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Das Raumklima in Schulen verbessern

11.01.2011
Hybride Konzepte kombinieren Fensterlüftung und mechanische Systeme

Forscher des Fraunhofer Instituts für Bauphysik (Holzkirchen) und der RWTH Aachen haben in zwei Projekten Konzepte der hybriden Lüftung für Klassenräume entwickelt.

Ziel war, unabhängig von Jahreszeiten das Raumklima zu verbessern, um eine angenehme Raumtemperatur und gute Luftqualität in Klassenräumen bedarfsgerecht einzuregeln. Diese soll dann über den ganzen Unterrichtstag beibehalten werden. Die Konzepte wurden in zwei Feldversuchen erprobt. Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Hybride Lüftung verbessert Raumklima in Schulen“ (15/10) stellt Konzepte und erste Ergebnisse vor.

Hybride Lüftungskonzepte kombinieren eine übliche Fensterlüftung und mechanische Fensteröffnungssysteme. Im Projekt der RWTH Aachen in Berlin wird zusätzlich noch ein komplettes Fassadenelement mit einem integrierten dezentralen Lüftungsgerät eingesetzt. Die Firma Wildeboer Bauteile GmbH hat hierfür ein Gerät entwickelt, das speziell für den Einsatz in Schulen ausgelegt ist. In beiden Projekten stellt jeweils eine Regelung automatisch die optimierte Betriebsweise ein.

Wann immer es die Witterung, die Behaglichkeit im Raum und die Außengeräusche zulassen, sollen die natürlichen Antriebskräfte für den notwendigen Luftwechsel genutzt werden. Nur in den verbleibenden Zeiträumen übernehmen bzw. unterstützen dies maschinelle Systeme. In beiden Projekten wurde eine deutliche Verbesserung von Luftqualität und Behaglichkeit im Vergleich zur rein manuellen Fensterlüftung erreicht, wie sie in Schulen bisher fast immer üblich ist.

Bei der Sanierung eines Schulgebäudes spricht vieles für den Einsatz hybrider Lüftungskonzepte oder dezentraler Lüftungsgeräte. Wichtige Argumente im Vergleich zu zentralen Lüftungsanlagen sind der geringere bauliche Aufwand und der niedrigere Energiebedarf für den Lufttransport. Das BINE-Projektinfo „Hybride Lüftung verbessert Raumklima in Schulen“ (15/10) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter http://www.bine.info oder telefonisch unter 0228 92379-0.

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
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Rüdiger Mack | idw
Weitere Informationen:
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