Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Textilbeton macht innovative Architektur möglich

02.09.2011
"texton" - Durchbruch bei serieller Herstellung von Textilbeton-Fertigteilen

Neue Möglichkeiten für Gestaltung und Konstruktion erhalten Architekten und Tragwerksplaner durch den hochleistungsfähigen Verbundwerkstoff "Textilbeton".


Das Modell des Bootshauses aus Textilbeton des Lausitzer Seenlandes. Copyright: AIB GmbH

Bei Bauteildicken von 10 bis 30 mm, im Gegensatz zu Stahlbeton von mindestens 50 bis 100 mm, ermöglicht seine Anwendung schlankere und filigranere Konstruktionen. Er ist leichter als Stahlbeton, die Textilbewehrung schafft mehr Spielraum für außergewöhnliche Formen und das bei einer Materialeinsparung an Beton von ca. 50 Prozent.

Eine Aufsehen erregende architektonische Lösung aus dem neuen Werkstoff wurde für ein Bootshaus im Lausitzer Seenland kreiert. Das Gebäude mit 100 qm Grundfläche und dreidimensional gekrümmte Bauteilen assoziiert eine geschlossene Blüte. "Textilbeton ermöglicht uns, auf Grund der geringen erforderlichen Betondeckung und dem kleinen Bewehrungsdurchmesser, dünnwandige tragende und leichte Bauteile zu schaffen - auch als serielle Lösung für ungewöhnliche Formen. Das Bauwerk wird im Sommer 2012 errichtet und danach wissenschaftlich weiter begleitet werden", so Architektin Marén Kupke, Entwurfsverfasserin bei der AIB GmbH.

... mehr zu:
»AIB »Bauteile »Bauwerk »Beton »Stahlbeton »Textilbeton

Dem gesellschaftlichen Wertewandel und dem Ruf nach Schonung der Ressourcen, Nachhaltigkeit und Klimaschutz folgend, entspricht Textilbeton aktuellen Trends. Bewährt hat sich der Verbund-werkstoff bereits im Denkmalschutz, bei innovativen Ingenieurbauwerken und bei der Anwendung im Fassadenbereich öffentlicher Bauwerke.

Um die Leistungsfähigkeit des neuen Werkstoffs zu nutzen und weiter zu entwickeln, haben sich im Netzwerk "texton" Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg zusammengeschlossen. Ziel des Netzwerkes ist die Markterschließung durch Pro-dukt- und Technologieentwicklungen für den effizienten Einsatz faser- und textilarmierter Betone zum Bauen, Gestalten und Sanieren. Der Unternehmenszusammenschluss wird gefördert im Rah-men des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirt-schaft und Technologie.

Mit der AIB GmbH ArchitektenIngenieureBautzen | BCS Natur- und Spezialbaustoffe GmbH | be-weka Betonwerk Kahla GmbH | Dipl.-Ing. H. Bendl HTS Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG Sebnitz | EBF Dresden GmbH | Hainspitzer Bauchemie Handel GmbH | Ingenieurbüro Heidensohn-Richter-Kempe | Jens Brand Felsenbau | Unger Bau-Systeme GmbH und den wissenschaftlichen Partnern TU Dresden | Deutsches Zentrum für Textilbeton | Sächsisches Textilforschungsinstitut Chemnitz wird die gesamte bauwirtschaftliche Wertschöpfungskette abgebildet.

Ergebnisse seiner Arbeit präsentiert das Netzwerk auf der Anwendertagung "Textilbeton in Theo-rie und Praxis" am 19. und 20. September 2011 in der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Unter den Eichen 87 in 12205 Berlin.

Weitere Informationen:
Unternehmensnetzwerk "texton - Faser- und textilbewehrte Betone zum Bauen, Gestalten und Sanieren" http://www.textil-beton.net
Kontakt:
Dipl.-Ing. Kathrein Selbmann
Dr.-Ing. Ingelore Gaitzsch
Netzwerkmanagement texton
INNtex Innovation Netzwerk Textil e.V.
Annaberger Straße 240 | 09125 Chemnitz
Telefon: + 49 (0) 371. 53 47 168
E-Mail: info@inntex.de

Kathrein Selbmann | pressetext
Weitere Informationen:
http://www.textil-beton.net

Weitere Berichte zu: AIB Bauteile Bauwerk Beton Stahlbeton Textilbeton

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht EU-Forschungsprojekt INNOVIP: Neue Technologien für langlebige und kostengünstige Vakuumdämmplatten
22.02.2017 | Bayerische Forschungsallianz GmbH

nachricht Modernes Architektenhaus mit landestypischen Design-Elementen
15.02.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie