Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Testlabor für die Stadt von morgen in Singapur

28.10.2009
Die ETH Zürich stärkt ihr Engagement in Asien: Ab Mitte 2010 soll mit dem "Future Cities Laboratory" in Singapur eine neuartige Plattform für Stadtentwicklung entstehen.
Gemeinsam mit der National University of Singapore und der Nanyang Technological University wollen Architekten und Wissenschaftler der ETH Zürich das Phänomen Stadt mit einem ganzheitlichen Ansatz erforschen und gestalten.

Weltweit wächst der Druck auf die Städte und Agglomerationen. Und der Klimawandel erfordert mehr denn je eine nachhaltige Städteplanung.

Die ETH Zürich gründet deshalb gemeinsam mit der National University of Singapore und der Nanyang Technological University das "Future Cities Laboratory". Vertreter des Stadtstaates Singapur sowie der beteiligten Universitäten haben heute an einer Medienkonferenz in Singapur die gemeinsame Forschungsinitiative vorgestellt.

Die Stadt als dynamisches System

Die ETH Zürich will das "Future Cities Laboratory", zusammen mit ihren akademischen Partnern, ab Mitte 2010 als interdisziplinäre Forschungsplattform aufbauen. Im Zentrum der Forschung stehen drei Schwerpunkte: ein erster liegt auf nachhaltigen Gebäudetechnologien, neuen Materialien und der Architektur. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Stadt als urbanes System mit Herausforderungen wie z.B. öffentlicher und privater Verkehr, nachhaltiger Wasserhaushalt oder soziale Entwicklungen. Der dritte Schwerpunkt befasst sich mit raumplanerischen Dimensionen, etwa der Frage nach einem harmonischen Verhältnis zwischen Stadt und Land. Der neue Ansatz des "Future Cities Laboratory" besteht darin, diese Schwerpunkte sinnvoll miteinander zu verbinden und deren Wechselwirkungen zu erforschen. Die Architekten, Planer und Wissenschaftlerinnen sehen und entwerfen die Stadt als dynamisches System, in dem Menschen interagieren und Ressourcen wie Energie, Wasser, Raum, Kapital, Material oder Information ständig im Fluss sind.

Dieser ganzheitliche Blick auf die Städte ist möglich, weil die Projektbeteiligten aus den unterschiedlichsten Fachgebieten kommen und verschiedene kulturelle und klimatische Erfahrungen in das "Future Cities Laboratory" einfliessen. Beteiligt am Projekt sind Wissenschaftler des ETH-Netzwerks Stadt und Landschaft sowie der Departemente Architektur, Umweltnaturwissenschaften, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Management, Technologie und Ökonomie sowie Bau, Umwelt und Geomatik.

Singapur als einzigartige Versuchsanlage

"Das 'Future Cities Laboratory' ist für die ETH Zürich eine hervorragende Gelegenheit, um Modelle und Simulationen, die zum Beispiel für die Raumplanung oder die Gebäudetechnologie entwickelt wurden, in Design Research Studios für tropische asiatische Städte zu testen", erklärt Gerhard Schmitt, Delegierter der ETH Zürich für Internationale Institutionelle Angelegenheiten. Die Wissenschaftler erhoffen sich deshalb Erkenntnisse, die sich auch auf andere Städte übertragen lassen. Die ETH Zürich hat ein grosses Wissen und neue Forschungsmethoden auf den Gebieten der nachhaltigen Stadtentwicklung aufgebaut. Mit der National University of Singapore und der Nanyang Technological University hat sie akademische Partner gefunden, die alle ihre eigene Stärken im gemeinsamen Forschungsverbund einbringen werden.

Internationale Partner für globale Themen

Die Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler am "Future Cities Laboratory" wollen eng mit den für Städteplanung zuständigen Behörden in Singapur zusammenarbeiten. Eine intensive Zusammenarbeit ist auch mit dem Massachusetts Institut of Technology (MIT) geplant, das mit der ETH Zürich 2011 in den dafür im Bau befindlichen Campus ziehen soll. Die Plattform ist offen für weitere in- und ausländische Partner, insbesondere auch für die ETH Lausanne und die Eawag. "Wir freuen uns, dass wir mit der neuen Forschungsplattform in Singapur eine Initiative umsetzen können, deren Resultate die Städteplanung prägen werden - in der Schweiz, in Singapur und weltweit", sagt Ralph Eichler. "Zudem hilft es uns, den internationalen Bezug in der Ausbildung unserer Architekten zu stärken".

Weitere Informationen:
ETH Zürich
Prof. Marc Angélil
Professur für Architektur und Entwurf
Telefon: + 41 44 633 28 43
E-Mail: angelil@arch.ethz.ch

Claudia Naegeli | idw
Weitere Informationen:
http://www.ethz.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Wirbel als Räder der Natur
28.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen
24.03.2017 | HafenCity Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit

Antibiotikaresistenz zeigt sich durch Leuchten

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie