Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stadtplanung und Baukunst zwischen zwei Welten: HafenCity Universität forscht am "Campus Hamburg in 3D"

27.11.2009
Noch vor der geplanten Grundsteinlegung in der Hafen City im Frühjahr 2010 erforscht die HafenCity Universität Hamburg (HCU) mit einer Machbarkeitsstudie die Potenziale digitaler Web 3D-Plattformen wie Second Life® für Forschung und Lehre sowie der Vernetzung mit anderen regionalen und internationalen Hochschulen im virtuellen Raum.

Seit 2006 ist die neue Hamburger Universität für Baukunst- und Metropolenentwicklung in der Stadt räumlich fragmentiert; möglicherweise wird sie jedoch schon vor der Fertigstellung ihres Neubaus in 2012 durch eine verbindende virtuelle Repräsentanz im 3D-Internet ergänzt.

Zur Machbarkeit erstellt Micha Becker (28), Student der Stadtplanung, als Teil seiner Diplomarbeit eine Studie mit dem Anspruch, die Möglichkeiten virtueller Räume für Forschung und Lehre im Bereich der Stadtplanung und Architektur zu erproben, prototypisch zu evaluieren und zu testen.

Micha Becker: "Heute reicht es nicht mehr aus, sich nur auf die uns klassisch bekannten Räume zu beschränken. Die Digitalisierung der Medienlandschaft und der Einzug der dritten Dimension ins Internet bringen uns dazu, unsere Vorstellungen von Beziehung und Interaktion, Entwurf und Gestaltung, Beteiligung und Zusammenarbeit zu überdenken. Völlig neue Möglichkeiten entstehen, Räume neu zu erforschen, zu begreifen und zu definieren."

Die studentische Arbeit ergänzt die Hamburger Hochschulaktivitäten am virtuellen "Campus Hamburg in 3D"; dort wird sie Kontakt zur internationalen Gemeinschaft teils hochrangiger Akademiker und deren Studierenden suchen, die die Zukunftstechnologie des 3D-Internet in Second Life und anderen virtuellen 3D Umgebungen aktiv mitgestalten.

Unter anderem soll auch evaluiert werden, ob sich im Kontext dieser medialen Entwicklung neue Kooperationen der HCU mit Wirtschaft und Behörden anstoßen lassen; Interessenten sind willkommen. Die Studie wird von Prof. Dr. Michael Koch (Städtebau & Quartierplanung) und Prof. Dr. Alenka Krek (Computergestützte Methoden der Stadt- und Regionalplanung) in Zusammenarbeit mit dem Büro X Media Lab betreut.Erste Ergebnisse werden Anfang März erwartet und sind zunächst der Hochschulöffentlichkeit vorbehalten; bis Mai 2010 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Die HafenCity Universität Hamburg - Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung (HCU) - ist die einzige Universität Europas, die ausschließlich auf Bauen und Stadtentwicklung fokussiert ist.

Die HCU verfolgt dabei den Anspruch, die drängenden Herausforderungen der gebauten Umwelt und der Entwicklung von Metropolen im 21. Jahrhundert in ihrer Vielfältigkeit zu verstehen und Wege zu deren Bewältigung aufzuzeigen. Dieses erfordert, die herkömmlichen Grenzen zwischen Disziplinen und Professionen zu überschreiten. Disziplinarität, Interprofessionalität und Transdisziplinarität bilden daher die Grundprinzipien von Lehre und Forschung an der HCU.

Die HCU vereint als Universität die drei akademischen Bereiche Ingenieur- und Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Entwurf und Gestaltung. Sie bietet Studiengänge in Architektur, Architectural Engineering, Bauingenieurwesen, Geomatik, Kultur der Metropole, Ressource Efficiency in Architecture and Planning, Stadtplanung und Urban Design an.

Die HCU wird im Sommer 2012 einen Neubau in herausragender Lage in Hamburgs HafenCity beziehen. Das Leitbild und die Organisationsstruktur der HCU sowie die Planungen für diesen Neubau sind konsequent und einander bedingend entwickelt worden. Der Entwurf des Gebäudes überwindet Fachgrenzen auch räumlich. Er bietet darüber hinaus den Raum, um die HCU zum Zentrum des öffentlichen Dialogs über Baukultur und Stadtentwicklung in Hamburg zu machen.
Für Rückfragen und Kontakt wenden Sie sich bitte an:
Mechtild Freiin v. Münchhausen - HCU - Leiterin des Referats für Kommunikation
(0)40 - 4 28 27- 27 30 - Mechtild.vonMuenchhausen@hcu-hamburg.de - oder
Micha Becker - HCU Stadtplanung - Mob.: 0171- 165 40 75 - micha.becker@hcu-hamburg.de
Über das Hochschulprojekt "Campus Hamburg in 3D"
Im November 2007 ging der virtuelle "Campus Hamburg" in der 3D-Internet-Umgebung Second Life an den Start. Forschung und Lehre am Wissensstandort Hamburg nehmen hier aktiv an der internationalen Entwicklung eines dreidimensional geprägten Internet teil und bereichern die stetig wachsende Gemeinschaft internationaler Universitäten und anderer Bildungseinrichtun-gen. Das hochschulübergreifende Web 3D-Projekt geht auf eine Initiative des BÜRO X Media Lab (Hamburg) zurück und wurde mit Unterstützung der Handelskammer Hamburg und der Freien und Hansestadt Hamburg realisiert, letztere vertreten durch die Standortinitiative Hamburg@work. Im April 2008 eröffnete die Universität Hamburg am "Campus Hamburg" als erste deutsche Hochschule eine eigene virtuelle Insel als digitale 3D-Repräsentanz. Ende des Jahres 2008 folgte die Fakultät Design, Medien und Information (DMI) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) mit der Insel "Campus Finkenau". Ab Ende 2009 hat auch die mhmk Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation eine eigene Präsenz, und die HafenCity Universität Hamburg (HCU) erstellt im Rahmen einer Diplomarbeit eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung der Zukunftstechnologie. 2010 führt BÜRO X Media Lab mit Unterstützung von Hamburg@work und lokalen Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft mit renommierten internationalen Referenten die virtuelle Ringvorlesung "Beyond the Hype: The 3D Web" durch. Fragen hierzu richten Sie bitte an Hanno Tietgens, ht@buerox.de.
Weitere Informationen
Ausführliche Information und aktuelles Bildmaterial stellen alle Beteiligten des kollaborativen Hochschulprojekts unter http://www.buerox.de/ => CAMPUS HAMBURG IN 3D zum Download zur Verfügung. Das Programm Second Life® können interessierte Internet-Nutzer kostenlos herunter-laden unter https://join.secondlife.com/index.php?lang=de-DE.

In Second Life ist das virtuelle 3D Audimax mit dem zentralen Landepunkt des Campus unter der Sucheingabe "Campus Hamburg" zu erreichen oder über das Internet unter der SLurl http://slurl.com/secondlife/Campus%20Hamburg/111/100/21/.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw
Weitere Informationen:
http://www.hcu-hamburg.de/
http://slurl.com/secondlife/Campus%20Hamburg/111/100/21/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Ein Korsett für schwache Stützen aus Beton
12.10.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Raumwunder im Hinterhof
12.10.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise