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Raumakustik von Büroräumen simulieren

18.10.2013
Der Büroalltag ist nicht leise. Hier reden Kollegen miteinander, dort klingelt ein Telefon und der Kopierer spuckt fleißig Papier aus. Doch die Geräusche stören bei der Büroarbeit und stressen. Deshalb muss Lärmminderung ein fester Bestandteil der Planung von Büroräumen sein.

Hier hilft die Software „Auralisation von Büroräumen“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Instituts für Rundfunktechnik (IRT). Sie zeigt, wie wichtig die Raumakustik ist und wie sich ein geplanter Arbeitsraum anhört.

Das neu entwickelte Programm enthält ausgewählte Hörbeispiele und hilft Anwendern, Büroräume und Arbeitsbereiche hinsichtlich der Akustik besser zu gestalten.

Das Projekt der BAuA und des IRT vermittelt die Notwendigkeit einer bewussten akustischen Gestaltung und Fachplanung der Arbeitsplatzumgebung. Die praxisnahe Auralisation zeigt unter Berücksichtigung der räumlichen Begebenheiten, wie viele Störgeräusche an den Arbeitsplatz dringen oder wie der geplante Büroraum klingt, wenn jemand redet.

Ausgewählte realistische Beispiele, die Akustiker und Büroplaner ausgearbeitet haben, zeigen bestimmte Hörsituationen in virtuellen Ein-Personen-, Drei-Personen- und Großraumbüros. Mithilfe verschiedener Geräusche wie beispielsweise von Bürogeräten, Telefongesprächen oder Schrittgeräuschen wurde der Höreindruck am Arbeitsplatz wirklichkeitsnah simuliert.

Jeder handelsübliche Rechner mit einem aktuellen Internet-Browser (HTML5-fähig) kann die Auralisation wiedergeben. Die Experten empfehlen bei der raumakustischen Simulation Kopfhörer zu benutzen. Damit lässt sich die subjektive Wirkung der vorgestellten Maßnahmen über die technische und wissenschaftliche Ebene hinaus sinnlich erfahren.

Das Programm umfasst außerdem 3-D-Darstellungen und Hörvergleiche, zwischen denen Nutzer mithilfe eines Players lückenlos hin und her schalten können. Somit können Anwender die Hörsimulationen direkt miteinander vergleichen und Unterschiede wahrnehmen. Der verwendete Player sorgt dafür, dass das gezeigte Bild immer mit dem gehörten Audiosignal übereinstimmt.

Das Programm „Auralisation von Büroräumen“ wendet sich an Architekten, Bauingenieure, Bauherren, Planer und Betreiber von Büroarbeitsplätzen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.baua.de/auralisation. Das Programm ist unter http://www.irt.de veröffentlicht und kann dort kostenlos heruntergeladen werden.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Weitere Informationen:

http://www.baua.de/auralisation
Link zum Projekt Auralisation von Büroräumen auf der BAuA-Homepage
http://www.irt.de/de/themengebiete/akustik/auralisation-bueroakustik.html
Link zum Programm Auralisation auf der Homepage des IRT

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de

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