Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Revolution im Bausektor mit Ecocell: Häuser aus Recycling-Papier

09.06.2015

Schweizer Architekt und Unternehmer plant Bau von 400 Wohneinheiten mit neuartigem Baumaterial

Hoch belastbar, wärmedämmend, ökologisch nachhaltig, leicht. So beschreibt der Schweizer Architekt und Unternehmer Frey Iseli sein neuartiges Bausystem Ecocell®. Häuser entstehen damit in Trockenbauweise wie mit einem Baukasten: schnell, kostengünstig und flexibel. Clou des patentierten Systems: Der neuartige Verbundwerkstoff hat eine Wabenstruktur aus Papier. Eine Spezialbeschichtung aus Zement sorgt für hohe Belastbarkeit und Brandschutz.


Unternehmer Fredy Iseli

Rund 400 Wohneinheiten planen Fredy Iseli und seine ECOCELL (Schweiz) AG mit dem neuen Baustoff in den kommenden Jahren im Bodenseeraum zu errichten. Erst vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich zum Bau der ersten Doppel-, Reihen- und Einfamilienhäuser aus dem neuen Baustoff. Eine eigens errichtete Fertigung produziert das Ecocell® Bausystem bereits in Serie.

Mit dem Bau von Häusern aus Recycling-Papier startet der Schweizer zugleich eine Revolution im Bausektor. Der neue Baustoff Ecocell® ist zehnmal leichter als Beton, dreimal leichter als Holz, ist hoch belastbar, wärmedämmend, durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe ökologisch nachhaltig und leicht. Im Verbund mit einer Beplankung aus Holz wird daraus das Ecocell®-Bausystem. Häuser entstehen damit in Trockenbauweise wie mit einem Baukasten: schnell, kostengünstig und flexibel.

Der Clou jedoch steckt im Kern des neuartigen Baustoffs: Das Innere der Ecocell® Wandsysteme besteht aus einer Wabenstruktur aus gewelltem Recycling-Papier, vergleichbar mit dem Aufbau von Wellkarton oder einer Bienenwabe. Durch eine mineralische Spezialbeschichtung aus Zement wird daraus die Ecocell® Betonwabe®. Sie ist hoch belastbar, sorgt für Brandschutz und kombiniert die Vorteile von Beton mit denen einer leichten und stabilen Wabenstruktur (Honeycomb-Struktur).

Die leichte Struktur der Betonwabe® erlaubt hohe Belastungen von bis zu 220 Tonnen je Quadratmeter (t/m2). Werden die Wabenplatten nach Art eines Sandwich mit Holz beplankt, ergibt dies hoch belastbare Wände, Decken und Böden, deren feinteilige Hohlraumstruktur ausgezeichnete Isolationseigenschaften aufweisen. Mit einem Lambda-Wert von 0,053 W/mK entspricht die Leitfähigkeit dem von Vollholz. Zugleich bewirken die Luftkammern eine hohe Schall- und Wärmedämmung.

Produktivität am Bau erhöhen durch Verlagerung in die Fabrik

Die Ecocell-Betonwabe® ist weltweit die erste Isolation mit zugleich statischer Funktion, betont der Architekt und Unternehmer Iseli. Zugleich erlaubt das Ecocell®-Bausystem den individuellen Bau von Häusern und Wohnungen in reiner Trockenbauweise mit industriell in der Fabrik gefertigten Elementen.
"Durch die Verlagerung in die Fabrik erhöhen wir die Produktivität am Bau erheblich", stellt Iseli die Zeit- und Kostenvorteil heraus. Das ermöglicht den Bau von hochwertigem Wohnraum in Bruchteilen herkömmlicher Bauzeit.

Bis zu 400 Wohneinheiten plant sein Unternehmen ECOCELL (Schweiz) AG in den kommenden Jahren mit dem neuen Bausystem im Bodenseeraum und der Ostschweiz zu errichten. Erst vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich zum Bau der ersten acht Doppel-, Reihen- und Einfamilienhäuser in den Gemeinden St. Margrethen und Uttwil. Weitere Objekte in Rorschacherberg und Romanshorn sind in Planung, darunter ein Hotel mit 30 bis 50 Doppelzimmern.

Alle Immobilien und Wohnungen bleiben jedoch im Besitz der ECOCELL (Schweiz) AG als Immobiliengesellschaft, welche die Objekte ausschliesslich vermietet. Investoren in das Unternehmen soll auf diese Weise eine langfristig attraktive Rendite geboten werden. Ein Verkauf der Immobilien ist nach Fertigstellung somit nicht vorgesehen. Auch soll das Bausystem nicht separat an andere Architekten oder Bauherren vermarktet werden.

Alle Häuser mit eigener Stromerzeugung und mit Elektromobil

So ungewöhnlich wie der Baustoff, so ungewöhnlich ist auch das Gesamtkonzept der Immobilien. Denn alle von der ECOCELL (Schweiz) AG geplanten Objekte entstehen nach einem ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen Ansatz: Neben dem Baumaterial aus recycelten und nachwachsenden Rohstoffen verfügt jedes Haus auch über seine eigen Stromerzeugung.

Ausgestattet mit Solarzellen und Energiespeichern für den elektrischen Strom sollen die "ECO-Solar-Modulhäuser" mindestens so viel elektrische Energie erzeugen wie die darin wohnenden Haushalte selber verbrauchen. Dafür kommt neueste Photovoltaik auf dem Dach und auf Teilen der Fassade zum Einsatz. Die hinter Glas angeordnete "transparente Wärmedämmung" auf der Fassade produziert als "aktive Isolation" zugleich elektrischen Strom.

Ein Elektromobil für jede der 400 Wohneinheiten ist ebenfalls Bestandteil des energetisch vorbildlichen Gesamtkonzepts. Das E-Mobil ist im Mietpreis der Wohnungen inbegriffen. Das Fahrzeug dient jedem Haushalt zur emissionsfreien Mobilität und wird gleichfalls vom ECO-Solar-Modulhaus mit Strom versorgt.

Investoren für Privatplatzierung gesucht

Zur Finanzierung der mehrere hundert Wohneinheiten umfassenden Immobilienprojekte in den kommenden Jahren und zur Ausweitung der Fertigungskapazität der Ecocell®-Produktion bietet die ECOCELL (Schweiz) AG interessierten Investoren ab einer Investitionssummer von 350.000 Euro eine attraktive Privatplatzierung im Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Schweizer Franken. Das Angebot läuft bis Ende August 2015. Mehr dazu unter: http://www.ecocell.ch


Über die ECOCELL (Schweiz) AG

Die ECOCELL (Schweiz) AG ist eine private Schweizer Gesellschaft mit Sitz in Uttwil, Kanton Thurgau. Verwaltungsrat und Präsident ist der Architekt und Unternehmer Fredy Iseli. Zweck des im Dezember 2012 gegründeten Unternehmens ist die Herstellung, der Bau und die Bewirtschaftung von Immobilien, die mit dem Ecocell® Bausystem errichtet werden.

Firmengründer und Innovator ist der Unternehmer Fredy Iseli. Seine vor 35 Jahren ins Leben gegründete Fredy Iseli Unternehmens-Gruppe realisierte als Architekturbüro und Generalunternehmung bis heute über 250 Objekte und Überbauungen in der Ostschweiz. Eine 1989 übernommene Verpackungsfirma wurde Ausgangspunkt für die Entwicklung und Herstellung baunaher Produkte auf Basis von Recycling-Papier. Die gewonnenen Erfahrungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung des heutigen Ecocell®-Bausystems auf Basis der patentierten Ecocell®-Technologie.

Für weitere Informationen steht zur Verfügung:
Fredy Iseli - Inhaber ISELI Architektur AG und ECOCELL (Schweiz) AG
Telefon: +41 . (0)71 . 463 64 61 / Email: info@fredy-iseli.ch

Weitere Informationen unter: http://www.ecocell.ch  sowie http://www.fredy-iseli.ch

Prisca Baumgartner | pressetext.deutschland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Additive Fertigung: Bauteile völlig neu denken
02.12.2016 | Hochschule Landshut

nachricht Kombination von Isolierung und thermischer Masse
01.12.2016 | Fraunhofer Institute for Chemical Technology ICT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie