Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Städtebau nach der Finanzkrise – der Weg zur City 3.0

24.01.2013
Zwangsversteigerungen, leerstehende Wohn- und Geschäftsgebäude, Bauruinen: Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt sich zunehmend auch auf Städte aus.
Über die Folgen der Krise für Städtebau und Architektur sowie Lösungsansätze diskutieren Politiker, Kulturwissenschaftler, Designer, Architekten und Stadtplaner beim internationalen Symposium „New Babylon – Architecture and Urbanism After Crisis“ am 31. Januar und 1. Februar am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Die Kapitalmärkte sind international vernetzt, Risiken – etwa bei der Vergabe von Darlehen – werden damit weltweit gestreut. So entwickelte sich die US-amerikanische Immobilienkrise zu einer anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. „Hohe Arbeitslosigkeit, Armut und Abwanderung prägen die Situation in Städten weltweit, die globale Finanzkrise ist eine urbane Krise geworden“, sagt Florian Dreher vom Fachgebiet Architekturtheorie der Fakultät für Architektur am KIT, der das Symposium gemeinsam mit Kerstin Faber vom Fachgebiet Städtebau konzipiert und organisiert hat. Ein zentrales Thema der Veranstaltung wird das Zusammenspiel von Öffentlichkeit und Politik sein. „Weltweit haben sich neue Demonstrationsbewegungen wie etwa Occupy sowohl im urbanen Raum als auch im Internet gebildet“, so Faber. „Aktuelle Fragen sind also: Was heißt ‚öffentlicher Raum‘, wenn sich mit Bannmeilen und Privatisierungen die Grenzen verschärfen? Und: Wie kann die Teilhabe an der Stadtgesellschaft künftig aussehen?“

Weitere Schwerpunkte sind Ökonomie und Wohnen, Identität und Kultur sowie Infrastruktur und Umwelt. Das Programm des Symposiums umfasst insgesamt 14 Vorträge internationaler Experten aus Politik, Wissenschaft und stadtplanerischer Praxis. So spricht zum Auftakt des Symposiums am Donnerstag, 31. Januar um 19 Uhr Jón Gnarr, Oberbürgermeister von Reykjavik, über die Verantwortung der Politik. Die soziale Dimension der Architektur steht anschließend im Mittelpunkt des Vortrags von Professor Andres Lepik, Direktor des Museums für Architektur der TU München.

Der Architekt Muck Petzet entwarf im vergangenen Jahr den deutschen Pavillion für die Architektur-Biennale in Venedig. Ideen zum Reduzieren, Weiterverwenden und Recyclen der „Ressource Architektur“ skizziert er am Freitag, 1. Februar, um 15.15 Uhr. Mit künftigen urbanen Infrastrukturen – in Verbindung mit Energieversorgung, Wasseraufbereitung oder Lebensmittelproduktion – befasst sich Professor Charles Waldheim, Architekt und Lehrstuhlinhaber an der Harvard University, um 17.15 Uhr. Die „City 3.0“ schließlich ist Thema des britischen Ingenieurs Andrew Comer, der den Masterplan für die Olympischen Spiele 2012 in London entwickelte.

Die insgesamt vier Themenblöcke schließen jeweils mit einer Diskussionsrunde mit den Referenten.

Das Symposium organisieren die beiden Fachgebiete Architekturtheorie und Städtebau der Fakultät für Architektur des KIT.

Veranstaltungsort ist der Hörsaal Egon Eiermann, Gebäude 20.40, Englerstraße 7, KIT-Campus Süd.

Nähere Informationen und vollständiges Programm:
http://www.after-crisis.com

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungs-zentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Pressereferentin
Tel.: +49 721 608-48121
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail: margarete.lehne@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://ww.kit.edu
http://www.after-crisis.com/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen
23.03.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Neues Mehrfamilienhaus-Konzept vom Ökohaus-Pionier
21.03.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen