Anzeige
Anwendungsbeispiele sind die Bewehrung von Böschungen, die Gründung von Gebäuden, der Bau von Feldwegen, aber auch die Abdeckung von Schächten. Wie sich Geogitter und Untergrund miteinander verzahnen, konnte Michael Stahl, Absolvent der Technischen Fachhochschule (TFH) Georg Agricola, in seiner Doktorarbeit nun erstmals im Computermodell berechnen.
Der Vorteil von Geogittern liegt darin, Setzungen oder andere unerwünschte Bewegungen von Böden durch Verzahnungseffekte verhindern zu können. Der Einsatz von Geogittern ist deutlich kostengünstiger als der Austausch des Bodenmaterials. Außerdem sind Geogitter wasserdurchlässig, so dass die Versiegelung des Untergrunds vermieden werden kann.
Geogitter werden seit rund 30 Jahren verwendet. Aufgrund der komplexen Eigenschaften des ungebundenen Materials war es bisher jedoch nicht möglich, das Zusammenspiel von Gitter und Boden genau berechnen zu können. Stahl gelang in seiner Dissertation „Interaktion Geogitter-Boden: Numerische Simulation und experimentelle Analyse“ als Erstem, ein Computermodell für die auftretenden mikromechanischen Kräfte und Bewegungen zu entwickeln und in umfangreichen Laborversuchen am realen Objekt zu überprüfen. Auf der Basis von Stahls Arbeit können neuartige Verfahren entwickelt werden, um die Standfestigkeit und Materialeffizienz beim Einsatz von Geogittern weiter zu erhöhen.
Michael Stahl absolvierte an der Technischen Fachhochschule Georg Agricola ein Studium der Geotechnik und Angewandten Geologie, dass er 2007 als Diplom-Ingenieur (FH) abschloss. Stahls Diplomarbeit wurde mit dem Preis des Vereins der Freunde der TFH für herausragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Danach arbeitete er zunächst parallel bei der WBG GmbH und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der TFH. Zeitgleich begann Stahl sein Dissertationsprojekt an der Technischen Universität (TU) Bergakademie Freiberg, das in Kooperation mit der TFH Georg Agricola sowie der Gelsenkirchener Ingenieurberatung ITASCA Consultants GmbH und dem britischen Geokunststoff-Hersteller Tensar International durchgeführt wurde.
Betreuer von Stahls Dissertation waren Professor Dr. Heinz Konietzky von der TU Freiberg und Professor Dr. Frank Otto von der TFH Georg Agricola. Dr. Lothar te Kamp (ITASCA Consultants GmbH) und Dr. Ansgar Emersleben (Technische Universität Clausthal) gaben eine Stellungnahme zur Dissertationsschrift ab. Am 16. Dezember wurde Michael Stahl an der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der TU Bergakademie Freiberg zum Doktor der Ingenieurwissenschaften promoviert. Er erhielt die Bestnote summa cum laude.
Stephan Düppe | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.tfh-bochum.de/
Weitere Berichte zu: Agricola > Bergakademie > Computermodell > Dissertation > Geogitter > Geotechnik > periodische Gitter > TFH > Untergrund
Colors burst into contemporary architecture
07.05.2012 | FECYT - Spanish Foundation for Science and Technology
Michigan Tech Researcher Using Nanoclays to Build Better Asphalt
07.05.2012 | Michigan Technological University
Einem Bayreuther Forschungsteam gelingt die biomimetische Herstellung von Eierstielen – mit weitreichenden Anwendungsperspektiven für die Industrie
Was am seidenen Faden hängt, ist vor Feinden sicher. Nach diesem Prinzip schützen die Florfliegen ihren Nachwuchs, wenn sie ihre Eier an selbst produzierten, hochgradig belastbaren Seidenfäden herabhängen lassen. Diese Eierstiele künstlich nachzubauen, ist jetzt erstmals einem Team um Prof. Dr. Thomas Scheibel und Dipl.-Biol. Felix Bauer an der Universität ...
Das Labor für Umweltmesstechnik der Fachhochschule Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. Konradin Weber hat zusammen mit der Dürener Firma TIB Infrared Solutions einen ausgedehnten Forschungsflug zur ELGIN-Gasbohrinsel in der Nordsee zwischen Schottland und Norwegen unternommen.
Bei der Bohrinsel war am 25. März 2012 ein Gasleck entstanden, bei dem große Mengen von Methan-Gas austraten. Aufgrund einer befürchteten Explosionsgefahr wurde daraufhin eine drei Meilen umfassende Sperrzone rings um die Bohrinsel errichtet.
Wegen der Dringlichkeit durch mögliche Umweltgefährdungen erhielten die Düsseldorfer Wissenschaftler eine Einfluggenehmigung für die Sperrzone und ...
Australische Flusskrebse besitzen einen Zahnschmelz, der dem menschlichen sehr ähnelt
Manche besonders gelungenen Entwicklungen kopiert die Natur bei sich selbst. So hat ein Team aus Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für
Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam und der Ben-Gurion Universität im israelischen Beer-Sheva herausgefunden, dass die Zähne des australischen Flusskrebses Cherax quadricarinatus mit einem Schmelz überzogen sind, der dem Zahnschmelz von Wirbeltieren ...
Göttinger Wissenschaftler rekonstruieren einen radikalen Umbau in der Evolution des Gehirns
Die Hirnarchitektur der Maus hat sich im Laufe ihrer Evolution möglicherweise kaum verändert. Wie bei den winzigen Urahnen der heutigen Säugetiere, die vor etwa 80 Millionen Jahren lebten, sind auch bei der Maus Nervenzellen in der Sehrinde in einem kleinen Hirnbereich zusammengedrängt.
Bei der Evolution größerer Gehirne ist es zu ...
Gerste hat sich durch eine Veränderung der inneren Uhr an nördliche Anbaugebiete mit kurzen Sommern angepasst
Eine in Skandinavien verwendete Sommergerste hat Wissenschaftlern vom Max Planck Institut für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln vom John Innes Centre in Norwich zufolge zwar eine ramponierte innere Uhr, ist aber trotzdem sehr ertragreich. Ihr Trick: Sie dämpft die biologische Zeitmessung durch eine Mutation und kann dadurch auch bei kurzem Tageslicht einen ...
Anzeige
Anzeige

18.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Neues TFF-Einwegsystem für die biopharmazeutische Produktion
18.05.2012 | Messenachrichten
New technique reveals unseen information in DNA code
18.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Führende Experten der Hochleistungskeramik treffen sich in Dresden
18.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Weltweit größte jährliche Konferenz zum Zweit- und Fremdspracherwerb Deutsch an Uni Hildesheim
18.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
18.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten