Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schauraum: Alternativ Beleuchten mit LED-Technik

20.06.2014

Angenehmes, helles Licht auf Knopfdruck, ohne hohen Stromverbrauch – das leisten moderne Leuchtdioden (LEDs).

Im Außen- wie im Innenbereich bietet LED-Beleuchtung eine Alternative zu herkömmlichen Glüh- und Energiesparlampen. Wie das aussehen kann, zeigt der Schauraum SILUET: Auf rund 20 Quadratmetern sind zehn innovative LED-Leuchten ausgestellt.


Der Schauraum SILUET zeigt moderne Beleuchtungskonzepte mit LED-Technik.

(Foto: Andreas Grimm, Hochschule Konstanz)

Sie sind Ergebnis des Verbundprojekts ZAFH LED-OASYS baden-württembergischer Fachhochschulen, welches das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wissenschaftlich begleitete. Vom 26. Juni bis 27. Juli können Interessierte SILUET auf dem KIT-Campus Süd besichtigen.

„LED-Leuchtmittel sind in den vergangenen Jahren nicht nur deutlich leistungsstärker, sondern auch energieeffizienter geworden“, sagt Simon Wendel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lichttechnischen Institut (LTI) des KIT und Mitarbeiter beim OASYS-Projekt. Zudem ließen sie sich unter anderem farblich variieren, dimmen und ohne Verzögerung ein- oder ausschalten – Vorzüge, über die gängige Energiesparlampen nicht verfügten.

Ergebnis des OASYS-Projekts sind zehn Prototypen innovativer LED-Leuchten, die die vielseitigen Möglichkeiten der LED-Technik vorstellen. In Funktion, Material und Design sind sie so unterschiedlich wie ihre Namen: Die „Leuchtkachel Luuk“, kurz für Lukas, der Helle, wird beispielsweise direkt an der Decke angebracht und spendet über Streuung großflächig gleichmäßiges Licht.

Bei der Hängelampe „Levi“ – hebräisch: der Anhängliche – hingegen lenken Spiegel die Lichtstrahlen um und werfen zwei bewegliche Lichtkegel an die Wand. Ein Beispiel für die Farbvielfalt der LED-Technik ist die Leuchte „Amaru“, bei der ein langer Rundstab aus speziellem Plexiglas als Leuchtkörper und Türgriff dient: An beiden Enden lassen sich beliebige Farben einstellen, sodass er beispielsweise am oberen rot und am unteren blau leuchtet.

Dazwischen nimmt er je nach Farbmischverhältnis unterschiedliche Lilatöne an. Premiere hatte der Schauraum SILUET bei der Fachmesse Light + Building 2014 in Frankfurt. Jetzt geht er auf Rundreise an die beteiligten Hochschulen und macht als Erstes für einen Monat am KIT Station. 

Die Entwicklung der ausgestellten Beleuchtungskonzepte verlief disziplinübergreifend: Architekten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz definierten zunächst unterschiedliche Beleuchtungs- und Raumsituationen. Im nächsten Schritt ging es darum, das Licht, welches sich ausgehend von einem LED-Chip halbkugelförmig ausbreitet, entsprechend zu „designen“:

Das heißt, es mit individuell geformten Linsen und Reflektoren so zu bündeln und umzulenken, dass der gewünschte Lichteffekt erzielt wird. Wissenschaftler des LTI und der Hochschule Ravensburg-Weingarten führten hierfür aufwendige Berechnungen und Simulationen durch. „Wir können genau bestimmen, wie und mit welcher Intensität sich das Licht ausbreitet, wo Reflexionen auftreten und welche Beleuchtungssituation sich letztlich einstellt“, erklärt Wendel.

Für die Wahl der Materialen und Kühlkörper sowie für die Lebensdauer des LED-Chips sei es entscheidend, auch die Wärmeentwicklung zu simulieren und zu managen. Ingenieure der Hochschule Aalen fertigten schließlich die optischen Bauteile aus Plexiglas, Aluminium und Stahl, während sich die Hochschule Esslingen um Steuerung und Elektronik kümmerte.

Für die interessierte Öffentlichkeit oder Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie gibt es bis zum 27. Juli täglich um 16 Uhr eine kostenlose Führung mit Demonstration der LED-Systeme. Treffpunkt ist am Osteingang der KIT-Bibliothek auf dem Campus Süd, Straße am Forum 2. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter:
http://www.siluet-led.de

Weiterer Kontakt:
Lilith C. Paul, Presse, Kommunikation und Marketing, Telefon: +49 721 608-48120, Fax: +49 721 608-43658, E-Mail: l.c.paul@kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: http://www.kit.edu

Weitere Informationen:

http://www.siluet-led.de

Monika Landgraf | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Alternative Energie Energiesparlampen KIT LED-Chip LED-Leuchten LED-Technik Licht Lichteffekt Mission Stahl Technik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Neueinschätzung der Erdbebengefährdung Deutschlands
13.06.2018 | Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

nachricht Im Herzen der Stadt
06.06.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umwandlung von nicht-neuronalen Zellen in Nervenzellen

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Im Fußballfieber: Rittal Cup verspricht Spannung und Spaß

18.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics