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Um dieses kulturell bedeutungsvolle Erbe auch weiterhin bewahren zu können, bedarf es einer kontinuierlichen Zustandserfassung und Überwachung der Bausubstanz. Hierbei ist insbesondere die zerstörungsfreie Prüfung – das Fraunhofer IZFP in Saarbrücken - gefragt.
Im Rahmen des durch das Programm INTERREG IV A-Großregion geförderten Projektes »CURe MODERN – Initiative moderne Bauwerksprüfung, Stadt- und Regionalplanung SMLPO« wird ein Netzwerk von spezialisierten Partnern aus den Regionen Saarland, Lothringen und Westpfalz aufgebaut, welches zum grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch im Bereich zerstörungsfreier Prüfverfahren im Bauwesen und der Stadt- und Regionalplanung beitragen wird. Die federführende Koordination des Großprojektes liegt bei Dr. Jochen Kurz, Teamleiter Lebensdauermanagement am Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP, Saarbrücken, unterstützt durch das saarländische EU-Projektbüro Eurice GmbH.
CURe MODERN fördert die grenzüberschreitende Bereitstellung von zerstörungsfreien Prüfsystemen und neuen Methoden der Stadt- und Regionalplanung, die im Rahmen entsprechender Dienstleistungen zur Zustandserfassung von Infrastrukturbauwerken, zur Untersuchung von Straßen in der Asphaltbauweise und von Bauwerksdenkmälern aus Stahlbeton und Spannbeton in der Region Saarland-Lothringen-Westpfalz eingesetzt werden können.
Durch bessere Vernetzung von Baulastträgern, Forschung und Industrie sollen
- Synergieeffekte durch proaktives Bauwerksmanagement genutzt werden
- Chancen für die Wirtschaft durch Formen moderner Dienstleistungen ermöglicht werden
- neue kreative Ideen für Lehre, Forschung und Entwicklung durch die gemeinsame Arbeit entstehen.
Insgesamt vier Projektpartner bilden das CURe MODERN-Konsortium sowie zwei strategische Partner (Rogmann Ingenieure GmbH, Eurodistrict SaarMoselle) aus Deutschland und Frankreich, die ihre grenzüberschreitende Expertise zum Erreichen des übergeordneten Projektziels einsetzen. Die komplementären Kompetenzen der Partner reichen von der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung von Prüfsystemen (Fraunhofer IZFP) über die stadt- und regionalplanerische Einordnung (TU Kaiserslautern) bis zur praktischen Anwendung mit den zuständigen Baulastträgern, dem Landesbetrieb für Straßenbau im Saarland und dem Laboratoire Régional des Ponts et Chaussées de Nancy in Lothringen, welches zum Centre d’études techniques de l’équipement de l’Est (CETE de l’Est) gehört.
Zerstörungsfreie Prüfung von Bauwerken – Expertise des Fraunhofer IZFP
Zur zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) von Stahlbeton- und Spannbetonbauwerken sind verschiedene zerstörungsfreie Verfahren entwickelt worden, die in der Regel einzeln genutzt und unabhängig voneinander ausgewertet werden. Die kombinierte Nutzung der Verfahren und die ortsgetreue Darstellung der Ergebnisse aller eingesetzten Verfahren hat große Vorteile für die Zustandserfassung und Schadensdiagnose von Betonbauwerken.
Eine automatisierte Multi-Sensor Zustandserfassung von Stahlbeton- und Spannbetonbauwerken ist mit den Systemen BetoScan und OSSCAR (OnSiteSCAnneR) möglich. Durch verschiedene Verfahrenskombinationen können mit dem BetoScan-System verschiedene Zustandsparameter wie Betonfeuchte, Korrosionswahrscheinlichkeit aber auch die Betonüberdeckung und Informationen über Bauteildicken oder Hohlstellen bestimmt werden.
Der OSSCAR-Bauwerkscanner vereint drei Messverfahren mit dem Ziel der Darstellung der Geometrie von Bauteilen, der Ortung von Tiefenlage und der Durchmesserbestimmung von mehrlagiger Bewehrung sowie der Ortung und Tiefenlage mehrlagig verlegter Spannglieder.
Bei der Inspektion von schwer zugänglichen Gebäudeteilen kommt ein Multikopter zum Einsatz, der exakte Daten in den Bereichen Zustandserfassung, Schadensanalyse und Monitoring liefert.
Weiterhin zählen Laserscanning und Georadar zu den derzeit modernsten Verfahren zur zerstörungsfreien Prüfung von Bauwerken.
Allgemeine Informationen zum Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP
Das Fraunhofer IZFP, sowohl Forschungsstätte als auch Partner der Industrie, befasst sich mit den physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung, der Charakterisierung von Werkstoffen, mit der Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen und Anlagenkomponenten und mit der Zustandsbestimmung bestehender Infrastruktur. Dies erstreckt sich über mehrere Größenordnungen ob es sich nun um reale Berge, Brücken oder Atome handelt. Auftraggeber sind Industrie, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Einrichtungen.
In der Industrie werden unsere Arbeitsergebnisse überall dort eingesetzt, wo sicherheitstechnische Aussagen und Qualitätsnachweise gefordert sind. Unsere methodische Kompetenz umfasst die physikalischen Verfahrensgrundlagen, Sensorik, Gerätebau, Handhabungstechniken, Techniken zur Ergebnisbewertung und Dokumentation sowie die Qualifizierung und Validierung neuer Prüfanwendungen und Prüfgeräte einschließlich Gerätewartung, Schulung und Prüfdienstleistungen.
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Weitere Informationen:
http://www.izfp.fraunhofer.de - Fraunhofer IZFP
http://www.eurice.eu - European Research and Project Office GmbH (EURICE)
http://www.rogmann-ingenieure.de/ueber-uns-und-neuigkeiten.html
http://www.saarmoselle.org - Eurodistrict SaarMoselle
http://cpe.arubi.uni-kl.de/#awp:: - TU Kaiserslautern
http://www.saarland.de/landesbetrieb_strassenbau.htm
http://www.cete-est.developpement-durable.gouv.fr/
Sabine Burbes | Quelle: Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen: www.izfp.fraunhofer.de/
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