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BMVIT Österreich erhöht Forschungsförderung für Autoindustrie um 50 Prozent auf 60 Millionen Euro

01.04.2009
Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) erhöht die Forschungsförderung für die Autobranche in den Jahren 2009 und 2010 um 20 Millionen auf 60 Millionen Euro - das ist ein Plus von 50 Prozent. Von Seiten des Wirtschaftsministeriums kommen weitere sechs Millionen Euro dazu. 2008 wurden im Bereich des BMVIT für Forschungsprojekte in der Automobilbranche 40 Millionen Euro aufgewendet.

Infrastrukturministerin Doris Bures und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner haben die Ergebnisse der Task Force Forschung und Entwicklung zur Förderung der Autoindustrie präsentiert. Dieses Maßnahmenpaket, das gemeinsam mit Experten der Autoindustrie und der Forschungsinstitutionen erarbeitet wurde, setzt darauf, bestehende Stärken der Branche auszubauen und neue strategische Themenfelder zu besetzen. Maßgeschneiderte Förderungen sollen Österreichs Autobranche bei der Bewältigung der Struktur- und Finanzkrise helfen.

Das BMVIT verfolgt dabei zwei Ansatzpunkte: Die Stärken der österreichischen Autoindustrie, insbesondere die konventionellen Antriebstechniken (Diesel- und Benzinmotoren), sollen weiter ausgebaut werden. Österreich produziert pro Kopf weltweit die meisten Motoren. Mit gezielter Forschungsförderung soll die Entwicklung und Produktion von konventionellen Antriebssystemen optimiert werden. Zweitens sollen neue strategische Themenfelder besetzt werden, zum Beispiel im Bereich alternativer und elektrischer Antriebssysteme. Zwei Drittel der zusätzlichen Mittel werden für diesen Bereich eingesetzt.

Vier konkrete Ansätze sollen neue Impulse liefern:

OPTIdrive als neues Instrument wird geschaffen, um im Bereich konventioneller Fahrzeuge (Benzin, Diesel) die bestehenden Stärken auszubauen. Damit sollen Innovationen binnen weniger Jahre marktreif gemacht werden; das beinhaltet die Optimierung (des Antriebsstrangs, konstruktive Fahrzeugdesigns, Leichtbau) für den Bereich "konventioneller" Fahrzeuge. Budget 2009/2010: sieben Mio. Euro (zusätzliche F&E-Mittel).

Fortführung des gut etablierten Forschungsprogramms A3plus des BMVIT im Bereich neuer Antriebe und Treibstoffe. Das zielt auf Innovationssprünge und technologische Durchbrüche bei neuen Fahrzeugantrieben mit mittelfristig wesentlich verbesserter Energieeffizienz und drastisch reduzierten Emissionen (saubere bis emissionsfreie Fahrzeuge). Budget 2009/2010: rund acht bis zu zehn Mio. Euro (davon drei Mio. Euro zusätzliche F&E-Mittel).

A3plus Leuchtturminitiative: Mit dieser neu gestarteten Initiative des BMVIT werden neue österreichische Technologien im Alltag erprobt und mittelfristig sichtbar zur Anwendung gebracht. Das beinhaltet den Einsatz eines Bündels von österreichischen Instrumenten in den Bereichen Forschung, Beschaffung/Anreize und Aufbau von Infrastruktur. Budget 2009/2010: fünf Mio. Euro (zusätzliche F&E-Mittel), Markteinführung fünf Mio. Euro.

Auch in bestehenden Programmen, wie vor allem dem FFG-Basisprogramm und dem Headquarter-Programm, werden durch eine Budgetaufstockung in der Höhe von fünf Millionen Euro Schwerpunkte im automotiven Bereich gesetzt. Budget 2009/2010: fünf Mio. Euro (zusätzliche F&E-Mittel)

Das BMVIT will dafür sorgen, dass die Programme rasch wirken: Die Projektabwicklung, von der Einreichung bis zur Entscheidung wird vereinfacht und beschleunigt; unter anderem mit elektronischen Anträgen und vereinfachten, standardisierten Verfahren.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), 18.3.2009

| BMVIT
Weitere Informationen:
http://www.bmvit.gv.at/
http://www.kooperation-international.de

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