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Automobilmotoren: Optische Sensoren optimieren Herstellungsprozess

23.04.2009
Neues Projekt "RoboMAP" soll wichtige Kosten- und Zeitersparnis bei der Qualitätssicherung ermöglichen

Die Qualität deutscher Automobilmotoren hat auf dem Weltmarkt einen erstklassigen Ruf. Dennoch können in einem Produktionsablauf von tausenden Motoren nur wenige in der Qualitätssicherung überprüft werden, da das bisherige System, dass mit sog. Koordinaten-Messmaschinen arbeitet, zu zeitintensiv ist.

Die Messmaschinen erfassen hierbei einzelne Punkte, die überprüft werden. Ge-genwärtig wird eine aufwendige Mischung aus Stichprobenprüfungen und Einzel-Merkmal-Messungen durchgeführt. So kann es zum Beispiel 30 Minuten aber auch mehreren Stunden dauern, bis ein einzelner Zylinderkopf untersucht ist.

Geht es nach den Beteiligten eines Forschungsprojekts aus dem Verbund von zwei Hochschulen (FH Augsburg und die Universität Stuttgart) und vier Firmen (BMW AG, GF Messtechnik GmbH, ISIS Sentronics GmbH, KUKA AG), soll sich das bald ändern. Vor knapp einem Jahr lief das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte Projekt unter dem Namen "RoboMap" an.

Bei dem Verbundprojekt handelt es sich um ein neuartiges, optisches Messverfahren, das an der FH Augsburg unter der Leitung von Prof. Eberhard Roos mit seinem Team gerade intensiv erforscht wird. Hochpräzise Roboter führen optische Sensoren, die nicht nur einzelne Punkte sondern ganze Flächen erfassen können. Mit dieser innovativen Technik sollen mehrere Bauteile in der Qualitätssicherung gleichzeitig auf verschiedene Merkmale hin überprüft werden. Das spart natürlich nicht nur Zeit und Kosten für den Hersteller, sondern führt auch zu weniger Unzufriedenheit und Reklamationen beim Kunden. Das neue Prüfsystem soll den Wirkungsgrad der Motoren erhöhen, um so den Kraftstoffverbrauch und damit einhergehend den Kohlenstoffdioxidausstoß zu verringern.

Im Jahr 2011, wenn sich das Projekt dem Ende zuneigt, wird das System zu demonstrativen Zwecken unter produktionsähnlichen Bedingungen laufen um das volle, technische Potenzial des RoboMAP-Verfahrens aufzuzeigen.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Christian Oblinger
Fachhochschule Augsburg - Hochschule für angewandte Wissenschaften
Fakultät für Maschinenbau
Tel.: 0821 5586 3542
Fax: 0821 5586 3160
christian.oblinger@hs-augsburg.de

Daniela Metz | idw
Weitere Informationen:
http://www.optischetechnologien.de

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