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Nicht schön war gestern: Ästhetik und Funktion zählen! FH-Studierende entwerfen Windpark

27.02.2012
20 Studierende der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) und der Hochschule RheinMain haben Nutzungs- und Gestaltungskonzepte für eine Windkraftanlage auf dem 600 Meter hoch gelegenen Berg Knoten in Mittelhessen entwickelt.

Auf Anfrage eines Investors und der Gemeinde Greifenstein entwarfen die Studierenden ihre Ideen. Die besten Lösungen der Studierenden des Master-Studiengangs Architektur am Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der FH FFM und des kooperativen Master-Studiengangs Umweltplanung und Stadtplanung in Ballungsräumen der Hochschule RheinMain werden bei einem studentischen Wettbewerb mit 3.000 Euro prämiert. Ab 29. Februar 2012 werden die Entwürfe im Dorfgemeinschaftshaus Greifenstein/Beilstein ausgestellt. Die Preisverleihung findet am Eröffnungstag statt.

Auf dem Knoten in der Gemeinde Greifenstein sollen Windkrafträder zur Energiegewinnung gebaut werden. Viele Anwohner sind gegen den Bau der Anlagen, denn sie befürchten Nachteile für den Tourismus, entstehende Lärmemission, eine Gefährdung von Vogelarten und nicht zuletzt die sogenannte „Verspargelung“ des Gebiets, die die optischen Einschnitte in die Landschaft durch Windkrafträder beschreibt. Der Verwaltungsgerichtshof hat die Klage der Anwohner und einer Nachbargemeinde abgelehnt.

Um den Bürgern entgegenzukommen, beschlossen die Kommune und der Anlagenbetreiber Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH und Co. KG, die FH FFM um Rat zu fragen. Die Studierenden wurden aufgefordert Entwürfe vorzulegen, die die technischen Anlagen in die Umwelt integrieren und so die Bedenken der Bürger zerstreuen. „Da es zurzeit wenige Ansätze gibt, ergänzend zu technischen und funktionalen Ansprüchen Windkraftanlagen harmonisch in das Erscheinungsbild der Umwelt einzufügen, begingen die Studierenden mit dieser Aufgabe Neuland“, betont Prof. Jean Heemskerk vom Fachbereich 1. Heemskerk leitet das Projekt gemeinsam mit Prof. Wolfgang Dunkelau und Prof. Dr. Erich Schöndorf vom Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht der FH FFM. Schöndorf vermittelte das Projekt als studentischen Wettbewerb an die Hochschulen.

„Die gestalterische Einbindung spielt gerade für die Identifikation mit solchen Anlagen eine wichtige Rolle. Die Aufgabe ist also genau das Richtige für ein interdisziplinäres Projekt mit Studierenden der Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung“, erklärt Jean Heemskerk.

Auch für die FH FFM sieht Heemskerk durch den Wettbewerb Chancen: „Unsere Hochschule hat hier die Möglichkeit, grundsätzlich über dieses Thema nachzudenken. Es geht nicht nur um die ästhetische Erscheinung der Windkraftanlagen, sondern vor allem darum, verborgene Nutzungspotenziale im Zusammenhang mit Windkraftanlagen zu entdecken und planerisch umzusetzen.“ Daher gelte es für die Studierenden, genau abzuwägen zwischen dem regionalen Kontext und übertragbaren Prototypen. „Ich freue mich, dass die Hochschule aktiv an der zukünftigen energetischen Ausrichtung unserer Gesellschaft teilnimmt“.

Weitere Informationen zum Projekt:
http://www.fh-frankfurt.de/de/fachbereiche/fb1/ansprechpartnerinnen
/professorinnen/heemskerk/best_of/entwerfen_ma/knotenpunkt_windkraft.html
Termin Ausstellung „Knotenpunkt Windkraft“: 29.02.-28.03.2012, täglich 8.30 bis 12 Uhr, montags und dienstags zusätzlich 13.30 bis 15.30 Uhr, donnerstags zusätzlich 13.30 bis 17.30 Uhr
Termin Preisverleihung: 29.02.2012, 16 Uhr
Ort: Dorfgemeinschaftshaus Beilstein, Herborner Str. 38, 35753 Greifenstein (OT Beilstein)

Sarah Blaß | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-frankfurt.de

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