Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stadtentwicklung in Osteuropa

12.06.2012
Die Lebensqualität in einem Stadtteil hängt von vielen Faktoren ab – beispielsweise von erschwinglichen Mieten, einem guten Verkehrsnetz oder abwechslungsreichen Freizeitangeboten.
Mit der Stadtteilentwicklung in ehemals sozialistisch regierten Ländern befasst sich das EU-Forschungsprojekt „ReNew-Town“, an dem das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt ist. Die Projektergebnisse werden bei einem Workshop zum Thema „Stadtteilaufwertung“ am Mittwoch, 20. Juni, am KIT vorgestellt, zu dem die interessierte Öffentlichkeit sowie Experten herzlich eingeladen sind. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Sanierungsbedürftige Gebäude und öffentliche Plätze, schlechte Infrastrukturen oder ein mangelhaftes Freizeitangebot – in vielen Städten in ehemals sozialistisch regierten Ländern wie Slowenien, Slowakei, Tschechien und Polen ist der Modernisierungsbedarf hoch. „Stadtumbau und städtische Aufwertung bedeuten mehr als nur architektonische Aufwertung und Sanierung, unter anderem ist die Gestaltung des sozialen und kulturellen Lebens bedeutend für das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils“, so Christina Götz vom KIT-Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS).

Wie lässt sich ein Stadtteil unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gestalten? Antworten gibt ein Workshop zum EU-Projekt „ReNew Town“ (Foto: Marko Govek)

Seit 2011 ist das ITAS Wissensvermittler im EU-Projekt ReNew Town, indem es seine Partnerländer in Fragen zur Bürgerbeteiligung in der Stadtteilaufwertung unterstützt. An dem Projekt sind acht mitteleuropäische Kommunen und Forschungseinrichtungen beteiligt.

Mit ReNew Town unterstützt das ITAS seine Partnerländer darin, praktikable Lösungen für die Stadtteilentwicklung zu erarbeiten, beispielsweise indem es Strategien aus deutschen Städten und Gemeinden vorstellt. Das ITAS-Projektteam wählte hierfür zehn Beispielprojekte aus, die sich unter aktiver Beteiligung der Bürger Stadtteilaufwertungsmaßnahmen widmen: zum Beispiel die Umwandlung eines alten Plattenbaus in ein Kulturhochhaus und ein von Kindern eingerichtetes und geführtes Hotel oder den Umbau eines ehemaligen Kindergartengebäudes in ein Start-up-Center für junge Existenzgründer. Um herauszufinden, wie Bürgerinnen und Bürger in den Gestaltungsprozess eines Stadtteils eingebunden werden können, führte das ITAS-Projektteam Befragungen in Ost- und Westdeutschland durch – zum Beispiel zu einem Projekt der MieterInnenInitiative Karlsruhe (MiKa), bei dem ehemalige Kasernengebäude in Wohngebäude mit Kultur- und Gemeinschaftsräumen umgewandelt wurden. Das MiKA-Projekt hat gezeigt, dass Motivation und Kompromissbereitschaft der Akteure sowie eine gute Projektmanagementstruktur von essentieller Bedeutung für das Gelingen eines solchen Projekts sind. Diese und weitere Ergebnisse fließen in die in ReNew Town entwickelten Lösungsansätze ein.

Um im Dialog mit Interessierten sowie Experten Lösungsansätze für vier Pilotprojekte in den Städten Velenje (Slowakei), Prag (Tschechische Republik), Krakau (Polen) und Hnusta (Slovenien) zu entwickeln, organisiert das ITAS am Mittwoch, 20. Juni, von 10 bis 16 Uhr (Ostendorfhaus, Weberstraße 5, Karlsruhe) eine Diskussionsveranstaltung mit Experten zum Thema Beteiligung in der Stadtteilaufwertung. Interessierte sowie Experten sind herzlich eingeladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. In diesem Workshop soll das komplexe Thema Stadtteilentwicklung nicht nur auf Basis der gewonnen Studienergebnisse diskutiert, sondern vielmehr Erfahrungen aus der ost- und westdeutschen Praxis gesammelt werden. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail unter christina.goetz@kit.edu oder telefonisch unter 0721 608/28036 ist aufgrund der Teilnahmebegrenzung erforderlich.

ReNew Town ist Teil des Central Europe-Programms der Europäischen Union zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen mitteleuropäischen Ländern.

Weitere Informationen: http://www.renewtown.eu/project.html.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Saskia Kutscheidt
Presse, Kommunikation und
Marketing
Tel.: +49 721 608 - 48120
Fax: +49 721 608 - 43658
E-Mail: Saskia.Kutscheidt@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.renewtown.eu/project.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Doppelhaus mal anders - Elegantes Glas-Ensemble am Hang
02.05.2017 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Bauübergabe der ALMA-Residencia
26.04.2017 | Max-Planck-Institut für Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Polarstern ab heute unterwegs nach Spitzbergen, um Rolle der Wolken bei Erwärmung der Arktis zu untersuchen

24.05.2017 | Geowissenschaften