Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten bei MEFISTO an Bau-Innovationen

01.07.2009
Meyer-Krahmer: "So kann die Bauwirtschaft Ressourcen schonen"

Nachhaltiges Bauen wird für den Erfolg deutscher Bauunternehmen immer wichtiger. Diese einfache Erkenntnis liegt dem Forschungsprojekt MEFISTO zugrunde, das am Mittwoch in Berlin mit einem Kick-Off-Meeting startete.

"Die Bauwirtschaft kann einen erheblichen Beitrag leisten, den heutigen Ressourcenverbrauch für das Erstellen und den Betrieb von Bauwerken zu reduzieren", sagte Prof. Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), anlässlich des Treffens.

"Innovative Technologien sind hierzu die entscheidende Voraussetzung." Insbesondere gilt das für moderne Informations- und Kommunikationstechnologien bei Planung und Bau von Gebäuden und anderen Bauwerken. In der Regel handelt es sich hier um Unikate, die dezentral von vielen Akteuren unterschiedlicher Gewerke gefertigt werden. Umso mehr bedarf es einer ausgefeilten Planung der Bauabläufe und entsprechender Kommunikationsmöglichkeiten aller Beteiligten, angefangen vom Auftraggeber bis hin zum Polier. Die Herausforderung besteht dann darin, den gesamten Bauprozess durchgängig digital auf einer Internetplattform abzubilden.

Woher das neue Wachstum kommt: Die Hightech-Strategie

In dem Forschungsprojekt MEFISTO haben sich zwölf leistungsstarke Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengefunden, um ein innovatives Management-System für die Baubranche zu entwickeln. Hierbei wird der Baufortschritt mit Daten aus diversen Planungssystemen sowie mit Daten aus dem Bauprozess verfolgt. Aussagekräftige Simulationen von Entscheidungsalternativen werden auf diese Weise ermöglicht.

MEFISTO umfasst die Programm-, Kosten-, Termin- und Finanzplanung, den Vergabe- und Auftragsprozess bis hin zur Leistungserfassung und Leistungsabrechnung. "Mit einem Bauprojektmanagement-System wie MEFISTO wird die deutsche Baubranche über ein international einzigartiges Werkzeug verfügen", sagte Staatssekretär Meyer-Krahmer. "Diese Softwareplattform trägt damit dazu bei, die Baubranche in Deutschland krisenfester und konkurrenzfähiger zu machen und die Unternehmen nachhaltig zu stärken."

An dem Projekt sind drei Institute der Universität Dresden, zwei Institute der Universität Weimar, fünf mittelständische Betriebe und zwei Großunternehmen beteiligt. Drei weitere Unternehmen sind assoziiert. Die Konsortialführung liegt bei der TU Dresden, Institut für Bauinformatik. Die Laufzeit des Projekts beträgt 36 Monate, die vorgesehene Fördersumme für alle Partner umfasst 9,4 Millionen Euro. Alle Partner investieren in ihre Geschäftsfelder erhebliche Beträge, die von mehreren 10.000 Euro jährlich für die Kleinunternehmen bis zu einigen Millionen Euro pro Jahr bei den größeren Unternehmen reichen. Diese Forschungsinvestitionen werden durch das Verbundprojekt gebündelt, so dass aus den Ergebnissen danach erfolgreiche Marktprodukte werden können. Das Konsortium wird so das rund Fünffache der Fördersumme zeitnah im Anschluss an das Vorhaben in Form individueller Forschungsinvestition bei den beteiligten Partnern bereitstellen.

MEFISTO kann zu einer revolutionären Innovation in der Baubranche führen. Ein besonderer Aspekt dieses als Internetplattform konzipierten Managementsystems besteht darin, dass es gut von Mittelständlern benutzt werden kann. Die Idee: Keine der kleinen Baufirmen muss neue Software beschaffen, aber alle können nun auch digital miteinander zusammenarbeiten. Die MEFISTO-Plattform wird es sogar KMUs erlauben, sich gemeinsam wie ein Großunternehmen zu organisieren. Fachkundige KMUs können damit Großprojekte ausführen, die heute nur von großen Bauunternehmen gesteuert werden können.

Weitere Informationen zu MEFISTO erhalten Sie beim Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Softwaresysteme und Wissenstechnologie im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Rutherfordstraße 2, 12489 Berlin, Tel.: 030 / 67 05 57 41

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.pt-it.pt-dlr.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Maximale Sonnenenergie aus der Hausfassade
23.11.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Roboterzelle bereichert Forschung zur Holzbearbeitung
17.11.2017 | Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie