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Bridgestone und Continental entwickeln gemeinsam ein System zur Reifendrucküberwachung bei Nutzfahrzeugen

22.09.2004


Ziel: Weltweiter Standard für mehr Sicherheit und geringere Wartungskosten


Die Bridgestone Corporation, Tokio, und die Continental AG, Hannover, werden gemeinsam ein fortgeschrittenes Reifendrucküberwachungssystem für Nutzfahrzeuge entwickeln. Die beiden Unternehmen streben einen Serienproduktionsbeginn in 2007 an. „Wir wollen damit einen weltweiten Standard setzen“, erklärte der bei Continental für die Division Nutzfahrzeugreifen zuständige Vorstand Dr. Hans-Joachim Nikolin am Mittwoch (22. September) auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

Reifendrucküberwachungssysteme können die Sicherheit erhöhen und die Fahrzeugwartungskosten senken, indem sie den Fahrer bei nicht korrektem Reifendruck alarmieren. Ein falscher Luftdruck beschleunigt den Reifenverschleiß und kann zu einem Reifenversagen führen. Im Mittelpunkt der Drucküberwachungstechnologie, die Bridgestone und Continental zusammen entwickeln werden, steht ein auf der Reifeninnenseite befestigtes batterieloses Modul. Dieser Sensor misst Luftdruck und Temperatur und beinhaltet auch einen les- und beschreibbaren ID-Tag. Radhausmodule empfangen die Messwerte und versorgen die Radmodule gleichzeitig mit Energie.


Die beiden Unternehmen werden außerdem Peripherietechnologien entwickeln, mit deren Hilfe die Fahrer und Wartungstechniker die Sensorwerte überwachen können. Lastwagenfahrer werden künftig frühzeitig auf einen Luftdruckverlust aufmerksam gemacht, wodurch Reifenplatzer vermieden werden können und die Gefahr von Unfällen sinkt. Stets optimaler Reifendruck senkt zudem Kraftstoffkosten.

Bridgestone und Continental sind beide führende Anbieter von fortgeschrittenen Reifentechnologien. Sie werden in der Folge das System den globalen Kunden präsentieren, um dessen technologische Vorteile zu verdeutlichen und Nachfrage zu generieren. „In das Projekt ist bei Continental neben der Division Nutzfahrzeugreifen auch die Division Continental Automotive Systems eingebunden, die bereits vergleichbare Systeme für Autoreifen entwickelt hat“, sagte Nikolin.

"Wir sehen in der gleichberechtigten Entwicklungs-Partnerschaft von zwei hoch innovativen Reifenherstellern und Automobilzulieferern eine ideale Ausgangsbasis, um mit einem weltweiten Standard für noch mehr Sicherheit und Effizienz von Nutzfahrzeugreifen sorgen zu können”, erklärte Hiroshi Yamaguchi, Vice President & Officer, Brand Management & Product Planning Bridgestone Corp.

Heike Metzenbauer | Continental AG
Weitere Informationen:
http://www.conti-online.com
http://www.conti.de

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