Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automobil der Zukunft denkt mit

23.12.2005


Künstliche Intelligenz soll Unfälle vermeiden


K.I.T.T. kann bald einpacken



Deutsche Ingenieure und Informatiker arbeiten an der Entwicklung von kognitiven Automobilen, die in der Lage sein sollen, komplexe Situationen im Straßenverkehr selbstständig und ohne Eingreifen des Fahrers einzuschätzen und zu bewältigen. Zur Erreichung des ambitionierten Forschungsziels richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 1. Januar 2006 jetzt einen Sonderforschungsbereich (SFB) zur Kognition in technischen Systemen ein, an dem die TU München, die Universität Karlsruhe (TH) sowie die Universität der Bundeswehr in Neubiberg beteiligt sind.

... mehr zu:
»Wahrnehmungsfähigkeit


"Langfristig geht es darum, Automobile zu entwickeln, die in der Lage sind, ihre Umgebung wahrzunehmen, zu verstehen und auf Basis dessen sinnvolle Handlungen zu setzen. Damit könnten Gefahrensituationen unabhängig von der Reaktionsfähigkeit des Fahrers bewältigt und Unfälle vermieden werden", erklärt Christoph Stiller, Sprecher des SFB an der Universität Karlsruhe, im Interview mit pressetext. Laut Stiller spielt dabei die Weiterentwicklung der sensoriellen Wahrnehmungsfähigkeit eine zentrale Rolle. Für den mobilen Einsatz müsse die Leistungsfähigkeit maschinellen Sehens über Videosensoren noch deutlich verbessert und idealerweise der menschlichen visuellen Wahrnehmungsfähigkeit angenähert werden.

Zu den bereits in Entwicklung befindlichen Funktionsbereichen des intelligenten Autos der Zukunft gehören unter anderem das Spurhalten des Fahrzeugs, langsames Stop&Go-Fahren in Stausituationen sowie das Lesen und Interpretieren bestimmter Verkehrsschilder, wie z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Überholverbote. In Zukunft sollen aber auch Funktionen entwickelt werden, bei denen die kognitiven Fähigkeiten durch tieferes Verstehen der Verkehrszusammenhänge ein gehobenes Handlungsniveau erlauben, wie z. B. das Fahren im Baustellenbereich. Noch komplexere Aufgaben sind das Erkennen gefährlicher Manöver anderer Verkehrsteilnehmer inklusive der nachfolgenden sinnvollen Reaktion.

Langfristig setzen die Forscher ihre größten Hoffnungen auf die Entwicklung von kooperativen Verhaltensmustern. Diese sollen die Interaktion verschiedener Fahrzeuge im Hinblick auf das eigene Fahrverhalten ermöglichen und so wesentlich zur Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs beitragen. Wenngleich die Wissenschaftlichkeit des auf zwölf Jahre anberaumten Projekts im Vordergrund steht, zeigt sich die Automobilindustrie naturgemäß an den innovativen Ergebnissen interessiert. So konnte das Projekt alle großen deutschen Autohersteller zur Bereitstellung entsprechender Prototypen gewinnen.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.tum.de
http://www.uni-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: Wahrnehmungsfähigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE