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UAMR: Bauingenieure ziehen an einem Strang

15.01.2010
Mit Gründung der Civil Engineering Unit Ruhr (CEUR) rücken die Bauingenieurwissenschaften der Universitäten Bochum (RUB) und Duisburg-Essen (UDE) enger zusammen. Vorteile sind: bestehende Kooperationspotenziale können intensiver genutzt werden und ermöglichen eine abgestimmte, komplementäre Entwicklung in Forschung und Lehre.

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Am 14. Januar 2010 haben die Universitätsrektoren Prof. Dr. Elmar Weiler (RUB) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (UDE) diese jüngste Einrichtung der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher (RUB) als Fakultätsdekan sowie Prof. Dr.-Ing. Jochen Menkenhagen (UDE) als Leiter der Bauwissenschaftlichen Abteilung in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften erstmals öffentlich vorgestellt.


Mit CEUR entsteht im Ruhrgebiet ein breit vernetztes Lehr- und Forschungsprofil im gesamten Bereich des Bau- und Umweltingenieurwesens sowie des Computational Engineering/Mechanics, das bundesweit einzigartig ist. Rektor Prof. Weiler: "Wir können auf gewachsene Strukturen bauen. Schon bei der Besetzung neuer Professuren wurde darauf geachtet, dass sich die jeweiligen Schwerpunkte überschneidungsfrei entwickeln konnten." Gute Ergänzungspotenziale gibt es insbesondere in den Bereichen Tunnelbau, Abfallwirtschaft, Verkehrsplanung und Städtebau sowie Umweltingenieurwesen.

Prof. Dr. Ulrich Radtke: "Die CEUR-Vereinbarung ist ein echter Fortschritt für die Bauingenieurstudierenden im Ruhrgebiet. Vor allem in der Masterstufe profitieren sie von der größeren Auswahl im Lehr- und Forschungsangebot und haben so mehr Möglichkeiten, sich je nach Neigung zu spezialisieren." Die fortgeschrittenen Studierenden können zu jedem Zeitpunkt Veranstaltungen des anderen Standortes, die gegenseitig anerkannt werden, in den eigenen Studienplan integrieren.

An der Uni Duisburg-Essen sind in den Studiengängen des Bauingenieurwesens insgesamt 648 Studierende eingeschrieben, von denen 444 einen Bachelorabschluss und 87 einen Masterabschluss anstreben. Insgesamt 987 Studierende verzeichnet die Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum. Davon sind 360 im BA-Studiengang Bauingenieurwesen, 237 im BA-Studiengang Umwelttechnik und Ressourcenmanagement, jeweils 20 bzw. 13 in den frisch gestarteten zugehörigen Masterstudiengängen und 78 im englischsprachigen Masterstudiengang Computational Engineering eingeschrieben.

Die Vereinbarung umfasst die folgenden Masterstudiengänge:
. an der Ruhr-Universität Bochum (RUB):
Bauingenieurwesen (mit den Schwerpunkten Konstruktiver Ingenieurbau [Structural Engineering sowie Computational Mechanics], Geotechnik und Tunnelbau, Wasserwesen und Umwelttechnik sowie Verkehrswesen) und Computational Engineering
. an der Universität Duisburg-Essen (UDE):
Bauingenieurwesen (mit den Schwerpunkten Konstruktiver Ingenieurbau, Construction Management und Material Science and Applied Mechanics) sowie Computational Mechanics

RUB-Lehrveranstaltungen, die auch den UDE-Studierenden offenstehen:
Brückenbau -- Entwurf, Konstruktion und Bemessung
. Hoch- und Anlagenbau
. Technische Optimierung
. Tunnel- und Leitungsbau
. Bruch- und Schädigungsmechanik
. Felsbau
. Finite Elemente Methoden für numerische Simulationen in Geotechnik und Tunnelbau
. Verkehrstechnik
. Verkehr und Umwelt
. Verkehrsplanung
. Wasserbewirtschaftung
. Hydrologie
. Labor und Simulation
. Trinkwasseraufbereitung
. Geo-Informationssysteme
. Umweltmodelle
. Ingenieurvermessung

UDE-Lehrveranstaltungen, an denen auch RUB-Studierende teilnehmen können:
. Parallel Computing
. Brandschutz
. Akustik für Bauphysiker
. Einführung Materialwissenschaft
. Werkstoffpraktikum
. Umweltgeotechnik
. Ausgewählte Kapitel der klassischen Baustatik
. Wasserkraftanlagen
. Regenerative Energietechniken
. Ökobilanzielle Bewertung von Anlagen
. Nachhaltige Stadtentwicklung
. Sonderkapitel des Massivbaus
. Finite Elemente im Massivbau/Instandsetzung
. Sonderkapitel des Holzbaus
. Stahlleichtbau
. Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Bauleistungen (AVA)
. Immobilienmanagement

Die Universitätsallianz Metropole Ruhr der Ruhrgebietsuniversitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen wurde im März 2007 gegründet, um eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Lehre und Administration zu ermöglichen und das große Potenzial der Unis sowie der Region noch besser auszuschöpfen. Erste Meilensteine waren 2007 die Gründung der Engineering Unit Ruhr, zu der sich die Bochumer und Dortmunder Maschinenbau-Fakultäten zusammenschlossen, und die Errichtung der "Ruhr-Allianz ET&IT" der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik der Unis Bochum und Dortmund. Seit 2008 wird auch der virtuelle UAMR-Studienraum unter dem Dach des RuhrCampusOnline systematisch ausgebaut. Demnächst wird eine weitere Vereinbarung unterzeichnet, um Schwerpunktbildungen und übergreifende IT-Dienstleistungen für die UAMR einzurichten.

Redaktion: Beate H. Kostka, Tel. 0203/379-2430
Weitere Informationen: Dr. Hans Stallmann, Koordinator Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), T. 0234/32-27892, hans.stallmann@uamr.de

Beate Kostka | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uamr.de

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