Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ARTiS-RT und ARTiS-XT testen Software in Prototypenfahrzeugen

31.01.2013
Die Fraunhofer ESK bietet Software-Entwicklern zwei Prototyping-Plattformen zum Test von Software-basierten Fahrzeug-Funktionen, insbesondere Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen.

Damit können Automobilhersteller und -zulieferer echtzeitfähige und sicherheitskritische Anwendungen sowie grafisch anspruchsvolle Benutzerschnittstellen überprüfen.


Mit der Prototyping-Plattform ARTiS-RT können Automobilhersteller und -zulieferer Echtzeitanwendungen im Prototypenfahrzeug testen.
Fraunhofer ESK


Die ARTiS-XT besteht aus der ARTiS-RT und einem leistungsfähigen embedded PC. Mit ihr lassen sich Fahrzeug-Funktionen von Infotainment- und Fahrerassistenzsystemen überprüfen.
Fraunhofer ESK

Aktuell besteht das Automotive Realtime Prototyping System (ARTiS) aus zwei Varianten: ARTiS-RT für Echtzeitanwendungen und ARTiS-XT mit deutlich höherer Rechenleistung. Die ESK-Ingenieure zeigen ARTiS-RT und ARTiS-XT auf der embedded world 2013 in Halle 5, Stand 5-228.

ARTiS-RT: Ausführung von echtzeitkritischen Anwendungen
Die ARTiS-RT ist eine echtzeitfähige Plattform mit Power PC und übernimmt als prototypisches Steuergerät z. B. die Ausführung von Fahrzeugsteuerungen für Elektrofahrzeuge und Gateway-Anwendungen. Besonders an der ARTiS-RT ist, dass sie alle gängigen Fahrzeug-Busse wie CAN, MOST, FlexRay und Ethernet unterstützt und damit die wichtigsten Automotive-Schnittstellen bietet. Dadurch erhalten Entwickler eine flexible Umgebung, um ihre Software-Prototypen zu testen. Zudem ist die Echtzeitplattform AUTOSAR-tauglich und frei programmierbar, so dass Unternehmen die Plattform um eigene Programme erweitern können.

ARTiS-XT: Infotainmentsysteme und Car-to-X Anwendungen

Infotainment- und Fahrerassistenzsysteme benötigen eine hohe Rechenleistung, unter anderem für die meist anspruchsvolle grafische Benutzeroberfläche. Deswegen müssen die Systeme für den Prototypentest eine entsprechende Performanz aufweisen. Dafür haben die ESK-Ingenieure die ARTiS-XT entwickelt, die die erprobte Echtzeitplattform ARTiS-RT um einen leistungsfähigen embedded PC erweitert. Dieser basiert auf LINUX und bietet unter anderem einen DVI-Ausgang, um ein Standard-Display anzuschließen. Die ARTiS-XT bietet zudem Platz für Mini PCI und Mini PCI Express Erweiterungskarten, wie sie besonders für Car-to-X Anwendungen benötigt werden. Dadurch können Entwickler zusätzliche Kommunikationsmodule, ein GSM/LTE-Modul und zwei ETSI ITS-G5 Funkkarten, für Telematik- bzw. Car-to-X Anwendungen integrieren.

Beide ARTiS-Plattformen erfüllen durch ihr eingebautes Power-Management die Anforderungen des Power-Bordnetzes. Ihre Startup-/Shutdown-Funktion verhindert eine Entladung der Batterie im Ruhezustand und ermöglicht so den Einsatz in seriennahen Fahrzeugen. Dies wird durch industrietaugliche Temperaturbereiche von -40 bis 85 Grad Celsius im Betrieb und die robuste Bauweise unterstützt.

Geplante Erweiterung: MOST150

Um den Prototypentest noch leichter zu gestalten, arbeiten die ESK-Ingenieure an einer Erweiterung der ARTiS-Plattformen um eine MOST150-Steckkarte, die auch ein erweitertes echtzeitfähiges Ethernet-Modul besitzt.

Features ARTiS-RT
- Wichtige Fahrzeugschnittstellen CAN, MOST, FlexRay, Ethernet, TCP/IP
- Fahrzeugtauglich (Power-Bordnetz, Sleep-Modus, geringer Energieverbrauch, Robustheit, Temperatur)

- Anbindung an externe Hardware und schalt- bzw. regelbare Stromversorgung

Features ARTiS-XT
- Beinhaltet ARTiS-RT
- Leistungsfähiger eingebetteter PC
- Ausrüstbar mit zwei Car2X-fähigen Funkkarten (ETSI ITS-G5)
- Grafikcontroller für anspruchsvolle Benutzerschnittstellen
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

Die Fraunhofer ESK forscht anwendungsorientiert an Verfahren und Methoden der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Damit unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Industrie in den Marktsegmenten Automobil und Verkehr, Energieversorgung, Automatisierung, Gebäude- und Sicherheitstechnik sowie Telekommunikation. Der Leiter der Fraunhofer ESK, Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr, ist seit 2006 auch Ordinarius für Kommunikationssysteme an der Universität Augsburg.

Für ihre Angebote greift die Fraunhofer ESK auf sechs Kernkompetenzen zurück, die das technologische Wissen der Einrichtung über die Geschäftsfelder Automotive, Industrial Communication und Telecommunication hinweg bündeln: Leitungsgebundene Übertragungstechnik, Lokale Funknetze, Zuverlässige Ethernet-/IP-Kommunikation, Adaptive Systeme, Modellbasierter Software-Entwurf und Absicherung sowie Multicore-Software.

Kontakt:

M.A. Susanne Baumer
Gruppenleiterin PR & Marketing
Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

Hansastraße 32, 80686 München
Telefon: +49 89 547088-353
E-Mail: susanne.baumer@esk.fraunhofer.de

Susanne Baumer | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de
http://www.esk.fraunhofer.de/de/projekte/ARTiS.html
http://www.esk.fraunhofer.de/de/projekte/ARTiS-XT.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Mobilität von Morgen: Wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen
07.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Verbesserte Leistung dank halbiertem Gewicht
24.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften