehmen. Er wies allerdings darauf hin, dass sich die deutsche Automobilindustrie ehrgeizige Forschungs- und Entwicklungsziele gesetzt habe. Hierzu bedürfe es keines Anstoßes von außen.

Ansprechpartner:
Eckehart Rotter
VDA
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 069/97507-266
Fax: 069/97507-320

| ots

Weitere Berichte zu: Dieselmotor EURO STOXX Emission Grenzwert Kraftstoffverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht 3D-Scans für die Automobil-Industrie
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Jedem Fahrer das passende Fahrzeug
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise