Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Auto der Zukunft – automatisch und sicher Fahren

22.09.2015

Bund startet Forschung zu automatisiertem Fahren / Wanka: "Wir wollen Digitalisierung nutzen, um Fahrzeuge sicher und energieeffizient zu machen"

Automatisiertes Fahren wird zu einem der zukunftsträchtigsten Innovationsfelder. Die Wertschöpfung von Fahrerassistenzsystemen und hochautomatisierten Fahrfunktionen am Standort Deutschland wird laut einer aktuellen Fraunhofer-Studie im Jahr 2025 auf rund 8,4 Milliarden Euro geschätzt.

Die Digitalisierung der Mobilität ist Chance und Herausforderung zugleich. Elektromobilität und intelligente Fahrzeugsteuerung bestimmen die zukünftige Mobilität und können die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich steigern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Forschung zum automatisierten Fahren in Deutschland und startet jetzt eine neue Forschungsagenda, in der Projekte mit insgesamt 50 Millionen Euro unterstützt werden.

"Das Auto der Zukunft muss in Deutschland entwickelt werden. Es muss uns gelingen, die digitale Technologie so mit unserer erstklassigen Fahrzeugproduktion zu verschmelzen, dass wir weiterhin am Weltmarkt eine zentrale Rolle spielen.

Ich sehe dafür gute Chancen", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka heute auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Wanka sprach zudem von zahlreichen nützlichen Entwicklungen, die das Fahren noch angenehmer machen. "Wir werden älter, wollen aber weiterhin mobil sein.

Automatisiertes Fahren kann da sehr helfen. Auch Lärmbelastungen und Abgase werden weniger, da hochautomatisierte Fahrzeuge effizienter die Energie nutzen können. Wir forschen intensiv an der digitalen Sicherheit im Straßenverkehr, denn klar ist, dass Fahrzeuge künftig sicher vor Hacker-Angriffen sein müssen", so die Ministerin.

Auf der IAA übergab Wanka den Förderbescheid über 8 Millionen Euro für das erste Projekt mit dem Namen "autoSWIFT". Wissenschaft und Wirtschaft, darunter Audi als Koordinator, Bosch, das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe, Globalfoundries, Hood und Infineon, arbeiten in dem Projekt gemeinsam daran, neueste Technologien schneller und passender zur Anwendung im Automobil zu bringen. Im Fokus stehen dabei neue Fahrzeugfunktionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette der deutschen Automobilherstellung samt Zulieferer entwickelt werden.

"Wenn wir uns überlegen, dass aktuell 80 Prozent aller wesentlichen Innovationen im Auto auf neuen elektronischen Systemen basieren, wird das Potenzial des Projektes sehr deutlich", betonte Wanka. Das BMBF reagiert damit auch auf gestiegene technische Anforderungen. Mehr Elektronik im Auto erfordert auch mehr Zuverlässigkeit, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit besonders gegen hohe Temperaturen, harsche Umwelteinflüsse und elektrische Störsignale. "Wir wollen die Digitalisierung nutzen, um Fahrzeuge noch sicherer und energieeffizienter zu machen", sagte Wanka.

Agnes Kuruppu | Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften