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Bis zu 20 Prozent Einsparung beim Benzinverbrauch verspricht eine neue Einspritztechnik, die Siemens auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA, noch bis 21. September 2003) in Frankfurt vorstellt. Die Automobiltechnikspezialisten von Siemens VDO nutzen dafür so genannte Piezo-Injektoren, die für Dieselmotoren bereits seit einigen Jahren in Serie gefertigt werden. Dieselmotoren werden wegen ihres geringeren Verbrauchs in Europa immer beliebter. Der Vorteil, den die Piezo-Direkteinspritzung bietet, ist künftig auch für Benzinmotoren möglich. Die Piezo-Keramiken, die beim Anlegen einer Spannung in extrem kurzer Zeit ihre Länge ändern und damit eine Ventilnadel bewegen, spritzen bei 200 bar in 0,2 tausendstel Sekunden die benötigte Benzinmenge kegelförmig ein. Sie sind vier- bis sechsmal schneller als bisher verwendete Magnetventile.
Heute funktioniert Benzin-Direkteinspritzung mit Verfahren, die je nach Fahrverhalten und Motorbelastung eine Kraftstoffersparnis von fünf bis zehn Prozent bringen, da die Motoren mit weniger Benzin und mehr Luft betrieben werden. Das Luft-Treibstoff-Gemisch im Brennraum wird nur mit aufwändigen Tricks zündfähig. Mit herkömmlich arbeitender Einspritztechnik gelingt die Zündung etwa mit einer besonderen Kolbengeometrie, die aber energetisch ungünstig ist. Piezo-Injektoren meistern diese Probleme: Hier liegt durch die besonders exakte Mehrfacheinspritzung direkt an der Zündkerze zum Zündzeitpunkt auch ein zündfähiges Gemisch vor. Damit ist ein höheres Maß an Einsparung realisierbar - auch bei nahezu Volllast des Motors, wie Versuche der Siemens VDO-Ingenieure gezeigt haben. Die Piezo-Direkteinspritzung für Benzinmotoren soll 2006 in Serie gehen.
Dr. Norbert Aschenbrenner | Quelle: Siemens AG
Weitere Informationen: www.siemens.de/newsdesk
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