Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automobilbranche profitiert von interaktiver Visualisierungstechnik

24.02.2006
Simulationsverfahren verringern nicht nur Kosten, sondern sie machen auch Fahrzeuge sicherer. Der Einsatz dieser Verfahren spielt daher vor allem in der Entwicklungsphase eine entscheidende Rolle.

Jetzt ist eine Software am Markt, mit der sich Konstrukteure am Bildschirm interaktiv durch das virtuelle Auto bewegen und jedes noch so kleine Detail wirklichkeitsgetreu nachstellen können. Der Vorteil liegt auf der Hand: Automodelle können in ihrer Gesamtheit getestet und mögliche Störungen oder Fehler schon im Vorfeld bereinigt werden.

Echtzeit-Raytracing heißt das Verfahren, das am Saarbrücker Lehrstuhl für Computergraphik entwickelt wurde und von der inTrace GmbH erfolgreich vermarktet wird. Das Besondere an der interaktiven Visualisierungstechnik ist die realistische Darstellung dreidimensionaler Modelle, die außerdem bewegt und verändert werden können. Welche Datenmengen hierbei anfallen, zeigt sich am Beispiel von Volkwagen: für das original CAD-Modell eines VW-Golfs müssen die Daten von mehr als 20 Millionen Dreiecken interaktiv verarbeitet werden. Fast alle deutschen Automobilhersteller sind inzwischen Kunde. Neben Volkswagen setzen auch Audi, BMW und DaimlerChrysler die Software ein. Doch nicht nur die Automobilindustrie profitiert von der Simulationstechnik. Auch Flugzeugbauer wie Boeing und Airbus nutzen die Software der inTrace GmbH für die 3-D-Visualisierung kompletter Flugzeuge.

Das erst 2003 gegründete und damit noch recht junge Unternehmen inTrace wird wegen der guten Marktaus­sichten für sein IT-Produkt jetzt sogar mit dem IST-Prize 2006, einem der bedeutendsten Innovationspreise der Eu­ropäischen Union, ausgezeichnet. Dies ist ein großartiger Erfolg für das Saarbrücker Unternehmen, denn die Ex­perten-Jury wählte 20 Gewinner aus allen europäi­schen Ländern. In Deutschland erhielten neben der inTrace GmbH nur noch ein weiteres Unternehmen und ein Forschungsinstitut diese Auszeichnung.

Infobox

Der IST-Prize wird seit 1995 vom ’European Council of Applied Sciences, Technologies and Engineering’ (Euro-CASE) vergeben. In diesem Rat sind nationale Akade­mien aus 18 Ländern zusammengeschlossen. Die EU-Kommission unterstützt den IST-Prize, mit dem Institute und Unternehmen ausgezeichnet werden, die innovative IT-Produkte mit guten Marktaussichten entwickelt ha­ben. Eine Experten-Jury wählt 20 Gewinner aus allen europäischen Ländern sowie drei Empfänger des Grand Prize aus. Wer den Grand Prize gewinnt, wird erst zur offiziellen Preisverleihung bekannt gegeben, die am 23. März 2006 in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien stattfindet.

Kontakt:
Michael Scherbaum (CEO)
InTrace GmbH
Schützenstraße 3 – 5
66123 Saarbrücken
Tel.: (06 81) 3 94 67 20
E-Mail: info@intrace.com

Helga Hansen | Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen:
http://www.intrace.com
http://www.saarland.de
http://www.innovation.saarland.de

Weitere Berichte zu: IST-Prize IT-Produkt Visualisierungstechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten